SC Weyhe II hat eine Schwachstelle Massive Probleme im Abwehrbereich

Weyhe. Als Michael Frai den SC Weyhe II aus der Fußball-Bezirksliga Bremen praktisch mit Saisonbeginn als Trainer übernahm, ahnte er wohl schon, dass diese Aufgabe herausfordernd sein würde. Dennoch lässt sich eine gewisse Enttäuschung angesichts der prekären Tabellensituation, der schwierigen Trainingsverhältnisse und der zusätzlichen Verletzungsmisere kaum überhören. "Wir haben große Probleme im Defensivverhalten", analysiert Frai treffend, "aber das ist auch kein Wunder. Es gab so gut wie keine Vorbereitung, und bis heute arbeiten wir im Training mit hoher Fluktuation."
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Von lars lucke

Weyhe. Als Michael Frai den SC Weyhe II aus der Fußball-Bezirksliga Bremen praktisch mit Saisonbeginn als Trainer übernahm, ahnte er wohl schon, dass diese Aufgabe herausfordernd sein würde. Dennoch lässt sich eine gewisse Enttäuschung angesichts der prekären Tabellensituation, der schwierigen Trainingsverhältnisse und der zusätzlichen Verletzungsmisere kaum überhören. "Wir haben große Probleme im Defensivverhalten", analysiert Frai treffend, "aber das ist auch kein Wunder. Es gab so gut wie keine Vorbereitung, und bis heute arbeiten wir im Training mit hoher Fluktuation."

Ein sich ständig ändernder Abwehrverbund strahlt kaum Sicherheit aus. Da nützt das beste Training nichts, wenn an nahezu jedem Spieltag eine andere Formation auf dem Feld steht. 45 Gegentreffer, der zweitschlechteste Wert der Liga, kommen nicht von ungefähr. Dabei sind die Probleme längst nicht nur hausgemacht: Mit Udo Kastens, Julian Hess und Bastian Siemering musste Michael Frai auf drei Leistungsträger der erfolgreichen vergangenen Saison verzichten, die nicht adäquat ersetzt werden konnten. Der Kreuzbandriss von Sven Bachmann und besonders die Schock-Verletzung von Dennis Röpke, der schon im August einen offenen Schien- und Wadenbeinbruch erlitt, hinterließen weitere große Lücken. Und zu allem Überfluss wird zukünftig auch noch Stammtorwart Dennis Denker bei der ersten Mannschaft in der Bremen-Liga aushelfen müssen, die ebenfalls voll im Abstiegskampf steckt.

Dennoch stehen bislang keine Neuzugänge zur Debatte, im Gegenteil. Michael Frai glaubt fest an das Potenzial seines Teams: "Natürlich saß der Frust nach der einen oder anderen deftigen Schlappe tief, aber ich sehe in jedem Training gute Ansätze. Die Aufnahmebereitschaft stimmt und die Vorbereitung auf die Rückrunde wird eine ganz andere sein", verspricht der Coach zuversichtlich.

Welche spielerischen Möglichkeiten beim SC Weyhe II hervorzulocken sind, ließ die Mannschaft verschiedene Male aufblitzen. Bei den überraschend klaren Siegen gegen die stärker eingeschätzten BTS Neustadt und SG Aumund-Vegesack II - jeweils ein 4:1-Sieg - zeigte der SCW, in welche Richtung es nach der Winterpause gehen könnte. Verschiedene Freundschaftsspiele und Hallenturniere sollen bis dahin zu einem besseren Spielverständnis in den einzelnen Mannschaftsteilen führen und zudem die Möglichkeit bieten, Akteure aus dem Nachwuchs zu integrieren. Mit Ricardo Mosch kann der Trainer bereits ein relativ erfolgreiches Beispiel aus der Hinserie präsentieren.

Eines scheint Fakt: Der Absturz lässt sich nur mit der richtigen Einstellung aufhalten. "Es geht um Abstiegskampf pur", gibt Michael Frai die Richtung vor, "wir werden alle Kräfte bündeln und uns gegen diesen Negativtrend stemmen." Bleibt abzuwarten, welche unverletzten Kräfte für ein solches Bündel sowohl im Training als auch am Spieltag beim SCW jeweils zur Verfügung stehen.

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