Bogenschießen

Minimalziel Endrunde

In der Vorsaison haben die Bundesliga-Schützen des SV Dauelsen den Meisterspiegel gewonnen. Am Sonnabend beginnt in Leverkusen alles wieder von vorne.
01.11.2017, 19:21
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Minimalziel Endrunde
Von Florian Cordes
Minimalziel Endrunde

Andreas Gerhardt.

FOCKE STRANGMANN

Dauelsen. Die internationale Bogensportwelt hat just ihren Saisonhöhepunkt erlebt – und zwar die Weltmeisterschaften in Mexiko City. Für die Szene in Deutschland steht gleich der nächste wichtige Wettkampf an. Denn in Leverkusen beginnt am Sonnabend die neue Bundesliga-Saison. Teil der Nordstaffel ist auch wieder der SV Dauelsen, der etwas zu verteidigen hat. Nämlich den Titel des Deutschen Meisters.

Die Dauelser wollen sich auch in der neuen Saison die Chance erarbeiten, die Meisterschaft zu verteidigen. Dazu müssen sie in der Nordstaffel mindestens Vierter werden. Denn wie gehabt qualifizieren sich die jeweils besten vier Mannschaften aus dem Norden und Süden für die Endrunde. Diese wird am 24. Februar 2018 in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit in Wiesbaden ausgetragen. „Das Erreichen der Finalrunde ist unser gestecktes Ziel“, sagt Dauelsens Andreas Gerhardt. „Was dann in Wiesbaden passiert, ist schwer zu beeinflussen. Aber wir wussten auch bei der Endrunde in diesem Jahr, dass alles möglich ist, wenn wir einen guten Tag erwischen.“ Besser hätte der Tag im Februar 2017 für die Bogner des SV Dauelsen gar nicht werden können. Im Finale setzte sich Dauelsen gegen den Nordrivalen SV Querum durch und feierte nach 2015 zum zweiten Mal den Titelgewinn.

Für so manchen Experten sei es überraschend gewesen, dass der kleine Klub aus der Stadt Verden den Meisterspiegel mit nach Hause nahm. Gerhardt: „Irgendwie tun sich die Leute schwer, uns zu den Favoriten zu zählen. Für uns kam der Titel aber nicht so krass überraschend. Wir wussten, dass es möglich ist.“ Mit dem klaren Ziel Titelverteidigung wolle man das neue Jahr aber nicht angehen. Dafür entscheiden laut Andreas Gerhardt in Wiesbaden zu viele Kleinigkeiten über den Ausgang des Wettkampfs.

Und zuerst gilt es, in der Nordstaffel eine gute Rolle zu spielen. Auch in dieser Saison stehen vier Wettkampftage auf dem Programm. Den Auftakt bildet am Sonnabend der Wettkampf in Leverkusen. Es folgen die Schießen am 2. Dezember in Blankenfelde und am 13. Januar in Gelsenkirchen. Den Abschluss bildet dann der Wettkampf am 3. Februar. Austragungsort ist dann die Sporthalle der BBS Verden.

Wie Andreas Gerhardt mitteilt, geht der SVD mit unverändertem Personal in die Saison 2017/2018. Neben ihm selbst gehören somit wieder Christian Dauel, Holger Rohrbeck und Manuel Augner zum Team. Und auch die beiden Weltklasse-Bogner Sebastian Rohrberg und Florian Kahllund sind wieder Teil der Mannschaft. Letzterer war vor Kurzem auch WM-Teilnehmer in Mexiko. Und das mit Erfolg: Er holte gemeinsam mit Lisa Unruh, die bei den Olympischen Spielen in Rio Silber gewonnen hatte, im Mixed die Silbermedaille für Deutschland. International war in diesem Jahr auch der Langwedeler Sebastian Rohrberg im Einsatz. Der erfahrene Schütze ging bei den World Games im polnischen Breslau im Feldbogenschießen an den Start. Er verpasste aber die Medaillenränge.

Aufgrund guter Ergebnisse in der Freiluftsaison rechnet Andreas Gerhardt damit, dass der SV Dauelsen eine gute Rolle in der Bundesliga spielen kann. „Aber wir können wohl erst nach dem ersten Wettkampftag sehen, wo wir genau stehen und mehr über die sieben Gegner sagen“, findet der Schütze.

Nach Leverkusen fahren die Dauelser in kompletter Besetzung. Nur einer wird die Reise nicht antreten: Trainer Andreas Hehenberger. Der Meistermacher verpasst den Auftakt aus gesundheitlichen Gründen. Ein Grund mehr für Gerhardt und Co., gut zu starten.

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