27:41-Fehlstart gegen SFN Vechta und Kreisläuferin Abbes verletzt ausgeschieden Meister Oyten II vorgeführt

Oyten. Das war es wohl nicht, was sich der TV Oyten II vom ersten Spieltag in der Handball-Oberliga Nordsee der Frauen erhofft hatte. Der amtierende Meister legte mit dem 27:41 (12:18) gegen den Elften der vergangenen Serie einen kapitalen Fehlstart hin. Zudem schied Kreisläuferin Ann-Kathrin Abbes mit Verdacht auf Bänderriss aus.
05.09.2011, 05:00
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Von Michael Schön

Oyten. Das war es wohl nicht, was sich der TV Oyten II vom ersten Spieltag in der Handball-Oberliga Nordsee der Frauen erhofft hatte. Der amtierende Meister legte mit dem 27:41 (12:18) gegen den Elften der vergangenen Serie einen kapitalen Fehlstart hin. Zudem schied Kreisläuferin Ann-Kathrin Abbes mit Verdacht auf Bänderriss aus.

Trainer Axel Seefeld und Betreuer Stephan Beckmann gingen nach dem Spiel mit den Schiedsrichtern hart ins Gericht. Tatsächlich übersahen die beiden Unparteiischen etliche Regelverstöße und hätten bereits in der ersten Hälfte bei einer Notbremse, mit der die Gäste einen schnellen Oytener Konter unterbanden, die Rote Karte zeigen müssen.

Doch an den beiden Schiedsrichtern lag es ganz zuletzt, dass die Oytenerinnen so unter die Räder kamen. Der Titelverteidiger, dessen Mannschaft mit Spielerinnen aus dem ehemaligen Zweitbundesliga-Kader durchsetzt war, hatte nicht den Hauch einer Chance und rannte ständig einem Rückstand hinterher, den sich die Gastgeberinnen mit dem 3:8 bereits in der Eröffnungsphase eingehandelt hatten.

Asse stechen nicht

In den Reihen der Heimmannschaft standen erprobte Kräfte wie Jana Kokot, Denise Engelke, Meike Gerster, Ivonne Krängel und Anna-Lena Kruse - alles Spielerinnen, die schon in der 2. Bundesliga auf sich aufmerksam gemacht hatten. Doch als Einheit trat dieses individuell ausgezeichnet besetzte Ensemble nicht gerade auf - ganz im Gegensatz zu den Gästen aus Vechta, die sich die Bälle mit blindem Verständnis zupassten. Auch das hohe Tempo, das sie dabei anschlugen, ging keineswegs auf Kosten der Präzision. Noch in der Schlussphase ließen sich die Oytenerinnen von den wuchtigen Gegenstößen des SFN Vechta überraschen und überrollen. So gelang es den Drittliga-Reservistinnen trotz aller Anstrengungen nicht, den Schaden in Grenzen zu halten. Zwar stärkte Cora Schumacher ihren Vorderleuten in der letzten Viertelstunde mit einer ganzen Reihe starker Paraden gegen die aus der Nahwurfzone frei zum Abschluss kommenden Vechtaerinnen den Rücken, sodass die unaufhaltsam

durchstoßende Rückraumrechte Jana Kokot zehn Minuten vor Schluss auf 26:35 verkürzen konnte, doch in der Folge unterliefen den Oytenerinnen wieder einige Ballverluste, die Vechta nutzte, um den alten Abstand wieder herzustellen und den Vorsprung sogar wieder auszubauen. Prächtigen Einzelaktionen wie beim Rückraum-Treffer Anna-Lena Kruses setzte der Gegner mit viel gruppentaktischem Aufwand sauber herausgearbeitete Torchancen entgegen, die entschlossen genutzt wurden. Die Grundlage für den Erfolg schufen die Gäste mit einer sehr gut harmonierenden Abwehr, die bei der Wahl ihrer Mittel freilich nicht selten den Rahmen des Erlaubten sprengte. Fouls wie in der Schlussphase gegen Kreisläuferin Meike Gerster hätten die Schiedsrichter nicht übersehen dürfen. Am kommenden Sonnabend muss Oyten bei Grün-Weiß Mühlen antreten.

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