Viele Topjockeys und Toppferde sind bei der Saisoneröffnung auf der Rennbahn in der Bremer Vahr am Start

Mit Galopp in eine ungewisse Zukunft

Bremen. Aufgalopp in der Bremer Vahr: Traditionell startet der Bremer Rennverein am Karfreitag in die neue Saison. Die ungewisse Zukunft der Bahn schwingt zwangsläufig mit, doch der Sport soll vornehmlich im Mittelpunkt stehen.
13.04.2017, 00:00
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Von Klaus-Jürgen Pfeffer
Mit Galopp in eine ungewisse Zukunft

Der Champion gibt sich die Ehre: Filip Minarik war im Vorjahr der beste Jockey in Deutschland – Karfreitag steigt er auf der Bremer Rennbahn in den Sattel.

imago sportfotodienst, imago/Bernd König

Bremen. Aufgalopp in der Bremer Vahr: Traditionell startet der Bremer Rennverein am Karfreitag in die neue Saison. Die ungewisse Zukunft der Bahn schwingt zwangsläufig mit, doch der Sport soll vornehmlich im Mittelpunkt stehen. Erster Start ist um 14 Uhr. Der Bremer Rennverein überrascht die ersten 1111 Besucher mit einem Schmunzelhasen aus Schokolade.

Für die acht Flachrennen mit insgesamt 76 Pferden steht ein Preisgeldvolumen von 33 750 Euro zur Verfügung. Bremen ist am Karfreitag bundesweit der einzige Veranstalter, sodass alle Topjockeys anreisen. So werden beispielsweise Championjockey Filip Minarik, der Niederländer Adrie de Vries, Jozef Bojko, Daniele Porcu und natürlich der in Bremen besonders beliebte Eduardo Pedroza, Stalljockey bei Andreas Wöhler in Gütersloh, in den Sattel steigen. Der in Panama geborene Pedroza will im Hauptrennen des Tages, dem mit 8750 Euro dotierten Acatenango Derby Trial über 2200 Meter, mit dem Fuchshengst Promise of Peace gegen fünf Gegner unbedingt gewinnen. Ob das in diesem wichtigen Rennen für dreijährige Spitzenpferde gelingt, bleibt abzuwarten. Der von Wöhler auf dem Gestüt Ravensburg für den Stall Qartar Racing Limeted trainierte Hengst besitzt Derbynennungen für Hamburg und England.

Trainer Jean Pierre Carvalho wiederum vertraut in diesem Rennen auf den Schlenderhaner Debütanten Sargas, den Filip Minarik reiten wird. Trainer Markus Klug ist mit dem Hengst Adler (Adrie de Vries) vertreten. Vater des Hengstes ist Adlerflug, der 2007 in Bremen und danach das Derby in Hamburg gewann. Drakensberg hat Samum zum Vater. Er debütiert in der Vahr mit Jockey Daniele Porcu. Trainer Peter Schiergen ist zuversichtlich, dass Drakensberg vorne mitmischen wird. Walsingham (Marc Lerner) und Dictator (Andreas Helfenbein) sind chancenreiche Außenseiter. Dictator wird von Werner Haustein auf der Bremer Rennbahn für den Rennstall Aesculap vorbereitet. Bei seinem bisher einzigen Start war der Hengst Vorletzter.

Zum Auftakt des Tages geht es um 14 Uhr für fünf Pferde über die 1200-Meter-Flitzerdistanz. Favorit ist Forgino, der von Toni Potters in Großenkneten trainiert wird. Der sechsjährige Wallach hat Adrie de Vries im Sattel. Andreas Suborics, ehemaliger Zuckerbäcker aus Wien, der rechtzeitig zum Jockey umsattelte und kürzlich auch ins Trainergeschäft wechselte, hat im zweiten Rennen den vierjährigen Hengst Dancing Hawk mit Jockey Ian Ferguson unter Order. Er gehört nach zwei zweiten Plätzen neben Sommerwiese, Gonora und vielleicht auch Zindai zum Favoritenkreis in diesem 1800-Meter-Rennen. In der dritten Tagesprüfung scheint kein Weg am Wöhler-Pferd L´Ange Bleu und seinen Jockey Pedroza vorbeizugehen. Amiga, La Tendresse und Good Girl werden sich in der 1800-Meter-Prüfung anstrengen müssen, wenn sie den Tiger Hill-Sohn gefährden wollen.

Der Ausgleich IV über 2200 Meter ist mit 16 Startern das am stärksten frequentierte Rennen. Der aus Holland anreisende Wallach Alshazah versucht sich nach zwei Siegen auf der Dortmunder Winterrennbahn mit dem aus Sardinien stammenden Reiter Nicolai Sechi nun auf Gras. Der Ausgleich III über Meilendistanz hat in For England mit Eddie Pedroza seinen Favoriten. Mastoso, Tendresse und der Bremer Dark Fighter sind vielleicht für eine Überraschung gut. Im Ausgleich IV über 1200 Meter ist Trainer Frank Fuhrmann im Elfer-Feld mit drei Startern präsent, von denen die Stute Gläddis als Siegerin auf der Neusser Sandbahn gefallen konnte. Der abschließende Ausgleich III über 2200 Meter könnte eine Beute der von Pavel Vovcenko trainierten Bremer Stute Wameera werden, die von Filip Minarik geritten wird.

Rennvoraussagen: 1. R.: Forgino - Flachy Approach - Kolonel 2. R.: Dancing Hawk - Gonora - Sommerwiese 3. R.: L`Ange Bleu - Amiga - Good Girl 4. R.: Alshazah - Ivrea - The Tiger 5. R.: Promise of Peace - Adler - Sargas 6. R.: For England - Mastoso - Dark Fighter 7. R.: Gläddis - Presence - Iggy - D. Diamond 8. R.: Wameera - Zaphiras Adventure - Saluta
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