Wirbel um Instagram-"Like"

Löw sieht bei Gündogan und Can „keine politsche Botschaft“

Mit dem Liken eines Fotos salutierender türkischer Fußballer haben die deutschen Nationalkicker Emre Can und Ilkay Gündogan für Wirbel gesorgt. Nationaltrainer Löw sieht in der Zustimmung kein poitisches Statement.
14.10.2019, 06:20
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Löw sieht bei Gündogan und Can „keine politsche Botschaft“

Ein Bild, das für Aufregung sorgte: Der Salut-Jubel einiger türlischer Nationalspieler.

Imago

Joachim Löw sieht in der Zustimmung für den Salut-Torjubel türkischer Fußball-Nationalspieler auf „keinen Fall ein politisches Statement“ seiner Spieler Ilkay Gündogan und Emre Can. „Wer beide Spieler kennt, der weiß, dass sie gegen Terror, gegen Krieg sind“, sagte der Bundestrainer nach dem 3:0 der deutschen Nationalmannschaft am Sonntagabend im EM-Qualifikationsspiel in Tallinn gegen Estland. „Beide wollten dem Spieler, mit dem sie mal zusammengespielt haben, einfach nur gratulieren“, meinte Löw.

Der 59-Jährige hatte kurz vor der Abfahrt ins Stadion erfahren, dass Gündogan und Can bei Instagram ein Foto geliked hatten, das türkische Fußballer zeigt, die nach dem Siegtor von Cenk Tosun beim 1:0 gegen Albanien mit der Hand an der Stirn salutieren. „Ich habe auch erfahren, dass beide sofort ihre Likes weggenommen haben. Das beste Statement hat Ilkay auf dem Platz gegeben mit seinem Spiel. Er hat die Mannschaft in Unterzahl hervorragend geführt im Mittelfeld.“

Gündogan erzielte beim Sieg des DFB-Teams gegen Außenseiter Estland in Unterzahl zwei Tore und bereitete das 3:0 des Leipzigers Timo Werner vor. „Wer Ilkay kennt, weiß, dass er sich vollkommen distanziert von solchen Dingen“, erklärte Löw in der Pressekonferenz nach der Partie. Die türkisch-stämmigen Nationalspieler Gündogan und Can versicherten nach dem Abpfiff nochmals, dass ihre Likes allein Tosun gegolten hätten und keine politische Botschaft darstellte.

Der türkische Verband teilte dagegen zu dem Foto mit, der Militärgruß sei den bei der „Operation Friedensquelle“ eingesetzten türkischen Soldaten gewidmet gewesen. Der Militäreinsatz richtet sich gegen die Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien und wird international verurteilt. (dpa)

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