Leichtathletik

Drei Titel für Jannick Voß

Jannick Voß vom LC Hansa Stuhr hat sich bei den Leichtathletik-Landesmeisterschaften in formidabler Form präsentiert und drei Titel geholt.
22.09.2020, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Drei Titel für Jannick Voß
Von Jannis Klimburg

Überschattet wurden die Leichtathletik-Landesmeisterschaften von der Corona-Pandemie. Die Meldezahlen waren zunächst erfreulich, letztlich traten dann aber viele Athleten nicht an, weil die Zahl der Infizierten in einigen Kreisen wieder extrem angestiegen waren. Dennoch machten der LC Hansa Stuhr, FTSV Jahn Brinkum und TSV Asendorf das Beste aus der Situation und heimsten einige bemerkenswerte Erfolge ein.

So präsentierte sich zum Beispiel Jannick Voß vom LC Hansa Stuhr in prächtiger Form. Der erste Wettbewerb war der Speerwurf. Es genügten ihm 58,86 Meter für den Titel, die 60-Meter-Marke verfehlte er damit nur knapp. Im folgenden Diskuswurf legte Voß drei Fehlversuche vor. Das Kampfgericht wollte ihn daraufhin vom Endkampf ausschließen, obwohl nur zwei Athleten angetreten waren. „Das Kampfgericht korrigierte dann die falsche Entscheidung“, berichtete Stuhrs Trainer Buchwald. Sein Versuch war dann auch ungültig, die Spannung stieg. Im vorletzten Versuch warf er dann 39,34 Meter, was gleichzeitig den Titel bedeutete. Beim Kugelstoßen war Voß wieder allein mit Eike Begmann im Wettbewerb. Hier steigerte er sich auf 14,53 Meter im sechsten Versuch – persönliche Bestleistung und der Titel.

Ein weiterer Titel mit 50 Prozent Hansa-Beteiligung war die 4x100-Meter-Staffel der U20. „Bedauerlicherweise hatten hier mehrere Staffeln die Meldung zurückgezogen“, meinte Buchwald. Die StG Hansa-Oldenburg-Gnarrenburg mit Elvio Kremming an Position zwei und Lasse Pixberg an drei wäre an dem Tag aber kaum zu schlagen gewesen. Buchwald: „42,88 Sekunden sind auch national hervorragend.“ Dagegen war die U18-Staffel der Startgemeinschaft zu 100 Prozent mit Hansa-Athleten belegt. Marius Nüssle, Bent Johnßen, Fynn Klinke und Niels Polle liefen gute 46,67 Sekunden und erreichten damit den vierten Platz.

Mehrere gute Platzierungen rundeten die erfreulichen Leistungen des LC Hansa Stuhr ab. Marius Nüssle (U18) sprang im Weitsprung mit 5,91 Metern eine neue persönliche Bestleistung und belegte Platz sieben. Noch besser lief es über die 100 Meter. Im Endlauf gab es mit 11,76 Sekunden eine weitere persönliche Bestleistung und Platz sechs. Fynn Klinke (U18) gab über 400 Meter alles und erreichte den vierten Platz in 54,59 Sekunden. Lea Jerkovic (U20) zeigte eine aufsteigende Tendenz. Über die 800-Meter-Distanz konnte sie erst auf den letzten 250 Meter dem Tempo nicht mehr folgen – Platz vier in 2:20,78 Minuten. Auch Elvio Kremming (U20) zeigte zum Saisonende eine starke Form. Im Endlauf kam er auf eine Zeit von 11,40 Sekunden und wurde damit Vierter. Bent Johnßen (U18) erlebte über die 800 Meter einen typischen Meisterschaftslauf. Nach 500 Metern hatte er das Nachsehen und landete auf Platz zehn.

Der FTSV Jahn Brinkum war mit zwei Athletinnen vertreten. „Der Wettkampf verlief jedoch etwas anders, als von uns geplant“, meinte Coach Klaus Lange. Der Verein hatte Samira Heygster bei den älteren Mädchen U18 über 100 und 200 Meter gemeldet. „Sie brachte jedoch aus Hannover eine leichte Muskelverletzung im Adduktorenbereich mit, die eigentlich abgeklungen war“, berichtete Lange. Vorsorglich konzentrierte sich Heygster nur auf die 200 Meter, wo sie eine Zeit von 26,39 Sekunden erreichte und damit auf Platz sechs landete. Die alte Verletzung sei nach 100 Metern wieder aufgetreten, so Lange. In der U20-Gruppe ging Fenja Schäfer an den Start und überzeugte über die 100 und 200 Meter mit Zeiten von 12,43 beziehungsweise 26,17 Sekunden. Diese brachten ihr den dritten und fünften Platz ein.

Obwohl sich Aaron Purschwitz vom TSV Asendorf für mehrere Disziplinen qualifiziert hatte, ging er nur im Dreisprung an den Start. Und das mit sehr gutem Erfolg. Platz fünf bei den zum Teil zwei Jahre älteren Konkurrenten. Er steigerte sich im letzten Versuch auf beachtliche 12,11 Meter. Leonie Schmidt ging bei der WU18 über 100 Meter Hürden und im Dreisprung an den Start. „Leider hatte sie Anfang der Woche einen Sturz im Training über die Hürden, sodass doch ein wenig Angst mitlief und ein doch noch leicht geschwollenes Knie“, berichtete Trainerin Ute Schröder. Dafür waren die Leistungen dann noch hoch anzurechnen. Platz sieben im Dreisprung mit 9,31 Metern und Rang acht im Hürdenlauf.

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