Korbball-Bundesliga Nord

Magere Ausbeute

Der zweite Spieltag in der Korbball-Bundesliga Nord verlief für die Mannschaften aus dem Landkreis Diepholz eher schleppend. Nur der TSV Barrien und der TSV Heiligenrode punkteten in den Derbys.
01.10.2018, 16:30
Lesedauer: 4 Min
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Von Christine Leska-Ottensmann

Brake/Landkreis Diepholz. Kurios verlief der zweite Spieltag in der Korbball-Bundesliga Nord: Die vier Mannschaften aus dem Landkreis Diepholz konnten gegen die Teams von außerhalb nicht einen einzigen Zähler einfahren. Lediglich in den Derbys punkteten der TSV Barrien und der TSV Heiligenrode.

TuS Sudweyhe - TB Stöcken 1:5 (1:2). "Das ist eher ein Fußballergebnis", sagte Sudweyhes Trainerin Andrea Bothmer kopfschüttelnd. Zunächst dachte sie sich nichts dabei, als ihre Schützlinge den Ball nicht im Korb unterbringen konnten. „Wir haben ja öfter mal Anlaufschwierigkeiten", erklärte Bothmer. Doch ihre Hoffnungen, dass sich diese Probleme bald legen, erfüllten sich nicht. "Wir hatten so viele Randtreffer. Das war sehr unglücklich", befand die TuS-Trainerin. Die Tatsache, dass ihre Mannschaft nur zu siebt antreten konnte – unter anderem fehlt immer noch Korbjägerin Sandra Nolte – wollte sie nicht als Ausrede gelten lassen.

Oldenbroker TV - TuS Sudweyhe 9:7 (2:6). Das Pech und Unvermögen beim Korbwurf setzte sich in der zweiten Partie fort. „Entweder haben wir auf den Rand oder sogar daneben geworfen. Mit jeder verpassten Chance sind meine Mädels unsicherer geworden. Das wird dann ja irgendwann eine mentale Sache“, wusste Bothmer. Zur Pause stand es bereits 2:6. „Immerhin haben wir uns dann in der zweiten Halbzeit warmgeworfen und eingeschossen“, freute sich die Trainerin. Das 6:9 fiel vier Minuten vor Schluss. Mehr als das 7:9 und ein vergebener Konter war aber nicht mehr drin. „Insgesamt hatten wir heute einen ganz schlechten Tag“, bilanzierte Andrea Bothmer und ergänzte: „Diesen muss ich meinen Mädels aber auch zugestehen. Schließlich haben wir eine ganz junge Truppe, die in dieser Konstellation noch nicht lange zusammenspielt.“

TSV Barrien - TSG Seckenhausen-Fahrenhorst 10:4 (5:1). Nach den blutleeren Auftritten am ersten Spieltag waren die Barrierinnen hochmotiviert. „Wir wollten unbedingt, ohne Wenn und Aber, eine positive Reaktion zeigen. Das ist uns gegen Seckenhausen eindrucksvoll gelungen“, freute sich TSV-Trainer Manfred Otto über die Leistung seiner Mannschaft. „Sehr couragiert und mit viel Kampfgeist“ nahmen seine Schützlinge mit Spielbeginn das Heft des Handelns in die Hand und diktierten das Geschehen auf der Spielfläche. „Da wir auch während der zweiten 20 Minuten nicht nachließen und weiter hungrig waren, konnten wir den Halbzeitstand weiter ausbauen und verdient gewinnen“, resümierte der TSV-Coach. Sein Trainerpendant Camilla Hahn war mit dem Auftritt ihres Teams natürlich nicht zufrieden. „Wir wollten ganz viel, haben aber wenig dafür getan“, ärgerte sie sich nach der Partie. Auch TSG-Spielerin Luise Budig hatte eine klare Meinung: „Das war ein Spiel zum Vergessen. Alles wirkte plan- und kopflos. Camillas Ansage hat zwar kurzzeitige Besserung gebracht, aber schon bald sind wir wieder in unser altes Verhalten zurückgefallen: Ungenaue Würfe, fehlende Pfiffigkeit und hängende Köpfe zogen sich durch das gesamte Spiel“, musste Budig mit bedauern feststellen.

TB Stöcken - TSV Heiligenrode 12:7 (7:6). Gegen den starken Aufsteiger lieferten die Heiligenroderinnen eine gute erste Halbzeit ab. „Wir wollten Konter verhindern und gute Würfe zeigen. Das hat prima geklappt“, lobte Trainerin Dagmar Schnelle. In der zweiten Hälfte bekamen die TSV-Damen aber keine Konstanz in ihre Würfe. So zog Stöcken Korb um Korb davon.

TSG Seckenhausen-Fahrenhorst - SG Findorff 5:9 (2:5). Das war ein komplett anderes Spiel der Seckenhauser: „Im Gegensatz zu den sonst so fairen Spielen gegen die Bremer war diese Partie sehr körperbetont und gekennzeichnet durch verärgerte Spielerinnen auf beiden Seiten“, analysierte Luise Budig. Das schien die Seckenhauserinnen aber anzustacheln, denn der Teamgeist war wieder voll da. „Jede hat für die andere gekämpft. Wir haben den Kopf nicht hängen lassen und bis zur letzten Sekunde alles gegeben. Das gibt uns Hoffnung für die kommenden Aufgaben“, betonte Budig.

TSV Barrien - TSV Heiligenrode 7:8 (4:4). Ein Aufeinandertreffen zweier alter Rivalen, das diesmal unter besonderen Vorzeichen stand: Beide Teams waren zur neuen Saison gegenüber den Vorjahren deutlich verjüngt worden. Es entwickelte sich ein Spiel, in dem es keinem Team gelang, sich entscheidend abzusetzen. Viele Würfe verfehlten auf beiden Seiten nur knapp das Ziel oder wurden von den Korbfrauen erfolgreich abgewehrt. Fünf Minuten vor dem Ende führten die Barrier, doch dann schlug der Gegner zu: Co-Trainerin Meike Kortkamp fand in einer Auszeit die richtigen Worte. Schnelle wechselte Samantha Pörschke ein, die zum Matchwinner werden sollte. Erst markierte sie den Ausgleich zum 7:7. Zehn Sekunden vor dem Abpfiff trieb Korbfrau Malin Kortkamp den Ball nach vorne und Pörschke traf per Distanzwurf. „Endlich haben sich meine Mädels für ihre gute Abwehrarbeit mit zwei Punkten belohnt“, freute sich Schnelle. Aber auch Manfred Otto war nicht unzufrieden. „Die Formkurve meines Teams zeigt eindeutig steigende Tendenz. Zwar sind einige Spielerinnen noch nicht bei hundert Prozent, aber in den Trainingseinheiten der kommenden Wochen wird es uns sicher gelingen, die analysierten Defizite erfolgreich aufzuarbeiten“, ist sich der Trainer sicher. Zumindest die Barrier Fangruppe ist schon bei 100 Prozent. „Ein ganz dickes Lob. Sie hat uns wieder lautstark und leidenschaftlich unterstützt“, bedankte sich Manfred Otto bei seinen Anhängern.

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