Wilstedts Volleyballer haben beim Doppelsieg am Heimspieltag nicht nur mit den Gegnern zu tun „Mission“ gegen den Schiedsrichter ist von Erfolg gekrönt

Wilstedt. Der MTV Wilstedt hat in der Volleyball-Landesliga 3 der Männer einen ganz wichtigen Doppelsieg eingefahren und damit einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Allerdings galt es dabei besonders im ersten Spiel eine ganze Menge Frust zu bewältigen.
24.01.2017, 00:00
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„Mission“ gegen den Schiedsrichter ist von Erfolg gekrönt
Von Tobias Dohr

Wilstedt. Der MTV Wilstedt hat in der Volleyball-Landesliga 3 der Männer einen ganz wichtigen Doppelsieg eingefahren und damit einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Allerdings galt es dabei besonders im ersten Spiel eine ganze Menge Frust zu bewältigen.

MTV Wilstedt – TSV Oerel-Barchel 3:2 (25:19, 25:19, 23:25, 19:25, 15:9): Zweidreiviertel Sätze lang lief aus Wilstedter Sicht alles rund. Besonders Thorsten Poppe lenkte das Geschehen mit seinen guten Aufschlägen in beiden Sätzen in die richtigen Bahnen für den MTV. Als die Hausherren dann schließlich mit 20:15 im dritten Durchgang führten, hätte wohl keiner mehr auch nur einen Cent auf die Gäste von Oerel-Barchel gesetzt. Außer vielleicht der Schiedsrichter. Der brachte mit einigen äußerst fragwürdigen Entscheidungen nun nämlich urplötzlich Unruhe in die Partie. So berichtete es jedenfalls MTV-Spielertrainer Heiko Wulff.

„Bis zu diesem Zeitpunkt wurden keine technischen Fehler gepfiffen. Und plötzlich hat er unserem Steller drei Bälle und auch noch einen dritten Ball rausgenommen. Und das eigentlich unberechtigt.“ Zudem wurde ein MTV-Angriffsball, der laut Wilstedter Aussage deutlich im Feld war (Wulff: „Das wurde von allen Zuschauern auf der Tribüne bestätigt.“) kurzerhand ins Aus verlegt. Die Hausherren verloren den Faden und gaben den Satz noch mit 23:25 ab.

Die vielen Diskussionen und der Frust über diese Entscheidungen zeigten auch im vierten Durchgang noch Wirkung. Der MTV fand nicht mehr zu seinem Spiel zurück und musste schließlich nach einem schon fast gewonnenen Spiel doch noch in den Tiebreak. Hier fanden die Wilstedter – gerade noch rechtzeitig – ihre Konzentration wieder. Ole Gehrels sorgte mit einer Angabenserie zum 10:3 für die Vorentscheidung. „Wichtig war, dass wir das Spiel trotz der sehr fragwürdigen Schiedsrichterleistung noch gewinnen konnten“, so Heiko Wulff.

MTV Wilstedt – TSV Stelle II 3:0 (25:19, 25:18, 25:20): Gegen das Schlusslicht aus Stelle war ein Sieg Pflicht, nicht zuletzt deshalb, weil die Wilstedter das Hinspiel unnötigerweise mit 2:3 verloren hatten. Die anfängliche Fünfpunkteführung konnten die Gäste zwar noch mal ausgleichen, doch mit sechs guten Aufschlägen am Stück tütete Niklas Erdmann den Satzgewinn ein.

Im zweiten Durchgang war es dann erneut Thorsten Poppe, der die Wilstedter auf 14:9 davonziehen ließ. Diese Führung gaben die Hausherren dann nicht mehr ab. Und auch im dritten Satz spielten die nun durch und durch sicher auftretenden Wilstedter von vorne weg und brachten ihre frühe Führung souverän ins Ziel. „Damit hatten wir unsere ‚Mission‘ gegen den Schiedsrichter erfüllt“, machte Heiko Wulff abschließend deutlich, wie sehr der Frust aus dem ersten Spiel noch nachwirkte.

MTV Wilstedt: Erdmann, Gehrels, Maiwald, Poppe, Schreiber, Viebrock, Wulff, Zielke.

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