SV Grambke-Oslebshausen lässt kräftig Federn / Anton-Team wird ausgekontert – 28:37 Misslungene Heimpremiere

Grambke. André Franke versuchte es nach der 28:37 (8:17)-Heimklatsche gegen den TV Neerstedt mit einem Schuss Sarkasmus: „Es kann bei uns nur noch besser werden“, sagte der Schlussmann des SV Grambke-Oslebshausen in der Handball-Oberliga Nordsee.
22.09.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Olaf Kowalzik

André Franke versuchte es nach der 28:37 (8:17)-Heimklatsche gegen den TV Neerstedt mit einem Schuss Sarkasmus: „Es kann bei uns nur noch besser werden“, sagte der Schlussmann des SV Grambke-Oslebshausen in der Handball-Oberliga Nordsee.

Man muss ihm uneingeschränkt zustimmen, denn die Heimpremiere der Gelb-Blauen war in der vierten Liga absolut misslungen. Angefangen vom Kampfgeist über das Zupacken in der Deckung bis hin zur Chancenverwertung im Angriff gab der Gastgeber ein trostloses Bild ab. Dabei hatten die ambitionierten Niedersachsen nicht einmal mit ihrer stärksten Formation gespielt, sondern den angeschlagenen Tim Schulenberg meist auf der Bank gelassen und auch zwischendurch munter durchgewechselt. „Ich möchte nicht wissen, was uns geblüht hätte, wenn Neerstedt durchgehend in stärkster Formation gespielt hätte“, sagte André Franke.

Sein Trainer Gerd Anton stimmte im Kanon der maßlos enttäuschten ohne Wenn und Aber mit ein: „Bei der Saisonpremiere vor eigenem Publikum hätte meine Mannschaft richtig brennen müssen, davon habe ich nichts gesehen. Mit dieser Leistung hätten wir gegen jeden Gegner verloren“, polterte er.

Die Entscheidung spielte sich in der einseitigen Partie binnen elf Minuten ab. Bis zum 4:4 von Marc Krüger war der SVGO dem Rivalen gleichwertig, da hatte auch Daniel Schimske im Tor seinem Team kräftig den Rücken gestärkt. Nach dem 5:7 von Nils Zittlosen nahm der Fehlstart des SV Grambke-Oslebshausen seinen entscheidenden Lauf (10.). Elf Minuten traf der Gastgeber gegen den starken TVN-Torwart Christoph Kuper nicht ins Schwarze und leistete sich viele leichte Fehler. „So etwas zieht eine Mannschaft natürlich richtig runter“, sagte Gerd Anton.

Stimmt: Sein Team fand nicht mehr aus der Talsohle heraus, wurde ausgekontert und fiel auf 5:14 zurück. Als Marc Krüger die Angriffsmisere zumindest kurzzeitig mit dem Siebenmetertreffer zum 6:14 (21. Minute) beendete, war die Begegnung längst schon entschieden und die Moral am Boden.

Der Höhepunkt der SVGO-Missverständnisse im Angriff spielte sich zwei Sekunden vor der Pause bei einem Freiwurf ab, als Nils Zittlosen in Erwartung des Leders anlief, Lennard Timmermann aber nach links zu Erik Brandt passte. Der war davon derart überrascht, dass er den Ball sofort wieder wie eine heiße Kartoffel fallen ließ.

Die Bremer testeten die Leidensfähigkeit ihres Anhangs auch nach dem Wiederanpfiff weiter. Insgesamt fünf Siebenmeter ließen sie sträflich aus, dafür besserte wenigstens der schnelle Linksaußen Marc Krüger sein Torkonto mit sechs Treffern im zweiten Durchgang auf.

Der Neuzugang im linken Rückraum, Erik Brandt, zeigte hier und da einige brauchbare Aktionen, er muss sich aber erst noch an die rauere Luft drei Ligen höher gewöhnen. Dann dürfte er die erhoffte Verstärkung werden. Am Ende konnte der Gastgeber über die Neun-Tore-Niederlage sogar noch froh sein.

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