Mittelfeldakteur ist der gefährlichste Angreifer bei Worpswedes 5:1 über FC Ostereistedt/Rhade Kück der gefeierte Dreifachtorschütze

Worpswede. Er kam spät, aber gewaltig: Der FC Worpswede hat sein Heimspiel der Fußball-Bezirksliga 3 nach verhaltenem Beginn am Ende verdient mit 5:1 (1:0) gegen den FC Ostereistedt/Rhade gewonnen. Mann des Spiels war Jan-Henrik Kück. Der offensive Mittelfeldakteur war der mit Abstand effektivste Angreifer, erzielte drei Tore nebst einem Pfostentreffer und erntete bei seiner Auswechslung in der 89. Minute viel Beifall der Zuschauer.
10.10.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Thomas Müller

Worpswede. Er kam spät, aber gewaltig: Der FC Worpswede hat sein Heimspiel der Fußball-Bezirksliga 3 nach verhaltenem Beginn am Ende verdient mit 5:1 (1:0) gegen den FC Ostereistedt/Rhade gewonnen. Mann des Spiels war Jan-Henrik Kück. Der offensive Mittelfeldakteur war der mit Abstand effektivste Angreifer, erzielte drei Tore nebst einem Pfostentreffer und erntete bei seiner Auswechslung in der 89. Minute viel Beifall der Zuschauer.

Klar: Worpswede war Favorit gegen den Tabellenviertletzten, der die Gastgeber auch gestern nicht sonderlich forderte. "Die Frage war aber, wie steckt die Mannschaft die 2:6-Niederlage in Verden weg?", argwöhnte Worpswedes Trainer Carsten Huning, um dann zufrieden zu resümieren: "Die Spieler haben die richtige Antwort gegeben." Wenngleich nicht von Beginn an und auch noch nicht nach dem 1:0 (30.) durch Kück.

Das immerhin war ebenso schön vorbereitet wie vollendet. Der Assist kam von Mario Bolduan mit der nötigen Übersicht. Weil die Gäste die Mitte zugestellt hatten, spielte Bolduan den Ball ins rechte Halbfeld, wo Kück viel Platz zum Annehmen und Abschließen hatte. Der 21-Jährige fackelte nicht lange und zog unhaltbar ins rechte obere Toreck ab. Endlich einmal, muss auch Coach Huning gedacht haben, der hinterher noch sagte: "Die anderen haben erst noch einen Haken gemacht." Meist war das einer zu viel. Denn die Ostereistedter standen zunächst stabil in einer Dreier-Abwehrkette samt Libero dahinter. Eine Premiere übrigens in dieser Saison und vorbeugend hinsichtlich des erwarteten schnellen Worpsweder Angriffsspiels. Manndecker Roland Vink zum Beispiel engte die Kreise von FCW-Stürmer Manuel Weinrich effektiv ein.

Worpswede kontrollierte zwar das Spiel, ließ lange Zeit aber den nötigen Abschlusswillen am gegnerischen Strafraum vermissen. Die im Angriff eigentlich harmlosen Gäste - Trainer Matthias Gerdes: "Wir haben uns zu sehr auf die Defensive konzentriert" - gewannen aber zunehmend Mut zu eigenen Aktionen nach vorn.

Und so passierte es, dass Worpswedes Abwehr einmal nicht richtig sortiert war und den Ausgleichstreffer (68.) kassieren musste. Nach einem weiten Diagonalpass war Erdal Sardas frei zum Abschluss gekommen. Doch der verletzungsbedingte Ausfall von Ostereistedts Vink hatte Folgen. "Wir haben immer mehr die Ordnung verloren", monierte Gerdes, der wusste, dass Worpswedes folgender Doppelschlag zu viel für sein Team sein würde. Zunächst hatte Pascal Martens Weinrich im Strafraum gefoult, was Rasmus Berger per Elfmeter mit dem 2:1 (70.) bestrafte. Nur eine Minute später legte Weinrich mit einer Zuckervorlage für Kück und dessen 3:1 auf. "Jetzt weiter Tempo! Und schlaft nicht wieder ein", rief Huning über den Platz. "Zum Glück haben sie das umgesetzt", war der Coach hinterher sehr zufrieden.

Was auch mit einer Umstellung zu tun hatte. Denn Linksverteidiger Rasmus Berger rückte um eine Position vor und machte auf der Außenbahn gehörig Druck nach vorn, bereitete mit dieser Einsatzfreude die nächsten beiden Treffer vor: Das 4:1 (83.), das Jan-Henrik "Jonny" Kück als schönstes Tor des Spiels per Direktabnahme erzielte, und das 5:1 (89.) durch den zwei Minuten zuvor eingewechselten Marvin Mainz.

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