Fußball-Landesliga Bremen

Melchiorshausen kann 2:0-Vorsprung nicht retten

Der TSV Melchiorshausen ist in Blumenthal schon auf dem besten Weg zum Sieg und führt 2:0. Innerhalb von 15 Minuten drehen die Gastgeber jedoch die Partie.
18.11.2018, 19:43
Lesedauer: 2 Min
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Von Olaf Schnell

Blumenthal/Melchiorshausen. Nach dem 0:2-Rückstand kurz nach dem Wiederanpfiff hat vieles für eine Heimniederlage des Fußball-Landesligisten DJK Germania Blumenthal gesprochen. In diesem Mittelfeldduell hatte der Gast TSV Melchiorshausen nach einer torlosen ersten Halbzeit einen richtig perfekten Start in Abschnitt zwei hingelegt. Nach 90 Minuten aber freuten sich die Nordbremer um Trainer Aydin Pekyalcin dann über einen verdienten 4:2 (0:0)-Heimerfolg.

Auf dem Burgwall-Rasenplatz entwickelte sich von Beginn an eine abwechslungsreiche Begegnung. Nach DJK-Möglichkeiten (Kemal Kalac, Maik Tiganj und Özer Alkur) verhinderte vor allem der sprunggewaltige DJK-Schlussmann Yusuf Dingil eine Gäste-Führung durch Marvin Nienstermann (23./26./37.) und Kevin Nienstermann (35.). Eine Minute vor dem Pausentee hatte der Blumenthaler Torwart Dingil Glück, dass der Versuch von Marvin Nienstermann über rechts in der Mitte keinen Abnehmer fand.

Mit einem Doppelschlag konnten die Gäste dann mit 2:0 in Führung gehen. Der für Kevin Nienstermann (Oberschenkel-Probleme) eingewechselte Ole Discher (47.) und der TSW-Mannschaftsführer Marvin Nienstermann – die Blumenthaler warteten hier vergeblich auf den Abseitspfiff – trafen hier ins Schwarze (53.). Waren das die Treffer für die Vorentscheidung? Nein – weil die Nordbremer eine ganz tolle Moral zeigten. Mit einer abgefälschten Bogenlampe aus halbrechter Position konnte der ebenfalls eingewechselte DJK-Spieler Fabakary Saidykhan den etwas vor seinem Gehäuse stehenden TSW-Keeper Sascha Kleemann zum 1:2 überlisten (61.). 13 Minuten später tankte sich sein Teamkollege Maik Tiganj durch die Gäste-Abwehr. Von der linken Seite versuchte Tiganj schließlich aus rund 30 Metern zu flanken, doch auf dem rutschigen Boden ging der Ball Richtung TSW-Gehäuse ins Tor zum 2:2-Ausgleich. Mit diesem Punkt war der Gastgeber aber noch nicht zufrieden. Nach einem Freistoß von Hamid Cherief war letztlich Marcel Wilpert mit dem Kopf zum 3:2 erfolgreich (76.).

Als die Schützlinge von Trainer Lars Behrens alles nach vorne warfen, sorgten die Blumenthaler letztlich für die Entscheidung. Mit einem Konter über Cuma Aytac und Maik Tiganj schloss Kemal Kalac zum 4:2-Endstand ab (90.). „Nach unserer verdienten 2:0-Führung habe ich damit überhaupt nicht gerechnet. Wie wir in der zweiten Halbzeit angefangen haben, hat mir das viel besser gefallen, als im ersten Abschnitt. Das 2:2 hat dann die Wende eingeleitet“, äußerte sich der TSW-Coach Lars Behrens.

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