Schreck sitzt tief bei Oberliga-Handballern der HSG Schwanewede/Neuenkirchen – SVGO empfängt Achim/Baden Langzeitausfall von Christian Schwarze

Dünn besetzt treten die Oberliga-Handballer des SV Grambke-Oslebshausen und der HSG Schwanewede/Neuenkirchen jeweils am morgigen Sonnabend um 18 Uhr zu ihren Heimspielen vor der Osterpause an. Der ohnehin schon personell stark ausgedünnte SVGO macht sich in der Sporthalle Sperberstraße gegen den Tabellendritten und heißen Titelkandidaten SG Achim/Baden weiter Hoffnung auf den Klassenerhalt. Die „Schwäne“ müssen in der Heideschule gegen die TSG Hatten-Sandkrug vor allem den Langzeitausfall ihres Linkshänders Christian Schwarze verkraften.
04.04.2014, 00:00
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Olaf Kowalzik

Dünn besetzt treten die Oberliga-Handballer des SV Grambke-Oslebshausen und der HSG Schwanewede/Neuenkirchen jeweils am morgigen Sonnabend um 18 Uhr zu ihren Heimspielen vor der Osterpause an. Der ohnehin schon personell stark ausgedünnte SVGO macht sich in der Sporthalle Sperberstraße gegen den Tabellendritten und heißen Titelkandidaten SG Achim/Baden weiter Hoffnung auf den Klassenerhalt. Die „Schwäne“ müssen in der Heideschule gegen die TSG Hatten-Sandkrug vor allem den Langzeitausfall ihres Linkshänders Christian Schwarze verkraften.

Der Schreck sitzt den Oberliga-Handballern der HSG Schwanewede/Neuenkirchen vor dem Heimspiel gegen die TSG Hatten-Sandkrug (Sonnabend, 18 Uhr, Heideschule) immer noch in den Gliedern: Ihr Linkshänder Christian Schwarze fällt mit dem mittlerweile dritten Kreuzbandriss für eine ganz lange Zeit, wenn nicht sogar für immer, aus.

Geschockter Schomann

„Das ist das Schlimmste, was ihm passieren konnte. Wir sind davon noch ganz betroffen“, ist Schwanewedes Trainer Henning Schomann von der Diagnose entsetzt. „Blacky“ Schwarze war am vergangenen Sonnabend beim 35:27-Erfolg in Habenhausen in der ersten Hälfte in der Luft attackiert worden, danach unglücklich gelandet und umgeknickt.

Dabei hat es bei ihm das Kreuzband im zuletzt operierten rechten Knie erneut erwischt. Ob der rechte Rückraumspieler in Zukunft wieder den Ball in die Hand nehmen wird, muss nach seinem insgesamt dritten Kreuzbandriss (zweimal rechts, einmal links) abgewartet werden.

Problematisch wird die Verletzung für die „Schwäne“ auf jeden Fall, da sie in der kommenden Saison mit Kolja Pietsch (Auslandsaufenthalt), Dennis Bolz (Trainer in Friedrichsfehn) und eben den zumindest länger verletzten Christian Schwarze auf einen Schlag drei Linkshänder verlieren.

Mit einem Schmalspurkader muss die HSG Schwanewede/Neuenkirchen vermutlich am morgigen Sonnabend gegen die TSG Hatten-Sandkrug antreten. Während Matthias Ruckh mit einem Muskelfaserriss im Oberschenkel noch geschont wird, ist es außerdem fraglich, ob der beruflich stark eingespannte Jens Wienöbst rechtzeitig aus Köln anreisen kann. Bei Lukas Feller und Niko Ahrens hofft der Coach dagegen darauf, dass sie ihren Urlaub für das Spiel kurz unterbrechen und ebenfalls anreisen können.

„Hatten wird gegen uns nach der in letzter Sekunde erlittenen Hinspielniederlage und der jüngsten Heimniederlage gegen Grambke gleich doppelt heiß sein“, vermutet Henning Schomann. „Wir wollen aber unseren guten fünften Platz verteidigen und die Chance auf den vierten Rang weiter im Blick behalten. Unserem Anspruch nach handelt es sich daher um eine Pflichtaufgabe.“

Perspektiven verschoben

Der überraschende 29:28-Erfolg des SV Grambke-Oslebshausen in Hatten hat die Perspektiven der gelb-blauen Akteure dagegen im Kampf um den Klassenerhalt gewaltig verschoben. Vor dem Heimspiel am morgigen Sonnabend um 18 Uhr in der Sperberstraße gegen die SG Achim/Baden ist es auf einmal der wieder auf den viertletzten Platz vorgerückte SV Grambke-Oslebshausen, der gegenüber der pluspunktegleichen HSG Bützfleth/Drochtersen über die besseren Karten im Kampf um den Klassenerhalt verfügt.

Auch wenn die Niedersachsen 45 Tore mehr geworfen haben und daher bei Punktgleichheit etwas mehr in die Waagschale werfen können, hat der SVGO noch zwei Spiele und damit zwei Chancen mehr vor der Brust.

Die Bützflether hatten nämlich zuletzt eine ganz wichtige Heimpartie gegen den Elsflether TB mit 27:29 Toren glatt versemmelt. Mit dem TSV Bremervörde und dem TV Bissendorf-Holte stehen sie noch vor zwei hohe Hürden aus dem oberen Tabellendrittel. Das Gastspiel beim zuletzt zumindest zu Hause aufstrebenden Schlusslicht VfL Fredenbeck II hat obendrein Derby-Charakter.

Machbare Aufgabe

„Wir müssen noch zwei Spiele für uns entscheiden, dann könnten wir den Klassenerhalt schaffen. Machbar ist es“, glaubt Grambkes Trainer Gerd Anton an die Chance. Neben den schweren Partien gegen Achim/Baden und beim heimstarken TV Cloppenburg könnten die Heimaufgaben gegen den Vorletzten ATSV Habenhausen II und den TV Neerstedt zu den hoffnungsvollen Spielen zählen.

Und selbst im finalen Nordderby gegen die HSG Schwanewede/Neuenkirchen ist gewiss nichts unmöglich. Gegen die SG Achim/Baden wird dem Gastgeber morgen allerdings mit Sebastian Rabe, Malo Rosemeier, Marcel Hägermann und Convan Klamkormjitt verletzungsbedingt gleich ein Quartett fehlen. Der sehr abwehrstarke Till Tietje (Praktikum in Düsseldorf) steht dem Team sogar bis zum Saisonende nicht mehr zur Verfügung. Also muss es diesmal beim SV Grambke-Oslebshausen vermutlich ein Kader von sieben Feldspielern richten.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+