HSG Schwanewede/Neuenkirchen II muss sich TuSG Ritterhude in der Bremenliga mit 14:32 beugen

Meister verabschiedet sich mit Kantersieg

Bremen-Nord. Die TuSG Ritterhude hat nach dem 32:14-Sieg zum Saisonfinale in der Handball-Bremenliga der Frauen beim Nachbarn HSG Schwanewede/Neuenkirchen II Anne-Katrin Schaedel verabschiedet. „Sie wird in der nächsten Saison nicht mehr aktiv sein“, informierte TuSG-Co-Trainerin Katrin Harjes.
10.05.2017, 00:00
Lesedauer: 4 Min
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Von Karsten Hollmann

Bremen-Nord. Die TuSG Ritterhude hat nach dem 32:14-Sieg zum Saisonfinale in der Handball-Bremenliga der Frauen beim Nachbarn HSG Schwanewede/Neuenkirchen II Anne-Katrin Schaedel verabschiedet. „Sie wird in der nächsten Saison nicht mehr aktiv sein“, informierte TuSG-Co-Trainerin Katrin Harjes. Der SV Grambke-Oslebshausen II schob sich dank eines 27:23-Erfolges über den VSK Osterholz-Scharmbeck noch auf die vierte Position vor. Damit verdrängten die Schützlinge von Britta ­Dahnke die HSG Vegesack-Hammersbeck, die sich zum Abschluss dem Zweiten SG Findorff II mit 17:21 geschlagen geben musste.

HSG Schwanewede/Neuenkirchen II – TuSG Ritterhude 14:32 (6:16): „Wir haben nur in den ersten Minuten richtig gut gespielt und sogar mit 2:0 geführt“, stellte HSG-Coach Ulf Ziehmer fest. Sein Team habe im Angriff den Faden verloren und den Gegner zu einfachen Toren durch Tempogegenstöße eingeladen. „Jeder Ballverlust oder vergebener Wurf landete im Anschluss in unserem Tor“, berichtete Ziehmer. Zu Beginn der zweiten Halbzeit verkürzte der Außenseiter auf 9:16. „Mit zunehmender Spieldauer fehlte uns aber die Kraft gegen die jungen und schnellen Spielerinnen aus Ritterhude“, so Ulf Ziehmer. Er dankte Bettina Marschollek, Katrin Gerdes, Birgit Baumhöfer sowie Sandra Ossig für die tatkräftige Unterstützung.

„Wir starteten überhastet und schlossen unnötig früh ab“, ärgerte sich Katrin Harjes, die Malte Rogoll auf der Bank vertrat. Aber darauf sei es im letzten Punktspiel der Saison auch nicht angekommen. „Wir haben noch einiges ausprobiert. So agierten auch Spielerinnen mal nicht auf ihren ­gewohnten Positionen. Alle Akteurinnen ­bekamen auch in etwa dieselbe Spielzeit“, informierte Harjes. Auch Katrin Harjes selbst streifte noch einmal ihr Trikot über. Ein Sonderlob verdiente sich Torhüterin Katja Voß.

HSG Schwanewede/Neuenkirchen II: Rohde-Niehaus; Luhrmann, Baumhöfer (1), Petersen (3), Jana Dremel (1), Hanke (1), Thrun (1), Gerdes (1), Wojke-Block (1), Marschollek (5)

TuSG Ritterhude: Voß; Semken (6), Olsowski (3), Kriete (4), Berlips (4), Korge (8/3), Groß (1), Schaedel (1), Harjes (2/1), Haase (2), Middelsorf (1)

HSG Lesum/St. Magnus – Bremen 1860 17:26 (12:12): „In der ersten Halbzeit konnte sich keine Mannschaft absetzen. So ging es auch mit einem Unentschieden in die ­Pause. In der zweiten Halbzeit konnten wir die Leistung jedoch nicht halten“, bilan­zierte HSG-Trainerin Viviane Fitschen. Viele ­Bälle seien im Angriff verloren gegangen. „Der Ball wollte einfach nicht mehr ins gegnerische Tor. Unsere Abwehr unterstützte zudem nicht wie gewohnt unsere Torfrau ­Linda Jung“, kritisierte Fitschen. So erzielten die Gastgeberinnen in der zweiten Halbzeit auch nur noch fünf Tore. Deshalb zog 1860 auch entscheidend davon. „Wir konnten uns nicht mehr rankämpfen. Man merkte uns die vergangenen Spiele und auch, dass wir unser Ziel Klassenerhalt bereits erreicht hatten, an“, erklärte Viviane Fitschen.

HSG Lesum/St. Magnus: Jung; Merle ­Piprek (3), Rass (2), Steinwede, Ullrich (3), Hohnhorst (1), Klawitter (2), Flierbaum, Nele Messer (6)

SG Findorff II – HSG Vegesack-Hammersbeck 21:17 (12:7): „Nach einer 1:0-Führung bis hin zu einem 4:5 Rückstand lief eigentlich noch alles ganz gut. Doch durch leichte Fehler und Abschlusspech luden wir Findorff dann immer wieder zu einfachen Gegenstoßtoren ein“, ließ HVH-Coach Carsten Blum wissen. So bauten die Findorfferinnen ihren Vorsprung bis zum Pausentee kontinuierlich auf 12:7 aus. „In der zweiten Halbzeit zeigten wir uns durchschlagkräftiger und gewannen diese Hälfte auch mit 10:9“, teilte Blum mit. Insgesamt haben ­seine Formation das Spiel aber selbst aus der Hand gegeben. Kristina Gerber hielt ihre Farben mit neun Toren lange Zeit im Spiel. „Aber auch wenn das letzte Spiel verloren ging, bin ich sehr zufrieden mit einer tollen Saisonleistung und einem guten fünften Platz“, resümierte Carsten Blum.

HSG Vegesack-Hammersbeck: Rasch, Ludemann; Anders (2), Kuls (1), Zielonka (1), Lamcke, Gerber (9/3), Schacht (4), Stelljes

SV Grambke-Oslebshausen II – VSK Osterholz-Scharmbeck 27:23 (13:12): Die Grambkerinnen versuchten von Beginn an, ihrem Kontrahenten mit ihrem schnellen Spiel den Zahn zu ziehen. Doch in der Anfangsphase hielt das Schlusslicht mit großer Aggressivität gut dagegen. Die Gastgeberinnen liefen sogar meistens einem Rückstand hinterher. Bis zum Ende der ersten Hälfte blieb das Duell sehr ausgeglichen. Nach der Rückkehr aus den Kabinen ging es auf beiden Seiten noch ruppiger zu. Die Heimsieben erkämpfte sich zwar zunächst einen Vorsprung mit ein paar Toren, ­musste jedoch später den 17:17-Ausgleich hinnehmen. Dank eines schnellen Passspiels erarbeiteten sich die Nordbremerinnen eine Vier-Tore-Führung, die sie bis zum Ende gegen konditionell nachlassende Osterholz-Scharmbeckerinnen nicht mehr hergaben.

SV Grambke-Oslebshausen II: Fröhlich, Trostmann; Jung (7), Klopotek (1), Gerber, Volkmer, Siuts (3), Voß, Hädrich, Schmidt (3), Rathjen (3), Stucke (3), Schwenkler (6), Hapke (1)

SG Arbergen-Mahndorf II – HSG Stedingen 27:22 (15:12): „Wir sind etwas schlafmützig ins Spiel gestartet, konnten uns aber dann mit zunehmender Spieldauer stabilisieren“, sagte Stedingens Saskia Müller. Da das Spiel jedoch auch in der Folgezeit von Phasen mit Licht und Schatten geprägt worden sei, musste das Team von Trainerin ­Aenne Ohlenbusch nahezu über die ­gesamte Spieldauer einem Rückstand hinterherlaufen. „Dies lag hauptsächlich daran, dass wir zu keiner Zeit den Rückraum des Gegners in den Griff bekommen haben“, so Müller. Insgesamt habe sich ihre Formation aber achtbar gegen den hoch favorisierten Dritten aus der Affäre gezogen. „Leider war es vorerst das letzte Spiel der Stedinger Damen. Wir werden in der nächsten Spielzeit keine Mannschaft melden, da wir keine spielfähige Truppe zusammenbekommen“, kündigte Saskia Müller an.

HSG Stedingen: Heidmann, Buttelmann, Köhler (4), Müller (3), Prieb, Röver (2), Steilen, Ohlenbusch (4), Grimsehl, Müller-Rautenberg (9)

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