Handball-Oberligist HSG Schwanewede/Neuenkirchen besiegt TSG Hatten-Sandkrug 26:23 Lukas Feller neunfacher Torschütze

Schwanewede. Eine gute Viertelstunde brauchten sie, um die Bremse im Kopf zu lösen. Dann aber fanden die Spieler der HSG Schwanewede/Neuenkirchen die Spur, die sie zum ersten Saisonsieg in der Handball-Oberliga Nordsee führte.
19.09.2016, 00:00
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Von Klaus Grunewald

Schwanewede. Eine gute Viertelstunde brauchten sie, um die Bremse im Kopf zu lösen. Dann aber fanden die Spieler der HSG Schwanewede/Neuenkirchen die Spur, die sie zum ersten Saisonsieg in der Handball-Oberliga Nordsee führte. Rund 250 Zuschauer sahen am Freitagabend in der Heidehalle einen 26:23-Erfolg der Sahneschnitten, der sicherer ausfiel, als das Endergebnis vermuten lässt.

HSG-Coach Andreas Szwalkiewicz hatte seine Schützlinge auf ein Geduldsspiel eingestimmt. Schließlich weiß er um die Stärke der besten sechs Feldakteure des Teams aus dem Oldenburger Süden, deren Kräfte freilich mit zunehmender Spieldauer nachlassen, wenn der Gegner das Tempo hochhält. Und die „Schwäne“ konnten nicht nur die besser besetzte „Bank“, sondern auch die im Durchschnitt jüngeren Spieler aufbieten.

So trat ein, was sich Szwalkiewicz erhofft hatte. Mit einem Zwischenspurt zog seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit innerhalb von acht Minuten von 15:14 auf 21:14 (46.) davon. Damit legte sie nach der 16:25-Auftaktpleite beim Meisterschaftsanwärter HSG Barnstorf/Diepholz den Grundstein für den ersten Sieg im zweiten Spiel der neuen Saison.

Großen Anteil am Heimerfog hatte zweifellos Lukas Feller, dessen Mitwirken verletzungsbedingt fraglich gewesen war. In der Heidehalle merkte man dem 20-jährigen Schwaneweder Eigengewächs, das im Rückraum auf beiden Seiten wirbelte, eine Beeinträchtigung allerdings nicht mehr an: Feller erzielte neun der 26 HSG-Tore und damit genau so viele wie Sandkrugs Spielmacher Robert Langner.

Feller sorgte in der ersten Spielminute auch für die 1:0-Führung der Gastgeber, die anschließend aber schnell in Rückstand gerieten und nur langsam Tritt fassen konnten. Andreas Szwalkiewicz: „Anfangs spukte die Niederlage von Barnstorf noch in den Köpfen meiner Spieler.“ Bis zum Halbzeitpfiff aber hatten die „Schwäne“ den Spuk vertrieben und führten knapp mit 12:11.

Im zweiten Durchgang wurde schnell deutlich, dass die Auswechselspieler der TSG Hatten-Sandkrug nicht die Qualität der ersten Garnitur besitzen. Die Gastgeber bauten ihren knappen Vorsprung nach dem Wiederanpfiff schnell auf 15:11 aus, ließen die Gäste zwar noch einmal auf 15:14 herankommen (38.), bogen dann aber mit einem fulminanten Zwischenspurt auf die Siegerstraße ein. Auch weil Andreas Szwalciewicz frische Kräfte sogar von der Tribüne holte, um sie einzuwechseln. So in der 40. Minute den ehemaligen A-Junioren-Spieler Marc Blum (19), der prompt noch zwei Treffer markierte.

Doch als die Sahneschnitten auf einem klaren Sieg zusteuerten und sieben Minuten vor Schluss mit 23:17 in Front lagen, nahmen sie sich selbst den Wind aus den Segeln. Zwar warfen die Oldenburger noch einmal alles in die Waagschale und stellten auf offensive Deckung um. Doch Szwalciewicz ärgerte sich nach eigenen Worten über ein zu passives Auftreten seiner Schützlinge in der Schlussphase. Immerhin habe er nun bei der nächsten Trainingseinheit ein wichtiges Gesprächsthema, tröstete sich der HSG-Coach. Zumal auch für ihn unter dem Strich der letztlich verdiente 26:23-Sieg zählt.

Am kommenden Sonnabend muss die HSG Schwanewede/Neuenkirchen bei der SG Achim/Baden antreten.

„Anfangs spukte die Niederlage von Barnstorf in den Köpfen meiner Spieler.“ HSG-Trainer Andreas Szwalkiewicz
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