Fußball-Oberliga Niedersachsen - TSV Ottersberg Lars Behrens und Gilmar stürmen endlich Seite an Seite

Ottersberg. Endlich können sie gemeinsam Tore bejubeln! In der Fußball-Oberliga Niedersachsen Ost mussten 26 Spieltage vergehen, ehe Trainer Axel Sammrey seine Wunschstürmer mit der Startelf des TSV Ottersberg auflaufen lassen konnte.
18.05.2010, 22:24
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Von Ehrhard Müller

Ottersberg. Endlich können sie gemeinsam Tore bejubeln! In der Fußball-Oberliga Niedersachsen Ost mussten 26 Spieltage vergehen, ehe Trainer Axel Sammrey seine Wunschstürmer mit der Startelf des TSV Ottersberg auflaufen lassen konnte. Während der Brasilianer Gilmar erst im Winter aus Südamerika zurückgekehrt war und seinen ersten Saisoneinsatz am 14. März bei der 1:2-Auswärtsniederlage gegen Güldenstern Stade verzeichnete, lag Kapitän und Torjäger Lars Behrens von Anfang November bis Mitte April wegen einer hartnäckigen Leistenverletzung fünf Monate auf Eis.

Neuerdings stürmen der Brasilianer und der Bremer Seite an Seite, in einem 4-4-2-System mit einer Mittelfeldraute bot Sammrey sie beim 2:2 gegen Hansa Lüneburg und beim 4:0 gegen den BSV Ölper als Spitzen auf - seitdem blickt der Trainer den vier noch ausstehenden Saisonspielen mit einer gesteigerten Erwartungshaltung entgegen. 'So kann es weitergehen', stellt Sammrey zufrieden fest. Während der lange unter Ladehemmung leidende Gilmar zuletzt drei Tore in vier Spielen erzielen konnte, traf Behrens seit seiner Genesung vier Mal. Er hatte zunächst fünf Kurzeinsätze absolviert, ehe er am Donnerstag vergangener Woche erstmals wieder in die Startformation zurückkehrte.

Im Hinblick auf das heutige Heimspiel gegen die mit einem anderen Trainer und fünf neuen Spielern in die Rückrunde gestartete und seitdem das Feld von hinten aufrollende SVG Göttingen (sechs Siege, fünf Unentschieden und eine Niederlage) ist Sammrey aber möglicherweise schon wieder gezwungen, sein erfolgreiches Sturmduo auseinanderzureißen. Behrens hat sich einen grippalen Infekt eingefangen und konnte sich nicht am Montag-Training beteiligen. Sein Einsatz gegen die Göttinger Aufholjäger (Anpfiff um 19.30 Uhr), die im vergangenen Monat auch Spitzenreiter Eintracht Braunschweig II (2:0) und den Tabellenvierten SV Drochtersen/Assel (2:1) in Heimspielen geschlagen haben, ist nicht gesichert.

Örün zieht's nach Hamburg

Wichtiger ist für Sammrey jedoch, dass er auch in der kommenden Saison auf die Sturmpartner Gilmar und Behrens setzen kann. Beide haben ihren Verbleib beim TSV Ottersberg bereits signalisiert. 'Wir sind so weit, dass wir vom ersten Tag der neuen Saison an mit ihnen planen', teilte Sammrey am Mittwoch mit. Das ist vor allem im Fall von Gilmar beruhigend. Er kann sich im anstehenden Sommer die Reise und deren Kosten nach Brasilien sparen, um sich das behördliche O.K. für einen weiteren Deutschland-Aufenthalt geben zu lassen. Der gebürtige Brasilianer besitzt inzwischen einen portugisischen Pass, der ihm den Status des EU-Ausländers verleiht. Damit ist gewähleistet, dass Gilmar gleich am ersten Tag in die Vorbereitung auf die Saison 2010/11 einsteigen kann. Sie beginnt übrigens am 30. Juni, dann erwartet Sammrey seine Schützlinge zum ersten Training nach vier Wochen Sommerpause.

Erdinc Örün, ein weiterer Stürmer des TSV Ottersberg, wird dann nicht mehr auf dem Wümme-Sportplatz schwitzen. Er hat mitgeteilt, dass er den TSV Ottersberg noch in diesem Monat in Richtung Hamburg verlassen wird. 'Eddy' ist quasi der Leidtragende des Behrens-Comebacks. Seitdem der Kapitän wieder mit der ersten Elf aufläuft, ist Örün nur noch zweite Wahl. In Lüneburg kam er für 17 Minuten zum Einsatz und gegen Braunschweig-Ölper immerhin für eine gute halbe Stunde, in der er prompt sein siebtes Saisontor schießen konnte.

Weitere Spieler bieten sich derzeit nicht zwingend für die Spitzen-Positionen des TSV Ottersberg an. Sebastian Koltonowski ist nach einem Verkehrsunfall gerade wieder ins Lauftraining eingestiegen (und überdies wertvoller fürs Mittelfeld), der in Ottersberg noch auf seinen endgültigen Durchbruch wartende Ömer Aktas tut sich als Stürmer immer wieder schwer (Sammrey: 'Ich bin zu der Erkenntnis gekommen, Ömer ist im Mittelfeld besser aufgehoben'), und Sherief El-Shafie kann seine Anfälligkeit für Verletzungen nicht ablegen. Er kam erst in drei der bisherigen 28 Saisonspiele zum Zug, sein letzter Einsatz ist vom 6. Dezember datiert.

In der zukünftig eingleisigen Oberliga Niedersachsen will auch Iman Bi-Ria für den bereits qualifizierten TSV Ottersberg stürmen, der 18-malige Saisontorschütze des Bezirksoberligisten TB Uphusen ist gerade als Neuzgang gemeldet worden (wir berichteten). Zugleich zieht Sammrey die Möglichkeit in Betracht, künftig wieder mit drei Spitzen angreifen zu lassen, er hat in der Vergangenheit schon mehrfach ein 4-4-3-System praktizieren lassen. Sammrey: 'Ob dieses Modell eine Zukunft haben wird, muss die Saisonvorbereitung zeigen.'

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