Die Worpswede-Auswahl mit vielen Ex-Profis schlägt die deutsche Autoren-Nationalmannschaft mit 5:4 Literaten unterliegen im Elfmeterkrimi

Auch wenn keine ausgemachten Thriller-Schreiber in Reihen des deutschen Autoren-Nationalteams stehen, spannend haben sie es gemacht. Die Schlussszene ihres Fußball-Freundschaftsspiels gegen eine prominent verstärkte Worpsweder Auswahl aber hätten sie sich sicher anders geschrieben: Nach ausgeglichenen, aber torlosen 70 Minuten siegten die Gastgeber schließlich mit 5:4 im Elfmeterschießen.
06.08.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Lars Fischer

Auch wenn keine ausgemachten Thriller-Schreiber in Reihen des deutschen Autoren-Nationalteams stehen, spannend haben sie es gemacht. Die Schlussszene ihres Fußball-Freundschaftsspiels gegen eine prominent verstärkte Worpsweder Auswahl aber hätten sie sich sicher anders geschrieben: Nach ausgeglichenen, aber torlosen 70 Minuten siegten die Gastgeber schließlich mit 5:4 im Elfmeterschießen.

Worpswede. Es war ein unbequemer Gegner, auf den die schreibenden Kicker im Stadion am Weyerberg trafen. Die Worpsweder Auswahl, die mit Vertretern aus der Verwaltung, aktiven und ehemaligen Amateur-Spielern und insgesamt sechs Ex-Werder-Profis besetzt war, war ein Gegner auf Augenhöhe. Mit Dieter Burdenski im Tor sowie Dirk Lellek, Norbert Siegmann, Rigobert Gruber und ihrem 66-jährigen Kapitän Dieter Zembski in der Viererkette boten die Hausherren einen schwer zu knackenden Abwehrriegel auf. Mangelnde Antrittsgeschwindigkeit machten die Routiniers durch Übersicht und notfalls auch durch körperliche Robustheit wett. Das Autoren-Team schlug aus seinem deutlich niedrigerem Durchschnittsalter kaum Kapital, sodass sich beide Mannschaften im Mittelfeldduellen neutralisierten und Torraumszenen Mangelware blieben. Nach knapp einer Viertelstunde spielten die Literaten endlich einmal schnell nach vorne und hatten gleich drei Einschusschancen im Sekundentakt, letztlich prallte der dritte Versuch von Nils Straatmann an den Außenpfosten.

Nach dieser Szene und dem anschließend laut zu vernehmenden Anranzer von Günter Hermann an seine Mannschaftskollegen wurden die Worpsweder aktiver. Angetrieben von Hermann als präsentem Mittelfeld-Motor ging die Auswahl jetzt etwas mehr Risiko, ohne allzu große Torgefahr auszustrahlen. Neben Robin Jung, der das Benefizspiel zugunsten des Kinder- und Jugendprojekts "Heinrich Vogeler – Kaleidoskop einer Künstlerpersönlichkeit" organisiert hatte, selber aber früh angeschlagen war und nur einige Kurzeinsätze absolvierte, war Hermann der mit Abstand auffälligste Akteur auf dem Platz.

Während beide Teams fliegend durchwechselten, spielten die Ex-Profis die beiden 35 Minuten langen Halbzeiten durch. Lediglich Gruber musste sich kurz behandeln lassen, und Burdenski machte für die zweite Hälfte das Tor für Ratsherr Stephan Kück-Luers frei. Insgesamt bleib es in der regulären Spielzeit ruhig für beide Keeper, Albert Ostermaier im Tor des Nationalteams musste nur zwei gefährliche Vorstöße von Rigobert Gruber kurz vor Halbzeit entschärfen.

Starker Günter Hermann

Die zweite Hälfte begann wie die erste mit leichtem Übergewicht für die Autoren, die jetzt Günter Hermann ein wenig besser unter Kontrolle bekamen, ihn aber trotz Doppelung nicht vollends aus dem Spiel nehmen konnten. Worpswede hatte umgestellt und Gruber in die Offensive berufen, vermochte aber nicht mehr als einige, letztlich wirkungslose Konter zu setzen.

Auch die Schlussoffensive der Literaten mit einigen Soli von Florian Merkel, der zweimal aussichtsreich zu eigensinnig agierte, verpuffte. Selbst ihr Starstürmer Moritz Rinke, der sich nach überstandener Knieverletzung für die letzten fünf Minuten selbst als Spielertrainer einwechselte, setzte keine entscheidenden Akzente mehr. Folgerichtig musste die Entscheidung vom Elfmeterpunkt fallen. Nachdem die ersten beiden Schützen Dieter Zembski und Klaus Döring vergeben hatten, brachten Rigobert Gruber, Stefan Wasser und Daniel Schausberger Worpswede schon mit 3:1 in Führung, ehe Landrat Jörg Mielke über das Tor schoss, sodass Bernd Oeljeschläger sowie Marius Hulpe doch noch ausglichen. Die tragische Figur unter den Dramatikern wurde dann Norbert Kron, dessen Schuss Worpswedes Schlussmann Stephan Kück-Luers meisterte (5:4).

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