Lilienthaler „Wölfe“ besiegen den ETV Piranhhas Hamburg zum Bundesliga-Auftakt mit 4:1 Mehr Tempo im letzten Drittel

Lilienthal. Antti Mähönen riss beide Arme in die Höhe und ließ sich von seinen Mitspielern feiern. In der 45.
18.09.2017, 00:00
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Von Karsten Hollmann

Lilienthal. Antti Mähönen riss beide Arme in die Höhe und ließ sich von seinen Mitspielern feiern. In der 45. Minute hatte er den TV Lilienthal im Nordderby der 1. Floorball-Bundesliga gegen den ETV Piranhhas Hamburg endlich mit 2:1 in Führung gebracht. Auch deshalb starteten die Lilienthaler „Wölfe“ nach Startschwierigkeiten doch noch mit einem Sieg in die neue Saison. Die neuen Trainer Mark-Oliver Bothe und Janos Bröker feierten bei ihrer Premiere einen 4:1 (0:1, 1:0, 3:0)-Auftakterfolg über den Nordrivalen.

„Die Nummer eins im Norden sind wir“, skandierte der Großteil der 150 Zuschauer auf der Tribüne der Schoofmoor-Halle direkt nach dem Abpfiff. Simon von Kroge brachte die Gäste drei Minuten vor dem Ende des ersten Drittels mit 1:0 in Front. Doch gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts legte Antti Mähönen Janos Bröker den Ausgleich auf. Die Gastgeber taten sich aber weiterhin schwer gegen die nur mit zwei Reihen angetretenen Gäste. „Wir haben uns zu lange dem Tempo der Hamburger angepasst“, kritisierte Bothe. Da er mit einer Knieverletzung passen musste, konnte er sich ganz auf das Coachen an der Seitenlinie konzentrieren.

Im dritten Abschnitt legten die Hausherren noch einen Zahn zu und drängten sofort auf den Führungstreffer. Janos Bröker vergab auch gleich nach 20 Sekunden eine gute Gelegenheit. Kurz darauf machte sich ETV-Keeper Mike Dietz ganz breit und verhinderte erneut das 2:1. Auf der anderen Seite vereitelte TVL-Torsteher Nils Hallerstede bei einem Solo von Flemming Kühl einen Rückstand (43.). Lilienthals Fabian Diaz de Armas traf mit einem schönen Volleyschuss nur die Latte, ehe Mähönen mit dem 2:1 endlich den Bann brach.

Nach 47 Minuten erhöhte Alexander Seitz auf Vorlage von Torben Kleinhans auf 3:1 und streckte als Jubel nur ganz cool den Zeigerfinger in die Höhe. Nun lief auch Petra Diaz, die Mutter von Fabian Diaz de Armas, im Kostüm des Maskottchens zur Hochform auf und animierte die Zuschauer zur Unterstützung. Das laute „Wölfe, Wölfe“, ließ auch nicht lange auf sich warten. Einen Sonderapplaus erhielt Torben Kleinhans für ein kraftraubendes Solo in die eigene Hälfte. Es wurde weiter um jeden Zentimeter Boden gekämpft. Ein Hamburger nahm Torben Lange bei einem Gerangel an der Bande den Schläger ab. „Gut so, Janos“, lobte Mark-Oliver Bothe seinen Trainerkollegen für sein vorbildliches Pressen. Der Vizemeister wollte seinen Kontrahenten nun unbedingt vom eigenen Gehäuse fernhalten.

Als Lukas Bieger für ein Stoßen fünf Minuten vor Schluss eine Zeitstrafe kassierte hallte wie beim Basketball laut das „Defense“ von der Tribüne. In Unterzahl schob Dennis Heike dem Hamburger Schlussmann den Ball bei einem Konter über Torben Kleinhans zur 4:1-Entscheidung durch die Beine. „So etwas bringt nur Dennis“, schwärmte Lilienthals Betreuer Günter Frese an der Seite. Nach Ablauf seiner Zeitstrafe rannte Lukas Bieger auf das Feld und nahm seinem Ex-Kollegen Flemming Kühl sofort den Ball ab. „Ich bin begeistert von unserer Defensive. Nur ein Gegentor in 60 Minuten kann sich wirklich sehen lassen“, bilanzierte Mark-Oliver Bothe.

TV Lilienthal: Hallerstede; Heike, Janos Bröker, Minnermann, Kleinhans, Brinkmann, Veijalainen, Röttger, Ebbinghaus, Bieger, Diaz de Armas, Lange, Siljamo, Leiermann, Seitz, Stierle, Mähönen.

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