Volleyball-Oberliga Misslungener Ausflug nach Baden

Die VG Delmenhorst-Stenum und der VfL Wildeshausen haben gegen die Zweitliga-Reserve verloren. Der VfL zog sich dabei noch besser aus der Affäre.
27.01.2020, 15:10
Lesedauer: 2 Min
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Von Gerhard Göldenitz

Die Fahrt ins Bremer Umland zum TV Baden II ist für die hiesigen Volleyball-Oberligisten nicht von Erfolg gekrönt gewesen. Während der von Frank Gravel trainierte VfL Wildeshausen sein Spiel zwei Durchgänge lang offen gestaltete und zumindest einen Satzerfolg verbuchte, enttäuschte die VG Delmenhorst-Stenum auf ganzer Linie und musste sich deutlich geschlagen geben.

TV Baden II – VG Delmenhorst-Stenum 3:0 (25:15, 25:19, 25:21): Nach den beiden wichtigen Heimspiel-Erfolgen gegen Bersenbrück und Tecklenburg hatten die Schützlinge von Trainerin Susanne Schalk wieder Oberwasser im Kampf um den Klassenerhalt bekommen und wollten nahtlos an ihre gute Vorstellung anknüpfen. In Bestbesetzung traten sie gegen die zuletzt schwächelnde Zweitliga-Reserve aus Baden an, die vor Wochenfrist eine unerwartete Niederlage gegen die Jugendauswahl des NWVV erlitten hatte. Eigentlich hatten dieser Umstand und der Rückenwind der jüngsten Erfolge dafür sorgen sollen, die Partie mit viel Selbstvertrauen anzugehen. Stattdessen starteten die Gäste unterirdisch, mit vielen Fehlern in Annahme und Aufbauspiel. „Das war unglaublich schlecht“, meinte eine konsternierte Trainerin Susanne Schalk. „Ich hatte eigentlich eine ganz andere Reaktion nach dem Heimspieltag erwartet.“

Die Gastgeber hatten wenig Mühe, den ersten Satz deutlich nach Hause zu bringen, und waren auch im zweiten tonangebend. Vor allem die mangelnde Verwertung ihrer Chancen am Netz ließ die Gäste frühzeitig ins Hintertreffen geraten. Erst im dritten Abschnitt kamen sie etwas besser ins Spiel, gestalteten diesen auch lange Zeit offen. Weil aber gerade zum Satzfinale hin die Sprungaufschläge der Badener nicht unter Kontrolle gebracht wurden, war auch dieser Satz schnell zugunsten der Hausherren entschieden.

TV Baden II - VfL Wildeshausen 3:1 (18:25, 27:25, 25:19, 25:17): Etwas besser als der Lokalrivale kam das Überraschungsteam von der Hunte ins Spiel. Mit sehr guten Angaben erarbeitete es sich frühzeitig eine 8:2-Führung. Diese egalisierten die Gastgeber zwar noch einmal, doch der VfL blieb seiner Spielweise treu und holte sich verdient den ersten Abschnitt.

Badens Trainer Peter-Michael Sagajewski stellte zu Beginn des zweiten Satzes um und brachte damit deutlich mehr Angriffswucht ins Spiel seiner Mannschaft. Schnell lagen die Gäste mit 3:8 hinten, kamen noch mal auf 21:22 heran, wehrten danach vier Satzbälle ab, ehe sie durch zu wenig eigenes Risiko im Angriff dann doch noch mit einem knappen 25:27 den Ausgleich hinnehmen mussten.

Der dritte Durchgang verlief zunächst ausgeglichen, als sich der Diagonalangreifer der Hausherren verletzte und raus musste. Das nutzte der VfL allerdings nur bis zum 10:6 aus, ehe die eigene Annahme um Libero Helge Mildes ins Schwimmen geriet. Als dann auch noch das eigene Aufbauspiel zu durchsichtig wurde und die Angriffsbemühungen nur wenig Druckvolles produzierten, war die Führung futsch. Auch danach bestimmte die Badener Zweitliga-Reserve das Geschehen auf dem Feld und holte sich Satz vier.

Für den VfL Wildeshausen und die VG Delmenhorst-Stenum kommt es in zwei Wochen zum direkten Aufeinandertreffen. Während die Huntestädter ein ordentliches Polster haben, müssen die Schalk-Schützlinge unbedingt punkten, um den Relegationsplatz sieben halten zu können. Da bleibt also noch genügend Spannung bis zum Saisonfinale.

VG Delmenhorst-Stenum: Bode, Schwan, Süßmuth, Hoffmann, Sanders, Marks, Doig, Förstermann, Riewe, Pröbe.

VfL Wildeshausen: Backhus, Bartelt, L. Gravel, F. Gravel, Schütte, Mildes, Nguyen, Kramer, Meyer.

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