Fußball-Kreisliga Ksiezyks Paraden und Hasselbergs Hattrick

Der TSV Ganderkesee schlägt den KSV Hicretspor Delmenhorst daheim mit 5:1 und klettert in der Tabelle der Fußball-Kreisliga nach oben
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Ralf Kilian

Der Blick beim TSV Ganderkesee bleibt weiter nach oben gerichtet. Im vorletzten Spiel vor der Winterpause in der Fußball-Kreisliga hat der TSV etwas zu deutlich mit 5:1 (1:0) gegen den KSV Hicretspor Delmenhorst gewonnen. Hinten hielt Torwart Marvin Ksiezyk bis zur 88. Minute einfach alles, darunter einen Elfmeter. Vorne drehte Dennis Hasselberg Mitte der zweiten Hälfte mächtig auf und schraubte das Ergebnis mittels eines Hattricks innerhalb von neun Minuten auf 5:0, traf danach noch den Pfosten. Trotzdem war es lange Zeit überhaupt nicht so klar, wie es am Ende ausging. Bis Hasselberg das 3:0 markierte, lautete das Chancenverhältnis 6:6.

Deshalb hatte Ganderkesees Trainer Stephan Schüttel Recht mit seiner Zusammenfassung: „In der ersten Halbzeit war Hicretspor dran, in der zweiten haben wir es im Griff gehabt.“ Sein Kollege Timur Cakmak meinte: „5:1 ist kein Ergebnis für dieses Spiel, allein Sinan hätte drei Tore machen müssen.“ Gemeint war Sturmspitze Sinan Yorgancioglu, der allerdings über 90 Minuten rackerte und sich erst spät mit dem Ehrentor belohnen konnte. Spielentscheidend war letztlich das Ganderkeseer Umschalten nach dem Seitenwechsel. „Vorher haben wir Freistöße von der Mittellinie zum Torwart zurückgespielt. In der zweiten Hälfte waren wir dann viel zielstrebiger“, erklärte Schüttel.

Am Immerweg wollte man die Partie unbedingt durchziehen, während es rundherum Absagen hagelte. Auf dem tiefen Platz entwickelten sich von Beginn an knackige Zweikämpfe. Schiedsrichter Conrad Ammermann (Schüttel zu seiner Leistung: „Weltklasse“) hatte viel zu tun und im zweiten Durchgang eine Rudelbildung zu schlichten. Schon nach 70 Sekunden waren alle wach, als Hicretspors Dinho Seydi aus 18 Metern die Latte zum Wackeln brachte. Es gab gar nicht so viele Torszenen. Aber wenn es in den Sechzehner ging, gab es gleich Hochkaräter. Bjarne Walkenhorst (9.) und Marco D’Elia (22.) vergaben für den TSV, Yorgancioglu gleich doppelt auf der Gegenseite (13./24.). Den Treffer machte schließlich Lars Goretzki in Minute 34, als Sebastian Biener und Hasselberg völlig unbehelligt vorbereiten durften und Goretzki am Elfmeterpunkt zum 1:0 maßnehmen konnte. Die Führung hielt bis tief in die Nachspielzeit. Yorgancioglu erkämpfte sich die Kugel am eigenen Sechzehner und holte 60 Meter weiter vorne einen Handelfmeter heraus, indem er dem grätschenden Kieron Hoffmann den Ball an den Arm schoss. Ammermann gab Handelfmeter, doch Ksiezyk parierte gegen Seydi (45.+5).

Halbzeit zwei war gerade 33 Sekunden alt, da grätschte D’Elia eine Freistoßflanke von Fabian Mucker zum 2:0 ins lange Eck. Damit war Hicretspor jedoch noch nicht geschlagen, Ksiezyk musste noch eine weitere tolle Fußabwehr gegen den langsam verzweifelnden Yorgancioglu auspacken (60.). Fast spiegelbildlich gelang das dem TSV-Keeper auch in der 66. Minute. Zwischendurch hatte Hasselberg schon das 3:0 erzielt. Zunächst verpasste Walkenhorst noch das leere Tor, doch die Gäste bekamen den Ball nicht aus der Gefahrenzone und Hasselberg überwand den ebenfalls überzeugenden Hicretspor-Schlussmann Yusuf Polat (63.). Gegen Hasselbergs Dynamik war die Delmenhorster Defensive fortan völlig überfordert. Beim 4:0 startete Ganderkesees Nummer 20 tief in der eigenen Hälfte und hatte noch die Kraft zum präzisen Abschluss (69.).

Vier Minuten später war der Hattrick perfekt. Es war das siebte Saisontor von Hasselberg. Beim 5:0 (73.) war Luca Linnemann der Vorbereiter. Kurz vor dem 3:0 hatte Hasselberg noch eine sich anbahnende Zerrung bei Schüttel angemerkt, doch der Trainer hatte die Auswechslung klugerweise abgelehnt. Hasselberg hatte seine muskulären Irritationen offenbar aus dem Bein gesprintet, knallte noch einen Ball an den Pfosten (84.).
Was Ganderkesees Sturmführer gelang, blieb seinem Pendant auf der Gegenseite verwehrt. Yorgancioglu vergab in der 85. Minute seine fünfte Großchance, immerhin glückte ihm in der 88. Minute noch das 5:1. Cakmak hakte es schnell ab. „Nächste Woche gegen Jahn habe ich wieder alle Mann an Bord, da wird es anders laufen“, blickte er voraus.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+