Bremen Lemke gegen WM-Neuvergabe

Bremen (mhd). Willi Lemke wünscht sich, dass die Fußball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 wie geplant in Russland und Katar stattfinden. „Wenn Katar die WM 2022 entzogen bekäme, würde das im gesamten arabischen Raum eine riesige Enttäuschung bedeuten“, sagte Lemke im Interview mit dem WESER-KURIER.
25.06.2015, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Lemke gegen WM-Neuvergabe
Von Marc Hagedorn

Willi Lemke wünscht sich, dass die Fußball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 wie geplant in Russland und Katar stattfinden. „Wenn Katar die WM 2022 entzogen bekäme, würde das im gesamten arabischen Raum eine riesige Enttäuschung bedeuten“, sagte Lemke im Interview mit dem WESER-KURIER. Lemke, der seit sieben Jahren als Sport-Sonderberater des UN-Generalsekretärs arbeitet, sagte weiter: „Wir brauchen wirklich nicht noch mehr Konflikte in unserer Welt.“

Russland die WM 2018 zu entziehen, hält Lemke ebenfalls für problematisch: „Das wäre für die Russen ein Schlag ins Gesicht. Man würde sie dadurch unheimlich provozieren, und alles, was Wladimir Putin gegen den Westen sagt, würde in den Augen seiner Landsleute noch viel glaubhafter erscheinen: Die wollen uns nicht! Die wollen uns isolieren.“

Mit Blick auf die jüngsten Skandale und den angekündigten Rücktritt von FIFA-Boss Joseph Blatter forderte Lemke einen radikalen strukturellen Wandel und personellen Wechsel an der Spitze. Blatters Nachfolger müsse „total unbescholten und integer sein“, so Lemke. „Er darf noch nicht einmal eine Mini-Leiche im Keller haben.“ Grundsätzlich traut Lemke dem DFB-Chef Wolfgang Niersbach diese Rolle zu, hält es aber für sinnvoller, wenn ein Nicht-Europäer das Amt übernimmt. Sonst hätten die kleineren Verbände Angst, dass die UEFA zu mächtig wird.

Interview Seite 19

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