Württemberg Cup: Verständnis bei den Trainern nach Spielabbruch Land unter in Ristedt

Syke-Ristedt. Sechs Spieltage hatten sich die Spieler und Zuschauer beim Württemberg-Cup über herrliches Sommerwetter freuen dürfen. Doch ausgerechnet zu den Finalspielen am Freitagabend war der Wettergott nicht mehr auf ihrer Seite.
28.07.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Land unter in Ristedt
Von Marius Merle

Sechs Spieltage hatten sich die Spieler und Zuschauer beim Württemberg-Cup über herrliches Sommerwetter freuen dürfen. Doch ausgerechnet zu den Finalspielen am Freitagabend war der Wettergott nicht mehr auf ihrer Seite. Pünktlich zum Endspiel zwischen dem TB Uphusen und dem Brinkumer SV hatte es unwetterartig zu regnen begonnen. Eine Dreiviertelstunde später stand der Platz in Ristedt komplett unter Wasser, ein reguläres Fußballspiel war nicht mehr möglich. Und so hatte die Turnierleitung und das Schiedsrichtergespann um Rainer Aschemann gar keine andere Wahl, als die Partie zur Halbzeit abzubrechen (wir berichteten).

Gewertet wurde, was bis dahin geschehen war. Die rund 350 Zuschauer sahen zunächst spielbestimmende Uphuser, die aus zwei Chancen durch Moussa Alawie (16.) und Bülent Kabsi (20.) eiskalt zwei Tore machten. „Mit der Anfangsphase war ich sehr zufrieden, da haben wir Ball und Gegner laufen lassen“, so TB-Trainer André Schmitz. Mit zunehmender Spieldauer war es dann aufgrund des Dauerregens jedoch kaum noch möglich, den Ball über mehrere Meter laufen zu lassen. Trotz der widrigen Verhältnisse gelang es den Brinkumern durch Ugur Saatci (43.) noch zu verkürzen – gleichzeitig der letzte Höhepunkt des diesjährigen Württemberg-Cups.

„Es ging einfach nichts mehr“, betonte Michael Rauert von der Turnierleitung. Und sein Kollege Henry Stöver merkte das erhöhte Verletzungsrisiko für die Spieler an. Und das nicht zu unrecht, ging es doch in den 45 Minuten auf dem rutschigen Geläuf sowieso bereits hart zur Sache: Mit Kai Tönsmeyer (Brinkum) und Bülent Kabsi (Uphusen) hatte Schiedsrichter Aschemann wegen harter Fouls gleich zwei Akteure mit Gelbrot vom Platz geschickt.

Der Abbruch und die Wertung der Partie für Uphusen, sorgte bei einigen Brinkumer Anhängern zunächst für Unmut. „Das Spiel jetzt einfach abzubrechen und 2:1 zu werten ist eine Frechheit“, sagte eine Frau zur Turnierleitung. Aber große Proteste von Seiten des Bremen-Ligisten wollten nicht aufkommen, zumal Trainer Dennis Offermann Verständnis zeigte: „Natürlich hatten wir die Hoffnung, das Spiel noch zu drehen, letztendlich ist es aber die richtige Entscheidung gewesen, da kein richtiges Spiel mehr möglich war.“ Auch sein Trainerkollege Schmitz befand, dass „der Abbruch auf keinen Fall zu früh kam“.

Und so gab es von allen Seiten bei der Siegerehrung auch braven Applaus für den neuen Titelträger. Freuen durfte sich speziell Uphusens Mustafa Azadzoy, der als Spieler des Turniers geehrt wurde. Seine Klasse hatte er auch im Finale unter anderem bei der starken Vorlage für das 1:0 gezeigt. Über den Titel Torwart des Turnieres durfte sich Christian Gerlach vom SV Heiligenfelde freuen, der in der Gruppenphase starke Paraden gezeigt hatte. Die Torjägerkrone sicherte sich Manuel Meyer vom TuS Sulingen mit sechs Treffern. Auch im Spiel um Platz drei, dass der Landesligist gegen den TV Stuhr vor dem Finale mit 5:1 gewonnen hatte, war er erfolgreich.

Trotz des unglücklichen Endes, zeigte sich die Turnierleitung mit dem Verlauf des Cups zufrieden. „Es war einmal mehr ein super Turnier“, so Henry Stöver.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+