Das Ringen um Sebastian Rabe ist von Erfolg gekrönt – und der Neue prognostiziert seiner SVGO einen Mittelfeldplatz Lohnende Hartnäckigkeit

Die Oberliga-Handballer des SV Grambke-Oslebshausen rüsten sich für die neue Saison: Viele Laufeinheiten sind bei den Gelb-Blauen zurzeit gefragt, der Ball bleibt derzeit unbeachtet im Ballnetz liegen. Einen beachtlichen Neuzugang kann der Viertletzte der vergangenen Saison derweil vermelden: Sebastian Rabe von der TSG Hatten-Sandkrug. Der halblinke Rückraumschütze war in der abgeschlossenen Saison unter den Top 14-Werfern der Liga.
02.08.2012, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Olaf Kowalzik

Die Oberliga-Handballer des SV Grambke-Oslebshausen rüsten sich für die neue Saison: Viele Laufeinheiten sind bei den Gelb-Blauen zurzeit gefragt, der Ball bleibt derzeit unbeachtet im Ballnetz liegen. Einen beachtlichen Neuzugang kann der Viertletzte der vergangenen Saison derweil vermelden: Sebastian Rabe von der TSG Hatten-Sandkrug. Der halblinke Rückraumschütze war in der abgeschlossenen Saison unter den Top 14-Werfern der Liga.

Oslebshausen. André Franke war beim Trainingsauftakt klatschnass. Nach dem 14km-Lauf durch den Bürgerpark nicht nur vom Schweiß. Mehr vom Regen, der auf den Mannschaftsführer des SV Grambke-Oslebshausen unaufhörlich niederprasselte. "Da kamen in den Klamotten zu den gefühlten acht Litern Schweiß noch einmal vier Liter Wasser hinzu", witzelte der triefende Schwarzschopf im Handball-Oberliga-Tor.

Das soll aber nicht bedeuten, dass der SVGO in der bevorstehenden Saison in der vierten Liga baden gehen wird. Auch der eisige Wind, der den Gelb-Blauen nur zwei Tage später auf der Laufarena in Gröpelingen erbarmungslos um die Ohren pfiff, soll kein Fingerzeig in Richtung Zukunft sein. Denn dafür hat sich der Fusionsklub ja schließlich einen kleinen, aber feinen Neuzugang zugelegt: Sebastian Rabe vom Ligarivalen TSG Hatten-Sandkrug.

"Der SVGO war am hartnäckigsten", lautet seine Antwort auf die Frage, weshalb es den besten Torjäger des Tabellenvierten gerade an die Sperberstraße zieht. Die Niedersachsen wollten ihren Kader umstrukturieren und hatten dem 26-Jährigen daher keinen neuen Vertrag angeboten. "Und da ich in Delmenhorst wohne, bietet sich Grambke in der Region Oldenburg-Bremen am ehesten an. Die Entfernung ist für mich ähnlich groß wie nach Hatten", sagt der Mann, der mit der TSG auch ein Jahr in der 3. Liga verbracht hatte. Zuvor waren der Oldenburger TB (drei Jahre) und die SG Bremen-Ost (ein Jahr) jeweils in der Oberliga Nordsee seine Stationen.

"Sebastian ist immer sehr motiviert und reißt gerade im Spiel Eins-gegen-Eins sehr viel", urteilt der SVGO-Coach Gerd Anton über seinen Novizen. Der kommt immerhin mit der Empfehlung von 128 Toren zum doppelten Stadtteilklub. Und bei dem hatte in der abgeschlossenen Saison wiederum nur der Linkshänder Nils Zittlosen (163 Tore) noch mehr getroffen. So gesehen lassen sich die Grambker Abgänge Patrick Buschhardt (zum Ligarivalen HSG Schwanewede/Neuenkirchen) und Dylan Breysacher (zurück nach Frankreich) durchaus verschmerzen.

Vor allem dann, wenn der Routinier Steven von Salzen-Frick nach seinen langwierigen Rückenproblemen tatsächlich wieder wie angekündigt langsam ins Training einsteigen sollte. Sebastian Ruhe hat dies nach seiner schwerwiegenden Schulterverletzung bereits getan. "Ich habe meine Hausaufgaben gemacht und fühle mich sehr gut", strahlt der linke Rückraumspieler mit den eingebauten Sprungfedern unter den Schuhen Zuversicht aus. Sein Sportarzt Dr. Karsten Wichmann hatte ihn noch einmal intensiv auf Herz und Nieren geprüft und dem 23-Jährigen dann grünes Licht gegeben. Nur, inwieweit "Wiese", wie ihn alle nennen, jetzt auch wieder in die Zweikämpfe gehen wird, muss noch abgewartet werden.

Stopfen muss der Viertletzte der vergangenen Saison auf alle Fälle ein Abwehrloch, das der Defensivstratege Till Tietje hinterlässt. Er geht im Oktober studienbedingt für ein halbes Jahr ins Ausland und wird seinem Team daher kaum zur Verfügung stehen. Dafür kehrt jedoch Malo Rosemeier von einem Auslandsaufenthalt zurück.

Für Gerd Anton heißt das, auf der Spielmacherposition mit Torben Pilger, Thies Kohrt, Malo Rosemeier, Steven von Salzen-Frick und eben auch Sebastian Rabe ("In der Jugend habe ich bei der HSG Delmenhorst immer in der Mitte gespielt") über ein variables Überangebot zu verfügen. "Wir haben in der vergangenen Saison viele gute Spiele abgeliefert. Da mir aber immer zwei, drei Leute fehlten, fehlte uns auch die Konstanz", meint Gerd Anton. "Sollte Steven wieder beißen und ’Wiese’ zu seiner Form zurückfinden, dann könnten wir in einer wesentlich stärkeren Liga trotz dreier Regelabsteiger die Klasse halten", sieht er seine Mannschaft besser besetzt als in der vergangen Saison an. Und der Neue geht noch einen Schritt weiter: "Wir werden im gesicherten Mittelfeld landen. Und ich werde meinen Teil dazu beitragen", kündigt Sebastian Rabe an.

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