Fußball

Brinkumer SV zieht in zweite Runde ein

Ein mageres 1:0 beim Bezirksligisten SV Eintracht Aumund reicht dem Bremen-Ligisten. Die Leistung lässt einige Wünsche offen.
01.09.2020, 22:08
Lesedauer: 1 Min
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Brinkumer SV zieht in zweite Runde ein
Von Jens Hoffmann
Brinkumer SV zieht in zweite Runde ein

Brinkums Siegtorschütze: Herman Mulweme (hier ein Bild vom Test gegen Twistringen).

Thorin Mentrup

Aumund. Der ambitionierte Fußball-Bremen-Ligist Brinkumer SV hat am Dienstagabend erwartungsgemäß die zweite Runde des Bremer Lotto-Pokals erreicht. Die Mannschaft von Trainer Mike Gabel setzte sich bei Bezirksliga-Aufsteiger SV Eintracht Aumund allerdings nur mit 1:0 (1:0) durch. Den entscheidenden Treffer markierte Herman Mulweme fünf Minuten vor der Pause.

Insgesamt war sicherlich mehr drin für die Gäste, die ihre unbestrittene spielerische Dominanz allerdings nicht so effektiv nutzten, wie erhofft. So verpassten Mohamad Imad Taha (9.), Herman Mulweme (20.) und Jonas Knüppel (29.) eine zeitige Führung. Schließlich schien Mert Bicakci Versäumtes nachzuholen, aber seinem Treffer wurde die Anerkennung verweigert (35.). Mulweme hatte zuvor ein Foulspiel begangen, so sah es zumindest Schiedsrichter Tobias Manasco.

Und dann passierte beinahe das, was solche Spiele und Spielverläufe häufiger kennzeichnet: Der unterlegene Außenseiter geht in Führung. Im konkreten Fall wäre Ricardo Willenbrock beinahe mit einem Freistoß von der Strafraumgrenze für die wackeren Aumunder erfolgreich gewesen. Sein Versuch strich knapp am BSV-Gehäuse vorbei (40.). Dieser Schuss schien eine Art Weckruf für die Gäste zu sein, denn postwendend waren sie es, denen das 1:0 gelang. Die Flanke von Jost-Eike Behrens streichelte Mulweme dabei förmlich über die Linie. Er berührte den Ball kaum, dafür aber entscheidend.

Nach dem Wechsel mühten sich die Brinkumer vergebens, den Vorsprung auszubauen. Alleine Torschütze Mulweme hätte gleich mehrfach für das beruhigende 2:0 sorgen können. Er tat es aber nicht. Deshalb blieb die Partie spannend, wenngleich es die Hausherren vor allem mit langen Bällen probierten, dabei jedoch keine wirkliche Torgefahr erzeugten. Kämpferisch überzeugten sie aber vollends. Das erkannte auch BSV-Coach Mike Gabel gerne an. Er sprach ein „Lob an Aumund“ aus. Mit der eigenen Mannschaft war er dagegen nicht wirklich zufrieden: „Das war mehr ein Krampf“, sagte er und wollte in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt lassen, dass „das nicht unser Anspruch ist“. Immerhin: Die zweite Pokalrunde ist erreicht. Das war an diesem Abend für Brinkum die wichtigste, weil entscheidende Erkenntnis.

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