Bezirksliga-Relegation Komet setzt gegen Ihlpohl auf jugendliche Lockerheit

Ihlpohl·Pennigbüttel. Am Wörpedorfer Sportplatz in Grasberg könnte es eng werden am Sonntag. Zumindest was die Fahrzeugstellflächen betrifft; denn aus beiden Fußball-Vereinen, die übermorgen ihre ersten Mannschaften dort zum Bezirksliga-Relegationsspiel antreten lassen (Anpfiff um 15 Uhr), haben sich stattliche Fan-gruppen angekündigt.
04.06.2010, 07:51
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Von Thomas Müller

Ihlpohl·Pennigbüttel. Am Wörpedorfer Sportplatz in Grasberg könnte es eng werden am Sonntag. Zumindest was die Fahrzeugstellflächen betrifft; denn aus beiden Fußball-Vereinen, die übermorgen ihre ersten Mannschaften dort zum Bezirksliga-Relegationsspiel antreten lassen (Anpfiff um 15 Uhr), haben sich stattliche Fan-gruppen angekündigt. Sowohl ASV Ihlpohl als auch SV Komet Pennigbüttel setzen zudem je ein Bus ein (Abfahrt am jeweiligen Vereinsheim um 13.30 Uhr). Ob es auch zu einem sportlich knappen Vergleich kommt - das wird sich zeigen.

Die Ausgangslage sieht ziemlich klar aus: Als Fünftletzter der Bezirksliga 3 gehen die Ihlpohler als etablierte Mannschaft favorisiert ins Duell gegen die Pennigbütteler, bekanntlich der Vizemeister der Kreisliga Osterholz. 'Für Ihlpohl sehe ich die Chancen bei 70:30', räumt Jens Sander, Trainer des SV Komet, seiner eigenen Mannschaft nur eine Außenseiterrolle ein.

'Wir sind ein junges Team mit einem Altersdurchschnitt von 21,7 Jahren', hat der Coach ausgerechnet. Viele Eigengewächse seien darunter. 'Und die haben in der A-Jugend Kreisliga gespielt', rückt Sander die Verhältnisse zurecht. Immerhin gehen die jungen Kometen ganz entspannt an die Aufgabe heran, wie Sander versicherte: 'Sie freuen sich auf diese Chance. Sie haben ja nichts zu verlieren.' Ganz lockeres Training, und das auch nur am Mittwoch dieser Woche, hatte Sander seinen Jungs verordnet. Ein Lattenschießen, um die Präzision zu erhöhen, gehörte dazu. Ein Spielchen zum Schluss sowieso. 'Auch vom Vorstand kam keinerlei Druck, dass wir unbedingt den Aufstieg schaffen müssen', betont Pennigbüttels Übungsleiter. Schön wäre es natürlich schon, zumal er das Team vor drei Jahren übernommen hatte, als Pennigbüttel aus der Bezirksliga abgestiegen war. 'Wenn wir im Kollektiv stark sind, haben wir eine Chance', wagt Jens Sander eine Prognose.

Allein auf die Künste seines Torjägers Marco Statz (19 Saisontreffer) setzt er deshalb nicht. Den älteren Komet-Spielern werde eine tragende Rolle zukommen. Arne Jordt zum Beispiel in der Offensive. Kapitän Andreas Krohn natürlich, dem Ex-Bornreiher. Sicherlich auch Abwehrchef Dennis Damberg, wie Jordt vergangenen Sommer vom FC Worpswede gekommen. Wobei Sander sich gestern noch nicht festlegen wollte, wie er seine Defensive überhaupt aufbaut, ob klassisch mit Libero oder vielleicht doch als Vierer-Kette.

Fest steht nur, dass Mittelfeldakteur Christian Hobbie wegen seines Studiums fehlen wird. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Stürmer Kjell Behrens (Sprunggelenksprobleme). Fraglich auch, ob David Kückelhahn mitwirken kann, der Mittelfeldspieler konnte am Mittwoch wegen muskulärer Probleme nicht trainieren.

'Eine Niederlage heißt für uns Abstieg', stellt Co-Trainer Markus Wittkopf die besondere Bedeutung des Spiels für den ASV Ihlpohl heraus und ergänzt: 'Das letzte Mal dauerte es auch sieben oder acht Jahre, ehe wir wieder aus der Kreisliga aufgestiegen sind.' Soweit wolle man es nicht kommen lassen. Zusammen mit Coach Werner Mehrtens hat sich Wittkopf den Gegner bei dessen Spiel gegen Ritterhude angesehen. Seine Einschätzung: 'Spielerisch sind wir überlegen. Pennigbüttel kommt über den Kampf. Da müssen wir gegenhalten.' Gefährlich seien die Kometen auch bei Standards: 'Deren Einwürfe sind wie Ecken.' Trainiert haben die Ihlpohler wie gewohnt. Keine Besonderheiten. Auch Elfmeterschießen, das bei Gleichstand auch nach Verlängerung droht, habe nicht auf dem Programm gestanden. 'Das kann man sowieso nicht üben', weiß Wittkopf. Außerdem haben sie beim ASV dafür einen nervenstarken Spezialisten: Otto Schmidt hat zuletzt immer verwandelt.

Personell gibt es keine größeren Probleme. Fehlen wird Mark Fiegert (Urlaub). Sebastian Reckemeyer ist angeschlagen (Bluterguss im Fuß).

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