Kommentar über Sebastian Vettel

Ein Angebot, das einer Demütigung gleichkam

Seit fünf Jahren steht Sebastian Vettel bei Ferrari unter Vertrag. Jetzt hat der Deutsche das neue Angebot abgelehnt. Konsequent, denn das Ferrari-Engagement war ein Fehltritt, meint Mathias Sonnenberg
13.05.2020, 05:00
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Ein Angebot, das einer Demütigung gleichkam
Von Mathias Sonnenberg
Ein Angebot, das einer Demütigung gleichkam

Sebastian Vettel verlässt Ferrari nach fünf Jahren Ende des Jahres.

Jan Woitas /dpa

Allein der Name erzeugt Kopf-Kino: Ferrari, ein Mythos für Motorsport-Fans. Diesem Sog ist auch Sebastian Vettel erlegen, Deutschlands bester Formel 1-Fahrer des vergangenen Jahrzehnts. Als vierfacher Weltmeister wechselte er 2015 zum italienischen Rennstall. Fünf Jahre und fünf Saisons später steht fest: Es war ein Fehler. Denn Ferrari mag sich im Glanz der Vergangenheit sonnen, die Realität aber ist längst eine ganz andere. Wechselnde Teamchefs, eine Wackel-Technik, die in einem Auto mündete, mit dem Vettel nie eine echte Chance auf den WM-Titel hatte.

Angetreten, um in die Fußstapfen eines Michael Schumacher zu treten, endet die Zusammenarbeit jetzt in Wut. Um ein Jahr hätte Vettel verlängern dürfen, dabei auf die Hälfte seines Gehalts und den ersten Platz im Team verzichten sollen. Ein Angebot, das einer Demütigung gleichkam.

Dass Vettel den neuen Deal ablehnte, ist konsequent und richtig. Spannend bleibt, was die Zukunft bringt. Die Saison muss er noch für Ferrari beenden. Und dann entscheiden, ob er noch die Motivation besitzt, um zu zeigen, was in ihm steckt: ein richtig guter Rennfahrer.

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