Handball-Kreisoberliga Lampel kann am kommenden Wochenende wieder angreifen

Nach dem Aufstieg in die Handball-Kreisoberliga Männer Nord hat Neuling Hagener SV als einzige Mannschaft noch keinen Sieg feiern können. Unser Redakteur Olaf Schnell unterhielt sich mit dem 34-jährigen HSV-Spielertrainer Holger Lampel.
10.11.2011, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Nach dem Aufstieg in die Handball-Kreisoberliga Männer Nord konnte der Neuling Hagener SV als einzige Mannschaft noch keinen Sieg feiern. Unser Redakteur Olaf Schnell unterhielt sich mit dem 34-jährigen HSV-Spielertrainer Holger Lampel vor der Heimpartie gegen den TuS Zeven am kommenden Sonnabend (Anpfiff 18 Uhr).

Fünf Spiele sind gespielt und ihr Team kassierte fünf Niederlagen. Haben Sie sich vor Saisonbeginn den Start so vorgestellt?

Holger Lampel: Eigentlich nicht, aber man muss zum einen bedenken, dass ich gesperrt war und zum anderen betrat die Mannschaft in der Kreisoberliga Neuland.

Zuletzt hatte Hagen beim Viertplatzierten Dollerner SC klar mit 19:37 Toren das Nachsehen. Hat Ihre Mannschaft in Sachen Klassenerhalt schon aufgegeben?

Nein, die kämpferische Leistung war vorhanden, zudem fehlten aufgrund der Ferien viele Stammspieler. Vor allem zeigt aber die Vorstellung gegen den ehemaligen Spitzenreiter TV Langen, dass wir durchaus in der Liga mithalten können.

Und am nächsten Spieltag können Sie nach Ihrer sechsmonatigen Sperre auch wieder auflaufen. Dann kann es jetzt für den Hagener SV doch nur besser werden, weil der Torjäger vom Dienst mit von der Partie ist, oder?

Nach der langen Pause muss ich mich als Spieler auch erst einmal rein finden, zudem profitiere ich natürlich auch von meinen Mitspielern. Alleine kann man kein Spiel gewinnen.

So eine lange Sperre muss doch unheimlich schmerzen. Was ist damals eigentlich genau passiert?

Nach dem Kreisliga-Spiel am 15. Februar gegen Sellstedt/Geestenseth beschwerte ich mich anschließend beim Kreis Cuxhaven über die Schiedsrichter-Leistung und wurde daraufhin vom Verband für sechs Monate aus dem Verkehr gezogen.

Aber dafür wird man doch nicht so lange gesperrt?

Man darf sich schon beschweren, aber halt die Leute persönlich nicht beleidigen.

Welche Worte sind denn gefallen?

Darüber möchte ich keine Auskunft geben.

Ja, aber vielleicht können Sie ja doch ein Beispiel geben?

Okay, das Wort Blindfisch ist unter anderem auch gefallen.

Haben Sie jetzt Angst noch eine zusätzliche Sperre zu bekommen?

Nein, aber trotzdem möchte ich nicht mehr zu diesem Thema sagen.

Also ist für Sie die Sache abgehakt?

Ja, auf jeden Fall - es ist halt passiert und ich habe mich ja auch dafür entschuldigt.

Mit diesem Urteil hatten Sie doch bestimmt nicht gerechnet?

Nein, sonst hätte ich es nicht gemacht. Ich wollte nur auf etwas aufmerksam machen. Jetzt bin ich schlauer und halte meinen Mund, obwohl mich das trotzdem ärgert.

Im Jahre 2005 wurden Sie vom Handball-Abteilungsleiter Joachim Eickhoff angesprochen beim damaligen Kreisligisten Hagener SV anzuheuern, zuvor spielten Sie unter anderem beim EHV Aue in der 2. Bundesliga. Haben Sie Ihren Schritt in die tiefere Klasse bereut?

Nein, den Schritt habe ich bisher noch nicht bereut. Ich zog damals aus beruflichen Gründen ja nach Hagen und wollte mich dann wieder sportlich betätigen.

Sie trainieren im Verein neben der Vorstandsarbeit (zweiter Vorsitzender, Anm. d. Red.) auch die Handball-Damen und die männliche C-Jugend. Bei den ersten Herren unterstützte Matthias Walden sie zuletzt, doch der Tanz auf drei Hochzeiten ist doch sehr zeitaufwendig. Wird es Zeit, dass sie sportlich entlastet werden?

Es wäre schon schön, wenn wir Trainer, ganz egal für welche Mannschaft, begeistern könnten, nach Hagen zu kommen. Auch Spieler und Spielerinnen sind willkommen.

Noch sind 17 Spiele in der Kreisoberliga Nord zu absolvieren. Schafft der Hagener SV den Sprung ans rettende Ufer?

Das müssen wir sehen. Es wird natürlich schwer mit dem dünn besetzten Kader, doch wir geben unser Bestes.

Wie sehen denn Ihre sportliche Perspektiven aus?

Ich habe durch meinen Jugend-Spieler Hendrik Schütz meine jetzige Freundin Barbara kennenlernt und fühle mich nicht nur aus diesem Grunde sehr wohl in Hagen. Seit Mai besitze ich auch einen Hund, der hat mich auch sehr in meiner spielfreien Zeit abgelenkt. Zurzeit möchten wir uns wohnlich vergrößern, haben bis jetzt in Hagen und Umgebung aber noch nichts gefunden. So sieht man auch, dass ich dem Hagener SV treu bleiben werde. Sportlich gesehen passt es für mich in der Kreisoberliga.

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