Hatten-Munderloh

Köhler sorgt für Spannung im Titelrennen

Hatten-Munderloh. Ein Last-Minute-Tor von Carsten Köhler hat das Titelrennen in der Fußball-Kreisliga zumindest wieder etwas spannender gemacht. Durch sein erstes Remis der Saison – einem 1:1 (0:0) beim TV Munderloh am Mittwochabend – büßte der Spitzenreiter SV Baris zwei Punkte gegenüber dem Verfolger VfR Wardenburg ein, der mit 4:1 gegen den SV Achternmeer gewann.
31.03.2017, 00:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Ralf Kilian

Hatten-Munderloh. Ein Last-Minute-Tor von Carsten Köhler hat das Titelrennen in der Fußball-Kreisliga zumindest wieder etwas spannender gemacht. Durch sein erstes Remis der Saison – einem 1:1 (0:0) beim TV Munderloh am Mittwochabend – büßte der Spitzenreiter SV Baris zwei Punkte gegenüber dem Verfolger VfR Wardenburg ein, der mit 4:1 gegen den SV Achternmeer gewann. „Das Unentschieden geht in Ordnung. Wenn wir am Sonntag gegen den TSV Ippener gewinnen, ist das für uns trotzdem schon die halbe Miete. Munderloh ist nämlich sehr stark und könnte auch noch Wardenburg und Ganderkesee ärgern“, sagte Baris-Trainer Önder Caki.

Das Spitzenspiel, Vierter gegen Erster, bot allerdings nur eine Viertelstunde lang Spitzenfußball. „Unser Kombinationsspiel ist total ausgefallen“ kritisierte Caki. Das lag vor allem an der großen Intensität der Partie, Tempo ging eindeutig vor Genauigkeit. So kam ein Chancenverhältnis von 2:2 zustande. Die Nettospielzeit war aufgrund vieler Unterbrechungen äußerst gering. „Beide Mannschaften haben sich in Zweikämpfen aufgerieben“, analysierte Munderlohs Coach Ralf Eilenberger. „Daher gab es nicht viele Torchancen.“

Die erste Möglichkeit hatte Baris-Innenverteidiger Sinan Uygun schon nach drei Minuten, dessen 28-Meter-Freistoß Munderlohs Keeper Mateusz Karnas gerade noch aus dem Winkel kratzte. Uygun ist momentan dank seiner Schusskraft eine echte Waffe für die Delmenhorster und hatte in den vorangegangenen zwei Partien drei Treffer erzielt. Eine Minute nach Uygun hätte Niklas Zytur die Gastgeber in Front bringen können, doch er verfehlte das Tor nach einer langen Flanke von Oliver Rauh knapp. Danach hielt die Partie nicht, was der furiose Auftakt versprochen hatte. „Wir waren zehn Minuten in der ersten Halbzeit gut, danach haben wir bis zur Halbzeit nicht mehr gut kombiniert und Baris war optisch überlegen“, meinte Eilenberger.

Nach dem Seitenwechsel wirkten die Munderloher dann wieder entschlossener und erkämpften sich eine Feldüberlegenheit. In der 56. Minute startete Lennart Schimmler von der Mittellinie durch, verzog allerdings, anstatt auf den besser postierten Oliver Rauh abzuspielen. Ein Kopfball von Alexander von der Decken (62.), ein abgeblockter Versuch von Kolja Backhus (78.) und eine Bogenlampe von Carsten Köhler (83.) waren weitere Halbchancen der Hausherren. Köhler war übrigens in besonderer Mission unterwegs. Der sonstige Mittelfeldspieler agierte in der Innenverteidigung als Sonderbewacher von Baris-Torjäger Dennis Kuhn, der im Hinspiel beim 3:2 alle drei Treffer der Delmenhorster erzielt hatte. 86 Minuten lang nahm Köhler den schnellen Angreifer auch aus dem Spiel, doch dann ließ er ihn einmal aus den Augen, Kuhn drang in den Strafraum ein, und von der Decken foulte ihn. Den fälligen Elfmeter verwandelte Mert Caki zum 1:0 für die Gäste (87.), es war sein achtes Strafstoßtor beim achten Versuch.

Der Jubel beim SV Baris war groß, die Mitspieler begruben Caki unter sich. „Aber dann hat meine Mannschaft Charakter gezeigt. Sie hatte den unbedingten Willen, noch das 1:1 zu erzielen“, sagte Eilenberger stolz. Ein letzter Eckball in der 90. Minute führte zu wildem Gestochere vor dem Baris-Tor. Schließlich war es Carsten Köhler, der den Ball irgendwie zum 1:1 über die Linie drückte. Der späte Ausgleich war für die Delmenhorster zwar ärgerlich, doch Coach Önder Caki betonte: „Das ist okay, Munderloh hat sehr viel investiert.“

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+