Handball

Mit hohem Tempo zum ersten Sieg

Nach einem gelungenen Saisonstart in der A-Jugend-Bundesliga bekommen es die Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg nun mit einem weiteren Traditionsverein zu tun: dem VfL Bad Schwartau.
12.10.2017, 16:48
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Mit hohem Tempo zum ersten Sieg
Von Michael Kerzel

Bookholzberg. Die A-Junioren-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg sind überzeugend in die erste Bundesligasaison der Vereinsgeschichte gestartet. In vier Partien konnten sie dreimal gut mithalten und holten dabei zwei Unentschieden. „Mit etwas mehr Glück oder auch mehr Cleverness hätten wir zwei oder drei Punkte mehr haben können. Ich bin aber sehr zufrieden mit dem Saisonstart“, sagt HSG-Trainer Stefan Buß. Am Sonnabend empfangen die Bookholzberger mit dem VfL Bad Schwartau einen weiteren großen Namen des deutschen Handballs. In der Saison 2000/01 gewannen die Schwartauer den DHB-Pokal, bevor der HSV Lübeck den Bundesligastartplatz für den VfL übernahm und fortan als HSV Hamburg spielte. „Die A-Junioren spielen seit mehreren Jahren in der Bundesliga und sind da etabliert. Die wissen, wie es geht“, meint Buß.

Auch wenn die Bookholzberger als Außenseiter in die Partie gehen, chancenlos sind sie nicht. „Es muss natürlich alles zusammenpassen. Aber wir können gegen Bad Schwartau gewinnen“, ist der HSG-Trainer überzeugt. Dafür müssen seine Jungs jedoch über 60 Minuten auf hohem Niveau agieren. „Gegen den TV Oyten haben wir am Ende blöde technische Fehler gemacht und so Ballverluste produziert“, erinnert sich Buß. Das kostete den Sieg im Derby. Auch gegen den Tabellenführer SC Magdeburg stand die Buß-Sieben vor einem Sieg oder zumindest einem Remis, als sie kurz vor Schluss bei Gleichstand in Überzahl agierte. „Wir verbessern uns von Spiel zu Spiel. Wir werden lockerer, die Nervosität nach vier Spielen muss jetzt weg sein“, so Buß.

Das Rezept gegen Bad Schwartau lautet: Geschwindigkeit. „Wir müssen unser Spiel durchdrücken und vor allem über das Tempo kommen. Wir brauchen schnelle Tore, da sie unseren Rückraum entlasten würden, sodass wir Kräfte sparen können“, blickt Buß voraus. Sein Team tritt als jüngerer Jahrgang an, die Gegner sind in der Regel körperlich überlegen. „Auch wenn es nur ein Jahr Unterschied ist, merkt man das schon. Die trainieren halt fünf- bis sechsmal pro Woche, manchmal zwei- bis dreimal pro Tag“, berichtet er. Auch sein Team bolze Kondition und übe das Tempospiel. „Davon müssen wir aber noch mehr umsetzen und zudem Passfehler abstellen“, sagt Buß.

Wenn sich der Gegner aus der Marmeladenstadt erst mal hinten ordnen könne, sei es schwierig, gegen die stabile 6:0-Deckung Lösungen zu finden. „Es werden Kleinigkeiten entscheiden, das haben wir auch gegen Magdeburg gesehen. Wir müssen nicht nur unser Tempo hochhalten, sondern auch das schnelle Spiel der Schwartauer, die das gut machen, unterbinden“, gibt Buß vor. Ein besonderes Augenmerk müsse seine Defensive auf Janik Schrader legen. Dieser agiert beim VfL im Rückraum rechts. Bei den Siegen der Bad Schwartauer gegen HC Empor Rostock und VfL Potsdam traf er jeweils elfmal, darunter je siebenmal aus dem laufenden Spiel heraus. Und auch gegen Flensburg Handewitt (9/3) und den HSV Hamburg (12/6) war er der dominierende Spieler. „Er macht das Spiel, leitet es“, hat Buß beobachtet.

Dem HSG-Trainer steht sein kompletter Kader zur Verfügung, auch Carsten Jüchter kann wieder mitspielen. „Wir müssen mit viel Leidenschaft auftreten, Emotionen reinbringen. Und wir brauchen einen Flow wie gegen Magdeburg. Die Stimmung in der Halle wird wieder stark sein, davon müssen wir uns tragen lassen“, fordert Buß. Machen seine Spieler dann kaum Fehler, könnte es den ersten Sieg für die Bookholzberger in der Bundesliga geben.

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