Werders Clemens Fritz im Gespräch „Knackpunktspiel“ in Heiligenfelde

Bremen/Heiligenfelde. Nach der 1:3-Niederlage beim FC Augsburg ist der SV Werder Bremen am Donnerstagabend (ab 19 Uhr) erstmals wieder über 90 Minuten gefordert. Malte Bürger hat sich mit dem Kapitän des Fußball-Bundesligisten und 22-fachen Nationalspieler Clemens Fritz über den bevorstehenden Auftritt in Heiligenfelde unterhalten.
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Bremen/Heiligenfelde. Nach der 1:3-Niederlage beim FC Augsburg ist der SV Werder Bremen heute Abend (ab 19 Uhr) erstmals wieder über 90 Minuten gefordert. Malte Bürger hat sich mit dem Kapitän des Fußball-Bundesligisten und 22-fachen Nationalspieler Clemens Fritz über den bevorstehenden Auftritt in Heiligenfelde unterhalten.

Nachdem Sie am Dienstag das Training abgebrochen haben, ist die wichtigste Frage natürlich erst einmal: Was macht die Gesundheit, wie geht es Ihnen?

Clemens Fritz: Nicht ganz so gut. Es wurde festgestellt, dass ich mir die Sehne gezerrt habe im Adduktorenbereich, am Ansatz des Knochens. Deswegen muss ich einige Wochen aussetzen.

Mit anderen Worten: Sie sind, wenn überhaupt, in Heiligenfelde nur als Zuschauer dabei?

Genau.

Als Sie zum ersten Mal gehört haben, dass Heiligenfelde dieses Gewinnspiel gewonnen hat, wussten Sie direkt, in welche Himmelsrichtung Sie Ihre Glückwünsche schicken müssen?

Ich wusste, dass es in Richtung Syke geht.

Wissen Sie denn jetzt schon etwas mehr? Hat man Sie ein bisschen aufgeklärt?

Um ehrlich zu sein: Nein. Ich weiß, dass es mit dem Gewinnspiel zusammenhängt und dass wir ein Freundschaftsspiel in Heiligenfelde machen. Und ich denke, dass es für die Menschen, die Umgebung und den Ort eine tolle Sache ist.

Ist es denn besonders angenehm, dass die Partie direkt vor der Haustür stattfindet, im unmittelbaren Werder-Land?

Ja, definitiv. Zum einen ist die Reise nicht so lang, das ist immer schön. Zum anderen haben wir gerade im Bremer Umland sehr, sehr viele Fans, und dann ist es natürlich auch schön, dass wir uns dort einmal präsentieren dürfen.

Kehren Sie eigentlich immer wieder gerne auf die kleinen Plätze zurück oder sind es doch die großen Stadien, die den ganz besonderen Charme haben?

Da muss man ganz ehrlich sagen, dass es etwas Besonderes ist, wenn man in ein Fußballstadion einläuft und 40.000 bis 50.000 Zuschauer da sind. Das ist das besondere Gefühl, dass man eben als Fußballspieler bekommt, wofür man lange gearbeitet hat. Bei einem kleineren Verein zu spielen, ist auch schön, weil es auf diesen Plätzen eben doch eine besondere Atmosphäre ist, nah bei den Fans.

Ist die Begegnung in Heiligenfelde denn ein Testspiel wie jedes andere oder hat es aufgrund der jüngsten Partie in Augsburg einen besonderen Stellenwert – auch, wenn einige Stammkräfte fehlen, weil sie mit ihren Nationalmannschaften unterwegs sind?

Sicherlich werden Spieler zum Einsatz kommen, die in den letzten Wochen nicht so häufig gespielt haben. Das ist für den Trainer aber auch eine Möglichkeit, einmal wieder alle Akteure in einem Test zu sehen.

Für die Heiligenfelder ist es vielleicht das Spiel des Jahrhunderts, für die Akteure wahrscheinlich die Partie ihres Lebens. Erinnern Sie sich noch an Ihr persönliches erstes Spiel des Jahrhunderts, als Sie noch im Amateurbereich waren?

Es war sicherlich etwas Besonderes, als ich als A-Jugend-Spieler für den VfB Leipzig in der damaligen Regionalliga meine ersten Schritte gemacht habe. Der prägendste Moment war, nach meiner Rückkehr nach Erfurt das erste Mal im Steigerwaldstadion zu spielen. Es ist immer ein Traum gewesen, einmal für Rot-Weiß Erfurt in der ersten Mannschaft aufzulaufen, in eben diesem Stadion, in meiner Heimatstadt.

Sind diese Partien irgendwann durch ein anderes Spiel, beispielsweise mit der Nationalmannschaft oder in der Champions League, abgelöst worden, von dem Sie später Ihren Enkeln erzählen werden?

Man kann das nicht reduzieren auf ein Spiel, es gab viele. Mein erstes Zweitligaspiel, meine erste Erstligapartie, mein erstes Spiel für Werder, mein erstes Länderspiel, für die Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft zu spielen oder auch die Momente in der Champions-League und das DFB-Pokal-Finale (2009, Anm. d. Redaktion) mit Werder. Es gibt viele tolle Momente, die man in guter Erinnerung hat.

Wie zuversichtlich sind Sie, dass die Heiligenfelder am Ende der Saison sagen können, dass sie mit ihrer Testspielniederlage eine echte Erfolgsserie des SV Werder eingeläutet haben?

Da würde ich mich sehr drüber freuen. Vielleicht ist es ja so, dass das jetzt das Knackpunktspiel wird in Heiligenfelde. (lacht)

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