Die DJK Blumenthal ringt den KSV Vatan Spor in einer hektischen Landesliga-Partie mit 4:3 nieder Milan Meyer verwandelt zwei Elfmeter

Blumenthal. 90 Minuten Tempo, Tore und Turbulenzen: Rund 80 Zuschauer haben auf dem Kunstrasenplatz im Burgwallstadion ein höchst unterhaltsames und spannendes Landesliga-Fußballspiel gesehen – das Gastgeber DJK Germania Blumenthal trotz zweimaligen Rückstands gegen Titelanwärter KSV Vatan Spor mit 4:3 gewann.
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Von Klaus Grunewald

Blumenthal. 90 Minuten Tempo, Tore und Turbulenzen: Rund 80 Zuschauer haben auf dem Kunstrasenplatz im Burgwallstadion ein höchst unterhaltsames und spannendes Landesliga-Fußballspiel gesehen – das Gastgeber DJK Germania Blumenthal trotz zweimaligen Rückstands gegen Titelanwärter KSV Vatan Spor mit 4:3 gewann.

Das von beiden Mannschaften offensiv geführte und mit vielen Torszenen gespickte Spiel litt freilich unter Disziplinlosigkeiten auf und neben dem Platz. Schiedsrichter Dirk-Lutz Jürgens hatte Mühe, die Partie in geordneten Bahnen zu halten und verteilte sechs gelbe und eine gelb-rote Karte an die Gäste aus Gröpelingen, während die Blumenthaler drei Mal den gelben Karton sahen. Zudem kam es zweimal zu Rudelbildungen, erhielt ein Schiedsrichterassistent von einem aufgebrachten Zuschauer nach dem Abpfiff einen Schlag ins Gesicht.

Abgesehen von diesen Ausrastern boten beide Teams aber eine Fußballdarbietung, die hohen Landesliga-Ansprüchen genügte – in der die Gastgeber früh durch einen von Milan Meyer verwandelten Strafstoß in Führung gingen (7.), nachdem Ali Atris gleich von zwei Vatanesen von den Beinen geholt worden war. Doch als die Gastgeber nach einer halben Stunde endgültig die Kontrolle über das Spielgeschehen zu besitzen schienen, sorgten die Gröpelinger mit zwei exzellenten Kopfballtorpedos von Konstantinos Aspiotis (30.) und Sönke Voss (38.) für einen eindrucksvollen Befreiungsschlag.

Beiden Toren waren blitzschnelle Konter über die Außenbahnen vorausgegangen. Mit der einzigen gelb-roten Farbenkombination sah sich drei Minuten vor dem regulären Abpfiff Vatans Innenverteidiger Albano Mullaj konfrontiert – zu einem Zeitpunkt, als das Spiel auf des Messers Schneide stand und beide Teams versuchten, mit offenem Visier zum endgültigen Erfolg zu kommen. Inzwischen hatten die Gastgeber zunächst aus dem 1:2 zur Pause durch Ali Atris den 2:2-Ausgleich geschafft, waren aber in der 71. Minute wiederum in Rückstand geraten, weil ihr Torwart Gökan Kara einen Flankenball nach Rempler im Fünf-Meter-Raum hatte fallen lassen und Eneo Sulkaja zur 3:2-Führung für Vatan Spor einnetzte.

Doch dem Jubel auf der Gästebank folgte fünf Minuten später laustarker Protest. Zu Unrecht, denn der Unparteiische zeigte abermals auf den Elfmeterpunkt, weil Blumenthals Marcus Müller im Vatan-Strafraum zu Boden gestoßen worden war. Milan Meyer ließ KSV-Keeper Lampros Maravelis zum zweiten Mal keine Abwehrchance, es stand 3:3 (74.). Die DJK-Fans feierten den Ausgleich, sollten aber noch eine emotionale Steigerung erfahren. In der dritten Minute der Nachspielzeit drosch Enis Baki den Ball nach einem der zahlreichen DJK-Freistöße aus Nahdistanz zum 4:3 in die Maschen. Drei Minuten später pfiff der Schiedsrichter eine denkwürdige Partie ab, und die „Germanen“ befanden sich im Siegestaumel.

DJK-Trainer Bahadir Kilickeser sprach von einem verdienten Sieg und bilanzierte: „Wir haben viel Kampf, Krampf und Hektik erlebt, uns die drei Punkte aber durch großen Einsatz erarbeitet.“ Sein Kollege Behlum Avdiji hatte indes eine „desolate Schiedsrichterleistung“ und deshalb eine Benachteiligung seiner Mannschaft gesehen. Gleichwohl attestierte er den Blumenthalern eine gute Leistung, die letztlich zu dem verdienten Heimsieg geführt habe.

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