Kohl- und Pinkel-Saison 2017/2018 Kohl und Spiele: Spaß für das Tourvolk

Spiele gehören zur Kohltour wie das Salz in das Hochzeitssüppchen, das später im Warmen serviert wird. Der Weg zum Restaurant erscheint dazu viel kürzer, wenn sich die Teilnehmer hin und wieder bei einem kleinen Spiel beweisen dürfen.
10.11.2017, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Stefanie Waterkamp

Spiele gehören zur Kohltour wie das Salz in das Hochzeitssüppchen, das später im Warmen serviert wird. Der Weg zum Restaurant erscheint dazu viel kürzer, wenn sich die Teilnehmer hin und wieder bei einem kleinen Spiel beweisen dürfen. Vorab muss klar sein, was gespielt wird und auch die nötigen Utensilien sollten im Bollerwagen bereit liegen. Egal wie frostig es draußen ist, folgende Spiele brechen jedes Eis.

Kaugummi im Eiswürfel: Ein schönes Spiel für den Start: Jeder Teilnehmer erhält einen Eiswürfel, in dessen Mitte ein dickes Kaugummi steckt. Wer es als Erstes schafft, eine Kaugummiblase zustande zu bringen, hat gewonnen. Der Letzte zieht den Bollerwagen.

Es rappelt im Karton: Die Wanderer treten in zwei Gruppen gegeneinander an. Es gilt, nacheinander sechs Tischtennisbälle so zu werfen, dass sie in einer Versenkung des Eierkartons liegen bleiben, der in einiger Entfernung auf dem Boden steht. Vor der Landung müssen die Bälle mindestens einmal den Boden berühren. Wer mag, markiert einzelne Felder des Kartons. Trifft man ein rotes Feld, gibt es Extra-Punkte, trifft man ein gelbes Feld, bekommt man einen Schnaps.

Kartoffelhockey: Bei diesem Spiel gilt es, kleine Kartoffeln, die auf der Straße liegen, mittels einer großen Kartoffel ins Ziel zu schießen. Die dicke Kartoffel baumelt an einem Band, das in Hüfthöhe an der Jacke der Spieler befestigt ist. Aufgabe ist es nun, die frei schwingende große Kartoffel quasi als Hockeyschläger zu nutzen, um damit die kleinen Kartoffeln in Richtung Ziel zu befördern. Das Team, das nach drei Minuten die meisten Kartoffeln im Tor hat, gewinnt.

Kordelflechten: Für dieses Spiel werden je drei Schnüre so zusammengebunden, dass vom Knoten aus drei lange Bänder abgehen. Jeder Mitspieler eines Dreierteams nimmt ein Schnur­ende in die Hand, die Kohlkönige halten den Knoten fest. Dann wird geflochten. Allerdings darf niemand seine Schnur aus der Hand geben. Wird ein Band über das andere geführt, muss der Spieler hinterher.

Boßeln: der Klassiker aus Friesland. Von einem Startpunkt aus gilt es, die Boßelkugeln Wurf für Wurf ins Kilometer entfernt liegende Ziel zu bringen. Geworfen wird mit Hartholzkugeln, die man in Sport- oder Spielzeuggeschäften bekommt. Der nachfolgende Spieler macht jeweils an der Stelle weiter, an der die Kugel des Vorgängers liegen bleibt. Sieger ist die Mannschaft, die es mit den wenigsten Würfen ins Ziel schafft. Auf die gleiche Weise funktioniert auch der Gummistiefel- oder Besenstil-weitwurf.

Eierspiel: Bei diesem Spiel kommen rohe Eier zum Einsatz. Jeder Wanderer hat einen Spielpartner, der ihm direkt gegenübersteht. Das rohe Ei wird nun hin- und hergeworfen. Bleibt es heil, geht der Fänger einen Schritt zurück und wirft erneut. Fällt es zu Boden, ist das Spiel zu Ende. Gewonnen hat das Team, das am Ende am weitesten auseinander steht.

Lieder gurgeln: Das ist eine Herausforderung, selbst für den geübtesten Sänger: Wer an der Reihe ist, nimmt einen großen Schluck Wasser und behält ihn im Mund. Nun muss er ein Lied gurgeln, das ihm der Kohlkönig zeigt. Die anderen dürfen nicht nur lachen, sondern müssen das Lied erraten. Bei einer anderen Spielvariante stopfen sich die Spieler eine Toastscheibe in den Mund und versuchen, ein Lied zu pfeifen. Wer es als Erstes schafft, gewinnt.

Stein ins Glas: Gespielt wird mit zwei Mannschaften. Am Startpunkt erhält der Spieler einen Stein, den er sich so zwischen die Beine klemmt, dass er ihn über eine festgelegte Wegstrecke transportieren und anschließend in ein Einmachglas hineinfallen lassen kann. Der Einsatz von Händen ist verboten. Sieger ist das Team, das den Parcours als erstes komplett bewältigt hat.

Trillerpfeifenspiel: Alles hört auf den Kohlkönig: Wann immer während der Wanderung seine Trillerpfeife ertönt, dürfen die Gäste den Boden nicht mehr berühren. Wer sich zuletzt auf Bänke, Mauern oder Straßenschilder rettet, ist „verbrannt“ und muss den Wagen ziehen.

Orangenspiel: Gespielt wird in zwei Teams. Der erste Spieler klemmt sich eine Orange unters Kinn und gibt sie an seinen Hintermann weiter. Handeinsatz ist verboten: Stattdessen wird das Obst unters Kinn des Mitspielers geklemmt. Die Mannschaft, bei der die Orange zuerst beim letzten Spieler angelangt ist, trägt den Sieg davon.

Nudeln einfädeln: Zum Schluss darf ein Kohltourklassiker nicht fehlen. Beim Nudeln einfädeln ist Teamwork gefragt: Der eine Mitspieler steckt sich eine Makkaroni zwischen die Lippen, der andere Partner eine Spaghetti. Beide stehen sich gegenüber und müssen nun einfädeln: Das Dünne muss ins ­Dicke, und zwar möglichst schnell.

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