42. Silvesterlauf in Fahrenhorst

Erfolgreiches Rennen zum Jahresabschluss

Überraschungssiege, neue Bestzeiten und spannende Läufe bot der 42. Silvesterlauf in Fahrenhorst. Die Organistoren des LC Hansa Stuhr sehen aber auch noch Luft nach oben.
02.01.2019, 06:36
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Von Niklas Golitschek
Erfolgreiches Rennen zum Jahresabschluss

Hunderte von Läufern ließen das Jahr 2018 auf dem Sportplatz in Fahrenhorst ausklingen.

Jonas Kako

Die Kinder auf dem Sportplatz in Fahrenhorst wurden schon ganz hibbelig, als Juraj Sivulka, Lehrer an der KGS Moordeich und Moderator des 42. Silvesterlaufs des LC Hansa Stuhr, am Mikrofon den Countdown anstimmte. Schließlich war es das erste Mal, dass der ausrichtende LCH auch einen Lauf über 2,7 Kilometer für die jüngeren Startinnen und Starter anbot.

Und für das erste Mal sah dieser Durchgang, der gleichzeitig den Silvesterlauf eröffnete, ganz passabel aus. 24 Athleten, überwiegend Kinder der U14 oder jünger ließen es sich nicht nehmen, sich zum Jahresabschluss noch einmal ausgiebig die Beine zu vertreten.

Der Schwerpunkt der Veranstaltung lag freilich auf den längeren Strecken. Auf der Langdistanz über 13,5 Kilometer gab es einmal mehr kein Vorbeikommen an LCH-Läufer Oliver Sebrantke. Mit seiner Zeit von 50:12 Minuten hängte er seine Konkurrenten deutlich ab und führte das Spitzenfeld mit einem Vorsprung von fast vier Minuten an. Hinter ihm folgten Jens Weischenberg (LC93 Delmenhorst, 54:06 Min.) und Thorsten Glatthor (TSV Schwarme, 54:28 Min.). „Das war die ganze Zeit sicher“, bilanzierte Sebrantke, der an der Spitze des gemeinsamen Starterfeldes über 9,5 und 13,5 Kilometer beginnen durfte. Letzten Endes sei es für ihn ein besseres Training gewesen, um nach seinem Sturz wieder sicherer zu werden. Immerhin steht bald die Vorbereitung auf die kommende Saison an, in der Sebrantke wieder durchstarten möchte. Und auch wenn er sich etwas mehr Konkurrenz gewünscht hätte, zog er ein positives Fazit: „Das war ein schöner Jahresabschluss.“ In der Frauenkonkurrenz lief Janina Heyn vom ATS Buntentor mit einer Zeit von 59:44 Minuten aufs Podest. Mit Martina Kosfka (Tri-Wölfe Stuhr, 1:00:25 Std.) und Dörthe Krumsieg (LC Hansa Stuhr, 1:11:41 Std.) folgten ihr zwei Lokalmatadorinnen auf das selbige.

Ein verblüffter Mario Lawendel

Einen Überraschungssieger beglückwünschte LCH-Vorsitzender Lutz Tappert dagegen über 9,5 Kilometer. Der für den HSP Münster startende Frederik Töpel verwies Mario Lawendel (LC Hansa Stuhr) und Horst Wittmershaus (SC Weyhe) auf die weiteren Ränge. „Ich dachte bis Kilometer sechs, Horst und ich machen das unter uns“, meinte ein verblüffter Mario Lawendel. Und auch Töpel selber wirkte ob seines Erfolges überrascht. „Ich dachte, ich wäre abgeschlagen“, räumte er ein. Doch ab Kilometer acht sah er plötzlich das Spitzenduo und merkte, dass er noch Energie in den Beinen hatte. Auf den letzten Kilometern ergalisierte der Münsteraner einen Rückstand von 200 Metern und lief noch einen Vorsprung von drei Sekunden heraus. Seine Zeit: 33:57 Minuten. „Ich wusste nicht, was die anderen für ein Finish haben. Ich habe alles auf eine Karte gesetzt“, meinte der glückliche Sieger.

Bei den Frauen setzte sich über diese Distanz Sophie-Marie Kohlhase (LG Kreis Verden) mit einem fast anderthalbminütigen Vorsprung vor der Weyherin Imme Menges durch. Nach 40:28 Minuten überquerte sie die Ziellinie. „Das war sehr gut“, bilanzierte Kohlhase; immerhin beendete sie ihre Lauf rund drei Minuten schneller als noch im Vorjahr. Dabei lief zunächst nicht alles Plan: Eigentlich wollte sie gemeinsam mit Trainer Uwe Cordes laufen, verlor diesen aber bereits nach einem Kilometer aus den Augen. „Das hat mich zunächst verwirrt“, schilderte Kohlhase. Ein Blick auf die Uhr bestätigte sie dann jedoch – sie lag im Soll. „Danach bin ich entspannt durchgelaufen und habe mir keinen Kopf um die Platzierung gemacht“, sagte sie.

Da war der Lauf des Teamkollegen Moritz Schaller schon mehr Kopfsache. Denn echte Konkurrenz hatte er auf der Strecke von 4,5 Kilometern nicht. „Ich hatte nach einem Kilometer niemanden mehr hinter mir. Da läuft man gegen sich selbst; und das ist dann am schwierigsten“, erzählte er. Nach 15:37 Minuten kam er vor Marc Krensellack (ATS Buntentor, 17:11 Min.) ins Ziel. Die LGKV verbuchte mit ihrem großen Aufgebot ohnehin zahlreiche Podestplätze über die verschiedenen Distanzen und in den Altersklassen. Sie gehört zum Silvesterlauf schon fast wie der Silvesterlauf selbst zu Fahrenhorst. „Wir sind immer hier. Für mich ist das Tradition seit 30 Jahren“, bestätigte Trainer Uwe Cordes.

Weitgehend reibungslos

Weitgehend reibungslos verlief der Silvesterlauf auch für das Organisationsteam des LC Hansa Stuhr um Stefan True. „Es gab ein, zwei vertauschte Startnummern“, berichtete er und schmunzelte. Doch das Wetter hielt und die Strecke war nach einhelliger Meinung aller Teilnehmer deutlich angenehmer zu laufen als im Vorjahr – was in Teilen auch die besseren Zeiten erklären dürfte. „Die Teilnehmerzahl ist noch ausbaufähig“, bilanzierte True. Mit mehr als 80 Nachmeldungen zählte der LCH exakt 400 Starter, man habe allerdings eher auf 450 gehofft. Doch von der größten Hürde für die Organisatoren bekamen die meisten Athleten gar nichts mit: „Wir hatten anfangs keine Schlüssel für den Platz. Die waren nicht da, wo sie sein sollten. Da mussten wir hinterherlaufen. Das war umständlich.“

Weitere Ergebnisse der LGKV-Läufer gibt es im Internet unter www.lgkv.de.

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