Fußball-Landesliga Lesum und DJK gerettet

Da der Bremen-Liga-Absteiger TSV Grolland in der nächsten Saison aus personellen Gründen in der Bezirksliga kickt, haben Lesum-Burgdamm und die DJK Germania Blumenthal den Klassenerhalt geschafft.
01.06.2018, 17:16
Lesedauer: 4 Min
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Von Olaf Schnell

Bremen-Nord. Großer Jubel bei zwei Nordteams in der Fußball-Landesliga. Da der Bremen-Liga-Absteiger TSV Grolland in der nächsten Saison aus personellen Gründen nicht in der Landesliga, sondern wohl nur in der Bezirksliga kickt, haben nach dem SV Grohn nun auch der TSV Lesum-Burgdamm und die DJK Germania Blumenthal schon vor dem drittletzten Spieltag den Klassenerhalt geschafft. Am so nun bedeutungslosen gewordenen 28. Spieltag empfängt das DJK-Team den Sechsten SV Hemelingen und die „Heidberger“ den SC Borgfeld. Die TSV Farge-Rekum gastiert beim Achten SC Vahr Blockdiek und der SV Lemwerder beim Neuntplatzierten TV Bremen-Walle 1875 (jeweils an diesem Sonnabend). Einen Tag später möchte sich der SV Grohn daheim gegen den direkten Tabellennachbarn TS Woltmershausen beweisen.

DJK Germania Blumenthal – SV Hemelingen: Die Mannen um Trainer Abdelfattah Rhazani können nun schon frühzeitig für die Landesliga planen. Im Vorfeld der Heimpartie gegen Hemelingen haben die Nordbremer personell aber wieder große Probleme. Vielleicht sitzt Dennis Tanski auf der Ersatzbank – ihm plagt aber noch eine Sehnenreizung im Fuß. Die offensivstarken Hemelinger feierten zuletzt einen 5:3-Erfolg gegen den Fünftplatzierten TuS Komet Arsten und diesen dicken SVH-Brocken müssen die Blumenthaler erst einmal aus dem Weg räumen.

"Der Gast hat in dieser Saison aber Schwächen in den Auswärtsspielen. So haben wir vielleicht eine Siegchance", meinte Dennis Tanski. Doch das wird schwer, "weil ich froh bin, wenn ich elf bis 13 Leute für diese Begegnung zusammen bekomme. So werde ich den Kader wohl noch mit Altherren-Spieler ergänzen", berichtete DJK-Coach Abdelfattah Rhazani.

TSV Lesum-Burgdamm – SC Borgfeld: Ob nach der Rettung nun ein Erfolgserlebnis gegen den Bremen-Liga-Aufsteiger Borgfeld rausspringt, ist eher unwahrscheinlich. Im personellen Bereich sieht es laut TSV-Co-Trainer Michael Burghardt aber nicht schlecht aus. So fehlen nur Matheus Wild und Abdullah Tüfekci (beide private Gründe). "Ansonsten stehen uns auch die Jungs zur Verfügung, die gegen Farge mit von der Partie waren", berichtete Burghardt. Die Lesumer haben Respekt vor dem künftigen Bremen-Ligisten Borgfeld. "Die haben eine extrem starke Mannschaft. Gegen die ist es extrem schwer zu spielen. Wir müssen hinten sicher stehen und lange ein Gegentor verhindern" (Burghardt).

SC Vahr Blockdiek – TSV Farge-Rekum: Achtbar schlug sich der künftige Bezirksligist gegen die Lesumer aus der Affäre – und das auch in Unterzahl nach dem Seitenwechsel. Ja, hätte der TSV-Akteur Onder Tunc nicht die Rote Karte kurz vor der Pause gesehen, wäre für die Elf von Trainer Björn Reschke in diesem Nordderby gegen die „Heidberger“ bestimmt mehr möglich gewesen. "Wir können hier nun wieder locker aufspielen. Vahr ist sicherlich ein undankbarer Gegner und hat in letzter Zeit viel gewonnen. Im Hinspiel haben wir dort aber unentschieden gespielt", berichtete Björn Reschke.

Diese Punkteteilung zu wiederholen wird aus Farger Sicht allerdings sehr schwer werden, denn gleich mehrere Spieler stehen nicht zur Verfügung. Neben den gesperrten Onder Tunc fehlen Schlussmann Gero Aust, Amir Islem Cassis (beide privat verhindert), Christian Bohnhardt (Uni), Philip Bohnhardt (Zehprobleme) und Tim Otterbein (Beruf). Fraglich ist noch der Einsatz von Tim Schafranski und Yannick Möller. "Wenn wir das Hinspielergebnis wiederholen könnten, wäre das top. Wir wollen die letzten Spiele vernünftig beenden und und dann im nächsten Jahr wieder in der Bezirksliga angreifen", meinte Reschke.

TV Bremen-Walle 1875 – SV Lemwerder: Längst den Klassenerhalt hat der SV Lemwerder in der Tasche. Für die Schützlinge geht es nun darum, die begehrte 50er-Punktemarke zu erreichen. Zwei Punkte verschenkte das SVL-Team zuletzt mit dem 1:1-Unentschieden gegen SC Vahr Blockdiek. Nun können sie mit einem Dreier gegen die Stadtbremer nicht nur ihr Ziel frühzeitig erreichen, sondern vielleicht auch noch den Drittplatzierten Tura Bremen überholen. Die Turaner sind nach jetzigem Stand nur drei Zähler entfernt – also noch in Schlagdistanz. "Wir wollen nun natürlich irgendwann die 50er-Marke knacken. Eine Woche drauf hängen die Trauben gegen SFL Bremerhaven natürlich ein bisschen höher. Und im letzten Spiel gegen TSV Melchiorshausen weiß man auch nicht genau, wo für uns die Reise hingeht", meinte der SVL-Trainer Norman Stamer.

Noch eine Rechnung offen

Gegen die Waller hat Lemwerder noch eine Rechnung offen. Im Hinspiel führte das SVL-Team bereits mit 2:0, musste dann aber in der Schlussphase die drei Punkte noch dem Gegner überlassen. Die Stadtbremer haben bekanntlich ja auch den Klassenerhalt geschafft. "Man weiß natürlich nicht, was bei denen jetzt so passiert. Fällt bei ihnen nun eine Last ab und spielen sie jetzt etwas befreiter auf? Trotzdem müssen wir jetzt bei denen eine vernünftige Leistung abrufen", so Stamer. Der Gegner baut auf eine mannschaftliche Geschlossenheit. "Das haben sie bereits in dem Hinspiel gezeigt. Das macht ja auch nicht jede Mannschaft" (Stamer). Fehlen wird beim Gast Steven Holstein (Wadenverletzung, fällt bis zum Saisonende aus) und Felix Maas (Beruf).

SV Grohn – TS Woltmershausen: In Feierlaune waren die „Husaren“ nach dem Überraschungscoup bei OT Bremen. Feiern konnten die Grohner, weil sie mit diesem Erfolgserlebnis sich für eine weitere Saison die Landesliga-Zugehörigkeit sicherten. "Wir freuen uns natürlich sehr, dass wir vorzeitig den Klassenerhalt geschafft haben und wollen in der Tabelle möglichst noch ein paar Plätze nach oben klettern", hofft Grohns Trainer Torben Reiß. Dann ist durchaus möglich, ging die Formkurve der "Husaren" zuletzt doch ständig nach oben.

"Wir brechen jetzt aber noch nicht in Euphorie aus und werden erst am letzten Spiel zu Hause die Korken knallen lassen. Woltmershausen hat zuletzt auch gewonnen, dementsprechend werden die auch mit breiter Brust an den Oeversberg kommen", sagte Reiß. Fehlen wird auf Grohner Seite Tengisbold Riemeyer (Muskelfaserriss im Spiel gegen OT Bremen). Ansonsten kann der Gastgeber auf die Spieler bauen, die zuletzt sich gegen OT behaupteten. "Wir werden das genauso angehen, wie die anderen Spiele auch. Das wird ein Spiel auf Augenhöhe. Man darf nicht vergessen – das Hinspiel haben wir mit 0:8 verloren. Aber wir wollen natürlich gerne unsere Erfolgsserie noch ein bisschen ausbauen" (Reiß).

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