Fußball-Landesligist erleidet 1:7-Schlappe beim ATSV Sebaldsbrück Melchiorshausen geht unter

Bremen·Melchiorshausen. Einen desolaten Eindruck hat der TSV Melchiorshausen gestern bei seinem Auftritt beim ATSV Sebaldsbrück in der Fußball-Landesliga Bremen hinterlassen. Gegen die Gastgeber, immerhin Vierter in der aktuellen Tabelle, setzte es eine deftige 1:7 (0:4)-Schlappe, die keine Fragen offen ließ.
21.05.2012, 05:00
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Von LARS LUCKE

Bremen·Melchiorshausen. Einen desolaten Eindruck hat der TSV Melchiorshausen gestern bei seinem Auftritt beim ATSV Sebaldsbrück in der Fußball-Landesliga Bremen hinterlassen. Gegen die Gastgeber, immerhin Vierter in der aktuellen Tabelle, setzte es eine deftige 1:7 (0:4)-Schlappe, die keine Fragen offen ließ.

Der blendend aufgelegte Mustafa Celik (9./16./29.) mit einem lupenreinen Hattrick und Yasin Yildirim (13.) hatten die in allen Belangen überlegenen Gastgeber schon nach einer halben Stunde uneinholbar mit 4:0 in Führung geschossen und den personell stark gebeutelten Gästen den Ausflug ordentlich verdorben. Gar keinen Vorwurf wollte TSV-Co-Trainer Lars Holinski, der selbst in der Startelf auflief, dem Aushilfstorwart Sven-Eric Heise machen.

Heise vertrat die nicht einsatzfähigen Jens Ruscher und Sascha Kleemann zwischen den Pfosten, obwohl er als aktiver Fußballer ausschließlich als Feldspieler bekannt war. "Der Heise ist kein richtiger Torwart und hat uns sogar noch ein oder zwei Bälle rausgeholt", nahm Holinski den Ein-Tages-Schlussmann in Schutz. "Da gibt es heute ganz andere Baustellen, über die man meckern kann."

Abgesehen von Routinier Reiner Klausmann, der sich als einziger gegen die hohe Niederlage stemmte, galt diese Beurteilung für alle Mannschaftsteile. Sebaldsbrück nutzte den rabenschwarzen Tag der Gäste gnadenlos aus und machte nach der Pause weiter, wo es woher aufgehört hatte.

Sollte Melchiorshausen mit einem Rest Widerstandswillen aus der Kabine gekommen sein, so hielt dieser genau zwei Minuten. Der Ex-Weyher Daniel Engelhardt (47.) beseitigte alle Zweifel am Erfolg der Hausherren und traf nach einem Eckball, bei dem die TSV-Abwehr jegliche Zuordnung vermissen ließ, zum 5:0. Oliver Riekers war in der 58. Minute der Ehrentreffer zum 1:5 vorbehalten, aber von einem Aufbäumen war auch in der Folge nichts zu sehen. Ob es an den hohen Temperaturen lag oder am ungeliebten Kunstrasenplatz, die Gäste ließen die Partie nur mehr über sich ergehen. Ganz anders der ATSV, der nun noch etwas fürs Torverhältnis tun wollte.

Allen voran Mustafa Celik, der an diesem Tag nicht zu stoppen war, hatte seinen Torhunger längst nicht gestillt und drückte mit seinen Treffern vier (67.) und fünf (76.) der Partie seinen ganz persönlichen Stempel auf. "Wenn man nicht in die Zweikämpfe geht und das Spiel einfach nur laufen lässt", legte Holinski nach dem Schlusspfiff noch einmal den Finger in die Wunde, "dann kommt man hier eben unter die Räder. Im Grunde dürfen wir uns über die 7:1-Niederlage nicht beschweren."

TSV Melchiorshausen: Heise - Holinski, Klausmann, Sternke (70. Cordes), Arnhold, Kucharski, Schmötzer, Schröder, T. Cohrs (67. Licht), F. Cohrs, Riekers.

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