TS Hoykenkamp Malte Ottomann: "Ich stehe nicht unter Druck"

Hoykenkamp. "Klar, seit dem Unfall von Martin Wessels bin ich auf Rechtsaußen fast auf mich alleine gestellt. Trotzdem stehe ich nicht unter Druck," sagt der 21-jährige Malte Ottomann über seine neue Rolle innerhalb der Verbandsliga-Handballer der TS Hoykenkamp.
05.02.2011, 05:00
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Von Gunnar Schäfer

Hoykenkamp. "Klar, seit dem Unfall von Martin Wessels bin ich auf Rechtsaußen fast auf mich alleine gestellt. Trotzdem stehe ich nicht unter Druck," sagt der 21-jährige in Bremen wohnende BWL-Student Malte Ottomann über seine neue Rolle innerhalb der Verbandsliga-Handballer der TS Hoykenkamp. Unterstützung erhält er dabei gelegentlich vom A-Jugendlichen Olaf Bürmann, der eigentlich ein gelernter Rückraumspieler ist.

Linkshänder Malte Ottomann kam erst relativ spät zum Handball. In der C-Jugend hatte der Seiteneinsteiger bei der damaligen JSG Grüppenbühren/Bookholzberg, dem Vorläufer im Jugendbereich der heutigen Landkreis-HSG, mit dem Handball begonnen, wo er auch zeitweise von Michael Kolpack trainiert wurde. Vorher hatte er Fußball, Tischtennis und Basketball gespielt. In der A-Jugend wechselte er 2007 zur TS Hoykenkamp, um in der Oberliga Nordsee zu spielen. Dort war er unter anderem mit Tobias Bredemeyer (heute TSH) und Julian Stolz (heute Grüppenbühren/Bookholzberg) zusammen in einer, von dem TSH-Urgestein "Kaschi" Kirchhof gecoachten Mannschaft aktiv.

Nach Ende der Jugendzeit wechselte er 2008 zunächst zum damaligen Bremer Landesligisten HSG Stedingen in die Wesermarsch, weil er nicht den Weg über die zweite TSH-Mannschaft gehen wollte, um in den Leistungsbereich vorzustoßen. Als das Stedinger Team nach dem Landesliga-Abstieg 2009 auseinanderfiel, wechselte er zusammen mit Tobias Bredemeyer zurück zu Hoykenkamp, um in der Verbandsliga Nordsee zu spielen. Hier war er bis zum Dezember letzten Jahres nur die Nummer zwei hinter dem Routinier und Haupttorschützen Martin Wessels gewesen. Nun versucht er beim Verbandsligisten von der Delmenhorster Stadtgrenze diesen zu ersetzen. Das ist ihm in den ersten beiden Spielen im neuen Jahr auch recht gut gelungen, denn in Arsten erzielte er vier Tore und im Derby in Bookholzberg sogar fünf Treffer von der Rechtsaußen-Position.

Nur bei der jüngsten Niederlage gegen den Vorletzten aus Oldenburg wollte es nicht so richtig klappen, denn am Ende stand nur ein Treffer zu Buche. "Ich hatte einfach eine schlechte Tagesform und konnte nicht das umsetzen, was ich mir vorgenommen hatte", sagte der junge Linkshänder selbstkritisch. In den nächsten Spielen will er versuchen, wieder eine konstant gute Leistung zu bringen und die Tipps seines Trainers Thorsten Stürenburg besser umzusetzen.

Dazu hat er bereits morgen Gelegenheit, wenn der Tabellennachbar Schüttorf 09 in der Halle in Heide gastiert. Apropos Stürenburg, dieser hatte vor der Saison von seiner Mannschaft als Saisonziel 38 Punkte gefordert. Dieses Ziel ist kaum noch zu erreichen, denn seit dem Unfall von Wessels wurden fünf Punkte gegen Tabellennachbarn oder Teams aus der unteren Region der Verbandsliga Nordsee bereits liegengelassen. "Unser Ziel war zu Anfang der Saison durchaus realistisch, aber Martin Wessels fehlt uns an allen Ecken und Enden, alleine schon als Siebenmeterschütze", sagt Ottomann, der auch in der nächsten Saison für den Verbandsligisten auflaufen will. Dabei geht er fest davon aus, das neben Trainer Thorsten Stürenburg auch alle Leistungsträger bei der TS Hoykenkamp bleiben, obwohl noch keine abschließenden Gespräche gelaufen sind.

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