FC Worpswede verpasst TSV Dörverden eine 6:1-Packung / Rasmus Berger der Mann des Spiels Leichtfüßig und torhungrig

Die Begegnung des FC Worpswede gegen den TSV Dörverden in der Fußball-Bezirksliga 3 wurde zur Rasmus-Berger-Show: Worpswedes Mann auf der linken Außenbahn erzielte drei Treffer selbst, wodurch er sein Torkonto in der laufenden Saison auf neun erhöhte, und war an drei weiteren in der Entstehung beteiligt. Das gestrige 6:1 (3:1) der Weyerberg-Elf ließ keinen Vergleich zum letzten Aufeinandertreffen der beiden Clubs vor fünf Monaten zu, als das Team aus dem Kreis Verden etwas glücklich mit 3:2 gewonnen hatte.
07.11.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Die Begegnung des FC Worpswede gegen den TSV Dörverden in der Fußball-Bezirksliga 3 wurde zur Rasmus-Berger-Show: Worpswedes Mann auf der linken Außenbahn erzielte drei Treffer selbst, wodurch er sein Torkonto in der laufenden Saison auf neun erhöhte, und war an drei weiteren in der Entstehung beteiligt. Das gestrige 6:1 (3:1) der Weyerberg-Elf ließ keinen Vergleich zum letzten Aufeinandertreffen der beiden Clubs vor fünf Monaten zu, als das Team aus dem Kreis Verden etwas glücklich mit 3:2 gewonnen hatte.

Von Thomas Müller

Worpswede. Bis zur 40. Spielminute sah es noch nicht nach einem Kantersieg des FC Worpswede aus, der mehr Ballbesitz verzeichnete, sich gegen die tief stehenden Gäste aber zunächst im Torabschluss schwer tat. Rasmus Berger, der 31-jährige Linksfuß des FC Worpswede, hatte zwar den Freistoß vors Dörverdener Tor geschlagen, den Lamine Diomande zum 1:0 (17.) für die Gastgeber einköpfte. Doch Worpswedes Innenverteidiger war es auch, der eine knappe Viertelstunde später mit einem Foul den Gästen einen Freistoß bescherte, den Jan-Hendrik Rippe mit einem satten Schuss zum Ausgleich nutzte.

"Dieses Tor hat uns Selbstvertrauen gegeben, obwohl Worpswede uns spielerisch klar überlegen war", hoffte Dörverdens Trainer André Koopmann zwischenzeitlich auf ein erträgliches Ergebnis für seine Elf. In der Tat offenbarte der FC Worpswede immer wieder mal Schwächen in der Hintermannschaft, wenn sich der Gegner nach vorn traute. "Aber dann waren wir nicht effektiv genug", trauerte Koopmann den vergebenen Chancen nach. Zunächst wusste Onur Kaya, freistehend vor Keeper Till Augsburg, nichts mit einer Linksflanke von Rippe anzufangen, weil er den Ball nicht kontrollieren konnte (37.). Fünf Minuten später traf Mirko Cordes aus spitzem Winkel nur das Außennetz. Das war es dann mit der Dörverdener Torgefährlichkeit.

Ein Worpsweder Doppelschlag vor der Pause und ein Treffer kurz nach Wiederbeginn sorgten für die Vorentscheidung. Danach liefen die Gäste Ball und Gegenspielern nur noch hinterher. "Wir haben sie müde gespielt", sah Worpswedes Trainer Carsten Huning sein Konzept alsbald voll aufgehen. Während die Worpsweder immer leichtfüßiger durch die gegnerische Hälfte spazierten, lief der Gegner wie mit Blei in den Schuhen umher.

"Wir hätten sie noch besser ausspielen und höher gewinnen müssen", war Rasmus Berger noch nicht einmal mit dem 6:1 ganz zufrieden. Mit seiner eigenen Effektivität schon. Zunächst hatte er mit einem Schrägschuss ins lange Eck für das 2:1 (40.) gesorgt, ehe Jan-Henrik Kück mit einem Heber Torwart Simon Bogutzky überwand (45.). Das war der Beginn der Worpsweder Torjagd, die Berger mit einem herrlichen Volleytreffer unter die Torlatte nach Kopfballvorlage von Kevin Taube fortführte (48.). Beim 5:1 (67.) hatte Berger von links geflankt und Mario Bolduan per Kopf vollendet. "Is' ja wie im Training", verpasste Berger dem Gegner auch noch einen verbalen Nadelstich.

Fünf Minuten später dribbelte Worpswedes Kapitän Kevin Taube um mehrere Gegenspieler herum in den Dörverdener Strafraum, wo ihn Serhat Kadah nur noch durch Foul bremsen konnte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Berger hart und platziert flach ins rechte Toreck (72.). Kurz darauf vergab der eingewechselte Stürmer Marvin Mainz noch eine Riesenchance zum 7:1, als er nach steilem Anspiel aufs Gästetor zu marschierte, doch im letzten Augenblick spitzelte ihm noch Carsten Schlosshauer den Ball vom Fuß. FCW-Coach Huning lobte nicht nur Berger, der ein starkes Spiel machte, sondern das ganze Team: "Alle haben unser System verinnerlicht. Ich kann bedenkenlos wechseln."

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