TuSG-A-Jugend künftig Oberligist Matchball verwandelt

Ritterhude. Gleich im ersten Spiel der Qualifikationsrunde zur Handball-Oberliga musste die weibliche A-Jugend der TuSG Ritterhude eine 12:14-Schlappe einstecken und dachte schon, dass sich der Traum von der Oberliga erledigt hätte. Da sich die Mannschaft von Trainer Malte Rogoll sianschließend aber keinen Patzer mehr erlaubte, setzte sich die TuSG am Ende als Gruppenerster durch und darf nun mindestens ein halbes Jahr Oberliga-Luft schnuppern.
22.06.2017, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von christian thiemann

Ritterhude. Gleich im ersten Spiel der Qualifikationsrunde zur Handball-Oberliga musste die weibliche A-Jugend der TuSG Ritterhude eine 12:14-Schlappe einstecken und dachte schon, dass sich der Traum von der Oberliga erledigt hätte. Da sich die Mannschaft von Trainer Malte Rogoll sianschließend aber keinen Patzer mehr erlaubte, setzte sich die TuSG am Ende als Gruppenerster durch und darf nun mindestens ein halbes Jahr Oberliga-Luft schnuppern.

Auch gegen den TuS Komet Arsten hätten die Hammestädterinnen gewinnen können, verpassten es beim Stand von 11:11 allerdings nachzulegen und luden den Gegner zum Tempogegenstoß ein. Bei 12:13 bestand zwar noch die Chance auf den Ausgleich, doch wieder klappte es nicht, sodass die Partie mit 12:14 verloren ging. „Zu dem Zeitpunkt dachte keiner mehr daran, dass wir aufsteigen würden“, so Rogoll, der sein Team mit einer deutlichen Ansprache wachrüttelte. Gegen die SG Teuto Handball kämpfte die TuSG besser und führte durchgehend, verpasste es aber beim 10:6 und 16:12, den Sack zuzumachen. Bestraft wurde die Nachlässigkeit aber nicht. Ritterhude setzte sich mit 19:14 durch und wahrte die Minimalchance auf den ersten Platz.

Im dritten Spiel traf die TuSG auf den Favoriten JSG Wilhelmshaven und zeigte ihre beste Partie des Turniers. Nach einem anfänglichen 3:6-Rückstand ließ sich das Rogoll-Team nicht beirren und wurde für die taktische Disziplin belohnt. Bei 7:7 war plötzlich wieder alles offen. Ina Buchwald markierte 50 Sekunden vor dem Ende die erste Führung (12:11) des Spiels – Lea Plagge wehrte den letzten Angriff der JSG ab, und der Sieg war perfekt. „Wilhelmshaven bei elf Toren zu halten, zeigt, wie stark wir in der Deckung waren“, frohlockte Rogoll.

Da Arsten gegen Teuto Handball nicht über ein Remis hinaus kam, hatte die TuSG im letzten Spiel gegen den TuS Lemförde den Gruppensieg auf einmal in eigener Hand und ließ sich diesen Matchball nicht mehr nehmen. Über 5:1 und 7:1 setzte sich Ritterhude ab und ließ Lemförde nach der Pause nur noch auf 10:7 herankommen, setzte sich aber schlussendlich mit 13:8 durch. Mit dem Abpfiff kannte der Jubel bei der TuSG keine Grenzen mehr – das langersehnte Ziel war erreicht.

„Wir haben uns super als Team präsentiert und waren eine Einheit“, freute sich Rogoll, der besonders die Leistungen von Johann Brüggestrat und Berit Schaffer, aber auch von Dana Nolte und Lea Plagge im Tor lobte. In der Oberliga gilt es nun, sich schnell zu etablieren und Fuß zu fassen, denn im Winter wird die Liga noch mal aufgeteilt, sodass ein Abstieg in die Verbandsliga möglich wäre. „Wir wollen viele Mannschaften ärgern und dann mal schauen, was so möglich ist“, sagte Rogoll.

TuSG Ritterhude: Plagge, Nolte; Heiringhoff, Buchwald, Seebeck, Schütte, Schaffer, Hülseberg, Evers, Schlenker, Brüggestrat, Braasch, Treichel, Hamann.

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