Fünferpack beim Lilienthaler 11:3

Mark-Oliver Bothe in Torlaune

Lilienthal. Die Anhänger des TV Lilienthal fühlten sich beim Heimauftritt in der Floorball-Bundesliga gegen den USV Saalebiber Halle wie im falschen Film. „Auswärtssieg, Auswärtssieg“, skandierten die Fans der Gäste in der Schlussminute unter den 150 Zuschauern in der Schoofmoor-Halle.
29.03.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Reiner Tienken

Die Anhänger des TV Lilienthal fühlten sich beim Heimauftritt in der Floorball-Bundesliga gegen den USV Saalebiber Halle wie im falschen Film. „Auswärtssieg, Auswärtssieg“, skandierten die Fans der Gäste in der Schlussminute unter den 150 Zuschauern in der Schoofmoor-Halle. Dabei spielte der Tabellenzweite einen lockeren 11:3 (5:0, 4:3, 2:0)-Heimsieg gegen das Schlusslicht aus Sachsen-Anhalt ein. Mark-Oliver Bothe stach mit einem Fünferpack hervor.

Der TV Lilienthal nahm die Begegnung trotz der bereits erreichten Qualifikation für die Play-offs sehr ernst. Dies unterstrichen die „Wölfe“ mit hoher Konzentration im Anfangsdrittel. Der TV Lilienthal zerlegte die Hallenser da zwischendurch in Einzelteile. Der Finne Miro Siljamo brach nach Assist von Mark-Oliver Bothe den Bann (9.). „Wir sind ruhig geblieben. Das erste Drittel war wirklich sehr gut“, lobte Trainer Remo Hubacher.

Die Wölfe dehnten den Vorsprung in Überzahl aus. Mark-Oliver Bothe, der zunächst noch den Pfosten anvisierte (11.), nutzte einen Abpraller nach Vorarbeit von Fabian Diaz de Armas zum 2:0. (12.). Mark-Oliver Bothe (14.), Tuomas Rautio (15.) und Jan-Paul Gersdorf (16.) schraubten das Resultat bis zur ersten Pause auf 5:0 in die Höhe. „Super, Jungs“, sparte da TVL-Trainer Remo Hubacher am Spielfeldrand nicht mit einem Pauschallob.

Wer gedacht hatte, das Schlusslicht USV Saalebiber Halle würde sich im Mitteldrittel hängen lassen, sah sich getäuscht. Die Ostdeutschen, die nur mit vier Auswechselspielern angereist waren, bewiesen Moral. „Drei Gegentore wollten wir da nicht kassieren“, gestand Remo Hubacher nach Spielende ein. Der TV Lilienthal beanspruchte nach dem Mitteldrittel dennoch einen klaren 9:3-Vorsprung. Torhüter Dennis Fidelak bekam im Mitteldrittel deutlich mehr als zuvor und danach zu tun. Die Wölfe handelten sich sogar ein Gegentor in Überzahl ein. Dennis Heike (28.) und Mark-Oliver Bothe (36., 37., 40.) schlenzten den Ball im zweiten Drittel ins USV-Tor. Mark-Oliver Bothe gelang dabei sogar ein Bauerntor (37.).

Der TVL-Trainer forderte sein Team vor dem letzten Drittel zu mehr Stabilität in der Defensive auf. „Die Ansprache hat gewirkt. Es war mir wichtig, dass wir mit null Gegentoren aus dem Schlussdrittel gehen“, bemerkte Remo Hubacher. Richtig eng wurde es für die Wölfe nur einmal, als Linus Böckel allein auf das TVL-Tor zulief. Der USV-Angreifer setzte den Ball überhastet neben den Kasten (57.). Tobias Melde (51.) und Felix Stierle (51.) hatten zuvor mit zwei Treffern binnen elf Sekunden dafür gesorgt, dass die Wölfe die Schlussphase mit einer gehörigen Portion Gelassenheit angehen konnten. „Mit neun Feldspielern bis zum Schluss so zu fighten, das gebührt Respekt“, galt die Anerkennung des TVL-Kapitäns André Heißenbüttel dem Rumpfaufgebot der Gäste.

TV Lilienthal: Fidelak, Hallenstede; Heißenbüttel, Bothe (5), Minnermann, Kleinhans, Brinkmann, Gersdorf (1), Lubes, Rautio (1), Stierle (1), Bruns, Diaz de Armas, Grabau, Siljamo (1), Heike (1), Ebbinghaus, Melde (1) RT

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+