Fußball-Landesliga Meyer macht es mit der Hacke

Cebrail Finke rutschte auf den Knien, um seiner Freude Ausdruck zu verleihen. In der 90. Minute machte der DJK-Joker mit seinem Treffer zum 3:0-Endstand gegen Melchiorshausen den Sack zu.
18.09.2017, 08:30
Lesedauer: 2 Min
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Von Karsten Hollmann

Blumenthal. Cebrail Finke rutschte ein paar Meter auf den Knien, um seiner Freude Ausdruck zu verleihen. In der 90. Minute machte der Joker der DJK Germania Blumenthal mit seinem Treffer zum 3:0-Endstand im Heimspiel der Fußball-Landesliga gegen den TSV Melchiorshausen endgültig den Sack zu. Das Rutschen klappte nach dem vielen Regen auf dem Rasenplatz im Burgwallstadion besonders gut. DJK hat jetzt zwei Siege, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen auf dem Konto und befindet sich im Tabellenmittelfeld.

In der ersten Halbzeit bekamen die Zuschauer allerdings nur Fußball-Magerkost geboten. Mehr Möglichkeiten besaßen die Gäste. Jonas Heusmann und Kevin Nienstermann vermochten das Spielgerät aber nicht im gegnerischen Kasten unterzubringen. „Wir haben es verpasst, in der ersten Halbzeit eins, zwei Tore zu machen“, bedauerte TSV-Coach Lars Behrens. Glasklar waren aber auch die Möglichkeiten des Bremen-Liga-Absteigers nicht. Nach knapp einer halben Stunde erlebte das Publikum den einzigen erwärmenden Moment der ersten Hälfte. Ali Atris verlängerte einen Einwurf von Ralf Bela Prieß zu Milan Meyer. Der nahm den Ball mit dem Rücken zum Tor an und bugsierte diesen rotzfrech aus sieben Metern mit der Hacke über die Linie.

Nach diesem Highlight ging es aber sehr zäh weiter. Zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff handelte sich Ali Atris für ein taktisches Foul bereits seine vierte Gelbe Karte im sechsten Saisonspiel ein. Bei der 0:5-Pleite beim SFL Bremerhaven in der Vorwoche war der Youngster auf ungewohnter Position als Torwart mal ausnahmsweise nicht verwarnt worden.

Nach einer Stunde hatte Blumenthals Dennis Tanski eine geniale Idee. Im Anschluss an seinen Zuckerpass lief Milan Meyer alleine auf TSV-Schlussmann Alexander Keskinsoy zu und überwand diesen ganz cool zur 2:0-Vorentscheidung. Vom Gast kam in der Offensive recht wenig. Tim Cohrs köpfte die Kugel knapp über die Querlatte (69.). 60 Sekunden hiernach rettete DJK-Abwehrmann Kevin Kujawa in höchster Not bei einem Freistoß von Jason-Mark Traemann. Traemann versuchte das Spiel seiner Mannschaft immer wieder über die rechte Seite anzukurbeln.

Die Einfallslosigkeit der Gäste dokumentierte sich vier Minuten vor dem Ende anhand eines Freistoßes an der Strafraumgrenze. Pascal Feldmann legte das Spielgerät beinahe hilflos auf Chris Plate zurück, dessen Schuss ohne Probleme geblockt wurde. Etwas plump schubste Kevin Nienstermann kurz darauf DJK-Keeper Patrick Wilhelm samt Ball ins Netz. Daraus resultierte natürlich ein Freistoß. Ein lautes „Mann“ entfuhr Chris Plate nach einem langen Ball ins Niemandsland (89.). Es funktionierte einfach nichts. „Wir waren nicht zwingend genug“, räumte Lars Behrens ein. Sein Gegenüber Abdelfattah Rhazani sah einen verdienten Sieg seines Teams und lobte besonders seinen Linksverteidiger: „Ralf Bela Prieß war der überragende Mann auf dem Platz.“ Prieß hätte mit einem tollen Solo fast das 4:0 von Milan Meyer eingeleitet (90. +2).

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