Fußballerinnen der SF Wüsting-Altmoorhausen mit neuem Spiel-System

Mission Klassenerhalt

Delmenhorst. Nach dem Klassenerhalt in letzter Sekunde erwartet Trainer Ralf Eilenberger auch in der kommenden Regionalliga-Spielzeit einen harten Kampf für die Fußballerinnen der SF Wüsting-Altmoorhausen. Dafür hat er sich etwas Neues einfallen lassen.
05.09.2013, 00:00
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Von Mareike Scheer

Delmenhorst. Nach dem Klassenerhalt in letzter Sekunde erwartet Trainer Ralf Eilenberger auch in der kommenden Regionalliga-Spielzeit einen harten Kampf für die Fußballerinnen der SF Wüsting-Altmoorhausen. Sie stehen vor einer großen Herausforderung: Der Coach hat das Spielsystem umgestellt und lässt künftig mit einer Viererkette agieren.

Ralf Eilenberger ist zu Scherzen aufgelegt: „Entweder Platz eins oder Kampf gegen den Abstieg – alles andere ist doch sowieso langweilig“, sagt der Trainer der SF Wüsting-Altmoorhausen vor der am Wochenende beginnenden Regionalliga-Saison. Eilenbergers Fußballerinnen nehmen die schon gewohnte Außenseiterrolle ein, nachdem sie sich Ende Mai erst am letzten Spieltag durch einen 1:0-Derbyerfolg über den Absteiger TV Jahn Delmenhorst gerettet hatten. Zugute kommen könnte den Wüstingerinnen aber, dass nach dem Rückzug des FFC Oldesloe nur ein weiterer Klub die Liga verlassen muss (wir berichteten).

„Es wird trotzdem eine sehr schwierige Saison. Unser Ziel kann nur der Klassenerhalt sein“, betont Eilenberger. Als besonders stark schätzt er den SV Werder Bremen II ein. „Aber die anderen haben sich auch nicht verschlechtert“, meint der Coach. Selbst die Aufsteiger Fortuna Celle und SV Henstedt-Ulzburg hätten gute Testspielergebnisse erzielt. Die Wüstingerinnen kassierten dagegen Niederlagen gegen den TuS Büppel (2:3), Werder II (0:4), den TV Jahn (0:3) und Bundesliga-Aufsteiger BV Cloppenburg (0:9). In der zweiten Runde des Niedersachsenpokals scheiterten sie zudem nach Elfmeterschießen am klassentieferen Piesberger SV. Dennoch sei er mit der Vorbereitung zufrieden, sagt Eilenberger und verweist auf den Sieg beim eigenen Turnier.

Daneben gab es auch Testspielerfolge gegen Schwarz-Weiß Oldenburg (4:0), den VfL Wilhelmshaven (4:0), Kickers Ganderkesee (3:0), die eigene Reserve (3:1), die SVG Aurich (1:0) und den Westfalen-Verbandsligisten FC Oeding (2:1). Vom BV Cloppenburg II trennten sich die Wüstingerinnen 0:0. „Es gibt noch viel zu tun, aber konditionell sind wir auf der Höhe. Wir müssen uns jetzt finden“, erklärt Eilenberger. Seine Mannschaft steht vor einem Umbruch. Gleich sieben Zugänge sind neu im Kader, und der Trainer hat das Spielsystem umgestellt. Agierte Wüsting in der Vergangenheit noch mit einer Libera hinter drei Verteidigerinnen, so setzt der Regionalligist künftig auf eine Viererkette. „Die Umsetzung klappt von Woche zu Woche besser“, berichtet Eilenberger. Die Besetzung der Abwehrreihe steht bereits: Lisa Oberbeck, Natascha Helms, Caroline Engler und Marina Klys. Insgesamt habe er sechs Spielerinnen, die für die vier Positionen infrage kommen, sagt Eilenberger. Ausfälle in der Defensive würden daher schwer ins Gewicht fallen.

Lob für Dörgeloh und Bakenhus

Mit seinen Neuverpflichtungen zeigte sich der Ex-Bundesliga-Profi der SG Wattenscheid 09 zufrieden. Zwar sei noch zu merken, dass diese allesamt von unterklassigen Teams kamen, doch „sie haben schon einen ordentlichen Schub gemacht“, findet Eilenberger. Besonders hebt er dabei Sarah Dörgeloh und Nadine Bakenhus hervor. Dass einige unerfahrene Akteurinnen während der Saison Leistungsschwankungen offenbaren, sei aber durchaus eingeplant, versichert der 47-Jährige.

Wüstingerinnen mit Verletzungssorgen

Was die Taktik angeht, wollen die Wüstingerinnen flexibel agieren. Gegen spielstarke Gegner wie Werder II sei es angebracht, tief zu stehen. „Ansonsten werden wir auch schon mal von Anfang an draufgehen. Manchmal kann sich die Ausrichtung in den ersten Minuten eines Spiels aufgrund der Eindrücke ändern“, sagt Eilenberger. Seine endgültige Stammelf hat er noch nicht gefunden.

Stürmerin Jennifer Corssen, die ihre Mannschaft im Mai zum entscheidenden Sieg über den TV Jahn schoss, hat sich bei der Pokalpleite gegen Piesberg einen Bänderriss zugezogen und fällt erst einmal aus. Darüber hinaus steht Nadine Bakenhus aufgrund eines Lehrgangs in Frankreich derzeit nicht zur Verfügung, und auch Marion Saathoff fehlt bis November. Für das erste Saisonspiel am kommenden Sonntag (15 Uhr, An der Schule) ist zudem der Einsatz von Monika Slota fraglich, die sich die Weisheitszähne ziehen ließ. Schon zu Beginn der Spielzeit muss Eilenberger also improvisieren.

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