SC Weyhe empfängt Melchiorshausen Konträre Vorzeichen

Weyhe. Es ist wieder Derbyzeit in der Fußball-Landesliga Bremen: Der SC Weyhe empfängt den Lokalrivalen TSV Melchiorshausen – allerdings unter eher undankbaren Vorzeichen. Da wäre zum einen die jüngste Niederlagenserie, die die Weyher wieder in den unteren Tabellenbereich spülte, also in eine Region, die SCW-Trainer Holger Finken nicht mehr betreten wollte. Er beklagt eine "Abwärtsbewegung" seines Teams, die er so nicht eingeplant habe. Zum anderen wurde der Fall auf Platz zwölf allerdings auch durch erhebliche personelle Probleme begünstigt.
05.04.2013, 05:00
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Konträre Vorzeichen
Von Jens Hoffmann

Weyhe. Es ist wieder Derbyzeit in der Fußball-Landesliga Bremen: Der SC Weyhe empfängt den Lokalrivalen TSV Melchiorshausen – allerdings unter eher undankbaren Vorzeichen. Da wäre zum einen die jüngste Niederlagenserie, die die Weyher wieder in den unteren Tabellenbereich spülte, also in eine Region, die SCW-Trainer Holger Finken nicht mehr betreten wollte. Er beklagt eine "Abwärtsbewegung" seines Teams, die er so nicht eingeplant habe. Zum anderen wurde der Fall auf Platz zwölf allerdings auch durch erhebliche personelle Probleme begünstigt.

Auch gegen Melchiorshausen ist Holger Finken wieder zur Improvisation gezwungen, muss er doch auf Tom Wieting, Nico Eggers, Georg Tylla, Jannis Berendt, Tim Schellhaas, Riccardo Mosch und Torwart Daniel Denter verzichten. "Damit brechen mir die angestammte Innenverteidigung und beide Sechser weg", fasst der Trainer kurz zusammen. Also müsse er seine Taktik den Gegebenheiten anpassen, Hurra-Fußball darf am Sonntag jedenfalls keiner vom SCW erwarten.

Etwas anders gelagert ist die Situation bei den Melchiorshausern. Mike Barten kann auf seinen nahezu kompletten Kader zurückgreifen, lediglich der Einsatz des erkrankten Tobias Klemptner entscheidet sich kurzfristig. "Das war das einzig gute an unserer langen Pause", rekapituliert TSV-Trainer Mike Barten, "dass die Spieler ihre Blessuren auskurieren konnten". Nun habe er die Möglichkeit, den Konkurrenzkampf neu zu entfachen und auf diesem Wege Druck aufzubauen. Andererseits beklagt der Coach nach wie vor den fehlenden Wettkampfrhythmus bei seiner Truppe. Daran ändern auch die österlichen Erfolgserlebnisse im Pokal-Viertelfinale (1:0 gegen Grolland) und der Meisterschaft (3:1 gegen Neustadt) wenig. Trotz der Siege hatte Barten noch viel Stückwerk beobachtet. "Gegen Grolland hatten wir Glück und gegen Neustadt war die erste Halbzeit schlecht", gibt er ehrlich zu.

Trotzdem kann und will sich der Ex-Werder-Profi nicht gegen die Favoritenrolle wehren, "da muss man ja nur auf die Tabelle schauen", sagt er selbst. Melchiorshausen hat als momentaner Siebter sieben Punkte mehr auf dem Konto als Weyhe, aber vier Spiele weniger ausgetragen. Jedoch müsse sein Team die Fehler aus der Hinrundenpartie unbedingt vermeiden, als es gegen den Nachbarn nur zu einem schnöden 0:0 reichte.

Anpfiff: Sonntag um 15 Uhr in Weyhe

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