Ganderkesee-Hoykenkamp Misstrauische Erzrivalen

Es geht um viel Prestige und darum, wer sich noch Hoffnungen auf den Aufstieg in die Handball-Verbandsliga machen kann: Das morgige Derby zwischen der TS Hoykenkamp und der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg verspricht Spannung. Im Vorfeld beäugen sich die beiden Erzrivalen misstrauisch.
24.01.2015, 00:00
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Misstrauische Erzrivalen
Von Christoph Bähr

Es geht um viel Prestige und darum, wer sich noch Hoffnungen auf den Aufstieg in die Handball-Verbandsliga machen kann: Das morgige Derby zwischen der TS Hoykenkamp und der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg verspricht Spannung. Im Vorfeld beäugen sich die beiden Erzrivalen misstrauisch.

Die Hallen der TS Hoykenkamp und der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg liegen gerade einmal acht Kilometer auseinander, die beiden benachbarten Handball-Landesligisten kennen sich in- und auswendig. Trotzdem beäugen sich die Erzrivalen vor dem Derby, das morgen ab 15.30 Uhr in der Halle Heide ausgetragen wird, misstrauisch. So beklagen die Grüppenbührener ihre große Personalnot, doch Hoykenkamps Handball-Abteilungsleiter Hans-Georg Ahrens bleibt skeptisch. „Es wird vorher immer viel erzählt. Mal sehen, wer dann tatsächlich aufläuft“, sagt er.

Grüppenbührens Trainer Sven Engelmann klingt aber zumindest glaubhaft, wenn er berichtet, dass unter der Woche kaum Spieler beim Training waren. Stefan Buß, Werner Dörgeloh, Marcel Behrens, Daniel Hammler, Lasse Wiosna und Yannick Lau fallen voraussichtlich für das Derby aus. Der ehemalige Hoykenkamper Julian Stolz ist immerhin dabei. Zudem sollen einige Spieler aus der Grüppenbührener Reserve einspringen, die in der Weser-Ems-Liga beheimatet ist. Wer genau in die erste Mannschaft aufrückt, verrät Engelmann allerdings noch nicht. „Damit der Gegner im Vorfeld nicht weiß, welche Deckungsformationen er spielen kann.“

Überhaupt setzt Engelmann vor dem Derby auf Psychologie. Obwohl seine Mannschaft als Tabellendritter zwei Plätze vor Hoykenkamp liegt, beansprucht er aufgrund der vielen Ausfälle die Außenseiterrolle. Das Spiel mit „Backe“ liege seinen Spielern nicht, erklärt der Coach, der nach der Niederlage bei der Eickener SpVg bloß keinen Druck auf seine Mannschaft ausüben. „Wir wollen vor allem Spaß haben“, betont Engelmann.

Etwas angriffslustiger klingt Hoykenkamps Handball-Chef Ahrens: „Es dürfte klar sein, dass wir zu Hause nicht verlieren wollen.“ Nach dem überraschenden 36:19-Kantersieg über den Zweiten TV 01 Bohmte strotzt die Turnerschaft vor Selbstvertrauen. Zudem fehlen Trainer Jörn Franke wohl nur der Langzeitverletzte Christoph Müller-Hill und Tim Streckhardt. Mit einem Derbyerfolg könnten die Hoykenkamper Grüppenbühren nach Minuspunkten überholen und noch in den Kampf und den Relegationsplatz zwei eingreifen.

Nicht zu vergessen: Die Turnerschaft hat noch eine Rechnung offen, denn im Hinspiel in Bookholzberg unterlag sie klar mit 23:30. Auch die beiden Derbys davor, die während der Verbandsliga-Saison 2011/12 ausgetragen wurden, verlor Hoykenkamp. Morgen soll mal wieder ein Erfolg gegen den Erzrivalen her. Ahrens rechnet mit einer ausverkauften Halle Heide, in der maximal 300 Zuschauer Platz haben. „Ein Derby vor solch einer Kulisse macht immer Spaß“, betont er.

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