Fußball-Bremen-Liga Melchiorshauser Abstieg so gut wie besiegelt

Melchiorshausen. Drittletzter nach der Hinrunde, Letzter in der Rückrunde, Vorletzter in den Heimspielen, Schlusslicht auf des Gegners Platz - das ist die ebenso bittere wie aussagekräftige Bilanz des Fußball-Bremen-Ligisten TSV Melchiorshausen.
19.05.2010, 22:52
Lesedauer: 2 Min
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Von Karsten Bödeker

Melchiorshausen. Drittletzter nach der Hinrunde, Letzter in der Rückrunde, Vorletzter in den Heimspielen, Schlusslicht auf des Gegners Platz - das ist die ebenso bittere wie aussagekräftige Bilanz des Fußball-Bremen-Ligisten TSV Melchiorshausen. Und fast folgerichtig steht nach dem 1:1 (0:1) gegen den TSV Wulsdorf so gut wie fest, dass das Team des Trainergespanns Markus Hoßfeld und Andree Bitterer absteigen wird.

Die Chancen auf den Klassenerhalt sind bei fünf Punkten Rückstand zwei Spieltage vor Saisonende nur noch ganz theoretischer Natur. Und so blickt Teammanager Heiner Böttcher bereits nach vorne und auf die Landesliga. 'Wir haben Gespräche geführt, die Trainer und der Großteil des Teams werden bleiben', verrät er. Lediglich Libero Reiner Klausmann hört nach einer erfolgreichen Zeit als Aktiver auf.

Doch Klausmann spielte schon in der Rückrunde aus Verletzungsgründen nicht mehr mit und wurde auch gegen Wulsdorf von Marco Licht ordentlich vertreten. Licht schlug unter anderem die Freistoßflanke, die Jan-Christian Schröder zum 1:1 einköpfte (81.). Damit ist Schröder mit nunmehr acht Treffern Top-Scorer der Melchiorshauser. Er verdrängte Saimir Dikollari, der bezeichnenderweise seit fast einem halben Jahr in Twistringen spielt.

Fehlende Durchschlagskraft

Tatsächlich führt Böttcher als einen der Gründe für das schlechte Abschneiden die fehlende Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Tor an. Auch gegen Wulsdorf vergaben Omar Sabehaioun (43.) und Oliver Gerth (57.) aus kürzester Distanz sowie Schröder mit Pfostentreffer allerbeste Möglichkeiten.

Ansonsten war Böttcher mit dem Auftritt zufrieden. 'Das war heute eine der besseren Leistungen. Wenn wir gegen OT so gespielt hätten, hätten wir gewonnen', glaubt er. Und dann hätte der TSV Melchiorhausen trotz einer schlechten Saison wohl den Klassenerhalt geschafft. Die vergangenen Wochen waren jedenfalls ein Wechselbad der Gefühle. Zunächst gab es ein 2:3 durch zwei späte Gegentore beim TuS Schwachhausen, dann folgte ein hoffnungsstiftendes 1:0 gegen Türkspor. Doch der fatale Einbruch beim 0:4 gegen den direkten Konkurrenten OT Bremen besiegelte quasi den Abstieg, zumal die Leistung kollektives Kopfschütteln verursachte. 'Fast schon befreit' sei der TSV gegen Wulsdorf aufgetreten, befand Böttcher, geriet aber nach der ersten Gelegenheit der Gäste durch Sebastian Seebeck prompt in Rückstand (32.).

Es folgte das engagierte aber zunächst vergebliche Anrennen. Erst nach dem Ausgleich kam Wulsdorf noch zu Möglichkeiten, doch Melchiorshausens Keeper Sascha Kleemann rettete gut in Eins-gegen-eins-Situationen und war auch sonst ein sicherer Rückhalt. So blieb den Platzherren ein weiterer Rückschlag in der Schlussphase erspart. Denn auch das ist nach Meinung Böttchers einer der Gründe für den Abstieg. 'Wir haben bestimmt zehn Punkte in den letzten Minuten verloren.' Wenigstens das blieb Melchiorshausen diesmal erspart.

TSV Melchiorshausen:Kleemann - Licht - Klinkenborg, Schädler (46. Simon), Heise (76. Lehmkuhl) - Schmötzer, Tettenborn, Kucharski - Sabehaioun - Gerth, Schröder.

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