Ein Fahrer - Sechs Tage (Tag 1) "Leif ist live": Unter Strom

Sechs Tage lang rasen die Radprofis durch die ÖVB-Arena. Wie geht es den Fahrern dabei? Wie verbringen sie ihre Stunden abseits der Bahn? Der WESER-KURIER begleitet Leif Lampater durch die Sixdays.
11.01.2017, 19:29
Lesedauer: 2 Min
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Von Alexandra Knief Nico Schnurr

Sechs Tage lang rasen die Radprofis durch die ÖVB-Arena, oder besser: sechs Nächte. Tausende Menschen sehen ihnen dabei zu, aber kaum einer weiß: Wie geht es den Fahrern in dieser Zeit? Wie verbringen sie ihre Stunden abseits der Bahn? Was treibt sie an, was bedrückt sie?

Der WESER-KURIER begleitet Leif Lampater durch die Sixdays; der 34-Jährige ist Publikumsliebling und einer der erfahrensten Profis des Bremer Fahrerfeldes. Er konnte die Sixdays schon zwei Mal für sich entscheiden (2009 gemeinsam mit Erik Zabel und 2014 gemeinsam mit Wim Stroetinga). Auch in diesem Jahr zählt Leif Lampater zu den Favoriten.

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Fahrerbesprechung, 16 Uhr. Bei den Sixdays bedeutet das für die Verantwortlichen auch immer: Zeit, die Radprofis auf die Gefahren und Tücken der besonders kurzen Bremer Bahn einzuschwören. "Geht am ersten Tag nicht zu viel Risiko ein", warnt Erik Weispfennig, der Sportliche Leiter der Sixdays. Für Leif Lampater sind das keine neuen Informationen.

Weispfennig richtet seine Hinweise ganz besonders "an all die Neulinge in diesem Jahr". Lampater gehört nicht dazu, natürlich nicht. Vielleicht schlendert er deshalb als Letzter mit breitem Grinsen ganz entspannt in den Konferenzraum des Courtyard Marriott, dem Hotel der Rennfahrer.

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"Alles Routine", sagt Lampater. Er kennt die Choreografie dieses ersten Tages bei den Sixdays sehr genau. Ankommen, Massage, Fahrerbesprechung, Wiedersehen mit den anderen Fahrern, Fotoshooting, Abendessen, für Lampater ist das nichts Neues mehr. Und trotzdem: Etwas Besonderes haftet diesen sechs Nächten in Bremen an, auch für Lampater.

Eine Zeit, "wie im Tunnel"

Nach einem Trainingslager auf Mallorca sind sie sein Auftakt zu den wohl intensivsten Wochen seines Jahres: 18 Renntage in drei Wochen – Bremen ist für Lampater erst der Anfang. Auf die Sixdays folgen die Sechstagerennen in Berlin und Kopenhagen. Eine Zeit, "wie im Tunnel".

Vorher hat er noch viel Zeit mit der Familie, vor allem mit seiner zweijährigen Tochter, verbracht. Er hat auch "allles geregelt, was es sonst so zu regeln gab". Das ist Lampater wichtig – "um den Kopf frei zu haben". Denn jetzt, mit dem Ankommen in Bremen, wird das unmöglich, an Sachen denken, die nichts mit dem Rennen zu tun haben. "Ab heute stehe ich unter Strom, für Wochen", sagt Leif Lampater. Wir begleiten ihn dabei.

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