Nach einem Halbzeit-16:15 für den Vorletzten: Oyten nimmt sich der Aufgabe noch mit der gebotenen Intensität an Kohls froh über positiven Lerneffekt

Beim Vorletzten der 3. Liga, HSG Hude/Falkenburg, feierten die Handballdamen des TV Oyten mit 40:29 (15:16) einen letztlich ungefährdeteten Sieg. In Halbzeit eins allerdings sahen die Oytener Bemühungen alles andere als souverän aus, erst nach der Pause stimmte die Intensität und dadurch auch das Ergebnis. Trainer Sebastian Kohls konnte dem Spielverlauf aber durchaus Positives abgewinnen.
05.12.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Andreas Lehmkuhl

Beim Vorletzten der 3. Liga, HSG Hude/Falkenburg, feierten die Handballdamen des TV Oyten mit 40:29 (15:16) einen letztlich ungefährdeteten Sieg. In Halbzeit eins allerdings sahen die Oytener Bemühungen alles andere als souverän aus, erst nach der Pause stimmte die Intensität und dadurch auch das Ergebnis. Trainer Sebastian Kohls konnte dem Spielverlauf aber durchaus Positives abgewinnen.

Oyten. Vor der Partie bei der HSG Hude/Falkenburg hatte Sebastian Kohls, Trainer der Handballdamen des TV Oyten, durchaus davor gewarnt, das Spiel beim Vorletzten zu leicht zu nehmen. Der Endstand von 29:40 (16:15) lässt nicht vermuten, dass Oyten damit ein Problem gehabt hätte - der Halbzeit-Rückstand allerdings zeigte, das Kohls' Befürchtungen zumindest 30 Minuten lang eingetreten waren. "Wir haben den klassischen Fehler gemacht und haben es nicht hinbekommen, konzentriert in solch ein Spiel zu gehen", meinte er nach der Partie. Ganz ungelegen schien ihm die durchwachsene Leistung seiner Damen aber gar nicht gekommen zu sein: "Wenn am Ende ein 40:29 für uns auf der Anzeigetafel steht, dann kann man das durchaus positiv bewerten, wenn dann auch ein Lerneffekt eintritt." In dieser Saison sei die Mannschaft nicht so häufig in die Situation gekommen, einen Rückstand aufholen zu müssen. "Und es ist immer gut, vor neue Situationen gestellt zu werden", so Kohls, der sich zufrieden

mit der Reaktion seiner Damen zeigte.

Fast komplett durchgewechselt

Bei den Gastgeberinnen, deren sowieso schon dünn besetzter Kader durch einige Verletzungen weiter geschwächt war, ist normalerweise die ehemalige Oyterin Mareike Zetzmann für einen Großteil der Treffer zuständig. Gegen ihren alten Verein allerdings überraschte die HSG mit Variabilität im Angriff. Vor allem die quirlige Kreisläuferin Desiree Görzel machte der Abwehr des TVO anfangs schwer zu schaffen, und die Offensive der Gäste scheiterte in der ersten Hälfte häufig an der starken Torhüterin Katharina Woltjen. Als es nach einer Viertelstunde 9:9 stand, hatte Kohls die Nase voll, nahm eine Auszeit und wechselte fast komplett durch. Doch auch die frischen Kräfte schafften es nicht, die nötige Intensität aufzubringen. Immerhin kam Kim Pleß nun so langsam auf Betriebstemperatur und sorgte mit sechs Treffern dafür, dass der Rückstand zur Pause nur ein Tor betrug. "In der zweiten Hälfte haben wir die Mannschaft neu eingestellt, und das ist auch

aufgegangen", erklärte Oytens Trainer zufrieden. Nach dem 17:15 für die Gastgeberinnen übernahm Oyten das Kommando, packte in der Defensive beherzter zu und sorgte damit für einige Ballgewinne. Dadurch lief auch die gefürchtete Tormaschinerie wieder, jeder Fehler von Hude/Falkenburg wurde gnadenlos bestraft. Kim Pleß sah sich nun zwar einer kurzen Deckung ausgesetzt, die dadurch auftauchenden Lücken in der Abwehr der Gastgeberinnen nutzte aber die anderen Spielerinnen des TVO konsequent aus. Nahezu jeder Angriff wurde in einen Treffer umgemünzt. Jana Kokot, in der ersten Hälfte noch blass, setzte sich nun ebenso häufiger durch wie auch die Außenspielerinnen. Ein 18:26 stand nach 40 Minuten auf der Anzeigetafel, und zehn Minuten vor dem Ende ein 24:36.

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