TSV Dauelsen Mit Teamgeist heraus aus der Misere

Dauelsen. Jason Flaherty ist seit elf Jahren Trainer in Dauelsen. Der 40-Jährige, der als Mechaniker arbeitet, steckt mit seiner Mannschaft tief im Tabellenkeller der Kreisliga Verden. In einem Interview mit unserem Redakteur Jürgen Juschkat nahm er Stellung zur derzeitigen Situation der ersten Dauelsener Fußball-Herrenmannschaft.
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Jason Flaherty ist seit elf Jahren Trainer in Dauelsen. Anderthalb Jahre trainierte er die zweite Herrenmannschaft und übernahm danach die erste. Der 40-Jährige, der als Mechaniker arbeitet, steckt mit seiner Mannschaft tief im Tabellenkeller der Kreisliga Verden. In einem Interview mit unserem Redakteur Jürgen Juschkat nahm er Stellung zur derzeitigen Situation der ersten Dauelsener Fußball-Herrenmannschaft.

Neun Spiele - null Punkte bilden eine traurige Bilanz, wie ist es dazu gekommen und warum?

Natürlich eine berechtigte Frage. Unsere Vorbereitung lief eigentlich ganz gut. Nur leider haben sich gleich zu Beginn der Saison drei ganz wichtige Spieler verletzt, und zu allem Überfluss musste ich unseren erfolgreichsten Stürmer aus dem Kader streichen. Wir hatten mit Fischerhude und Oyten natürlich gleich zwei Knaller zum Saisonstart, denen wir nicht gewachsen waren. Dann hat sich noch ein Leistungsträger am Knie verletzt, und unser Torwart ließ sich zu einer Roten Karte hinreißen. Das Selbstvertrauen ist dann natürlich nicht gerade groß, und in den Spielen fehlt uns dann auch manchmal das Quäntchen Glück. Es waren genügend Spiele da, wo wir nie hätten verlieren dürfen. Unsere kleinsten Fehler in der Abwehr werden gnadenlos bestraft und meine Jungs lassen dann manchmal einfach zu schnell den Kopf hängen.

Wie wollen Sie mit Ihrem Team aus der Misere herauskommen?

Mit Teamgeist und niemals aufgeben. Wir haben letzte Saison gesehen, was möglich ist. Unsere Verletzten kommen jetzt auch alle so allmählich zurück. Uns fehlt ein Erfolgserlebnis, damit der Knoten endlich platzt.

Sind personelle Änderung nötig und möglich?

Stephan Marwedel kommt nach einjähriger Verletzungspause so langsam wieder in Fahrt. Vitali Reswanow aus der A-Jugend und Christian Andres nach längerer Pause verstärken jetzt unseren Kader. Nicht zu vergessen, Tobias Müller steht im Tor, solange Jan Grafe Rot-gesperrt ist. Tobias Müller ist mit Sicherheit immer noch einer der besten Keeper im NFV-Kreis Verden.

Sonntag geht es gegen Spitzenreiter TSV Achim, wie wollen Sie ein gegnerisches Schützenfest verhindern? Oder sehen Sie eine Chance für Ihren TSV Dauelsen?

Wir werden versuchen, Achim nicht so sehr ins Spiel kommen zu lassen und werden unsere kämpferischen Tugenden wieder zum Vorschein kommen lassen.

Im Vorjahr haben Sie mit Ihrem Team den Abstiegskampf positiv gestaltet. Dauelsen ist Vorletzter geworden und hat sich dadurch gerettet, vielleicht einige Worte dazu.

Die Hinserie war ein Spiegelbild der jetzigen Saison. Viele Verletzte usw.! Die Rückserie war eine tolle Mannschaftsleistung, hat sehr viel Spaß gemacht, aber auch viel Kraft gekostet.

Wäre ein Abstieg besser gewesen als eine weitere Zittersaison in der Kreisliga?

Nein!!

Personell hatte es zwei Abgänge (Marco Jodeit und Benjamin Andres) gegeben. Hat das so viel ausgemacht?

Jens Heidemann, David Gennat, Sebastian Welp und Sascha Hohl sind auch nicht mehr im Kader. Alles zusammen wichtige Spieler. Unsere Tabellensituation kann man da aber nicht dran festmachen. Wir haben mit Julian Tanke, Wissam Jaber, Janek Kamermann, Jonas Stumpf, Marcel Fischer, Vitali Reswanov alles gute Spieler bekommen. Der ein oder andere muss sich vielleicht noch an die Kreisliga gewöhnen, aber wir sind da auf einem guten Weg.

Dauelsen hat nur auf die Jugend bei Neuverpflichtungen gebaut, war das ein Fehler?

Das hat die letzten acht Jahre auch immer gut geklappt. Es ist nie ein Fehler auf die Jugend zu setzen. Wenn aber einige gestandene Spieler gleich mehrere Wochen verletzungsbedingt fehlen, ist es schwer das aufzufangen.

Und warum wurden keine gestandenen Spieler verpflichtet?

Es gab einige feste Zusagen, doch leider zählt das Wort heutzutage nicht mehr viel. Erst wenn der Spielerpass auf dem Tisch liegt, kann man sich sicher sein, dass der Spieler auch wirklich kommt.

Haben Sie schon mal ans Aufhören gedacht, obwohl die Misere sicherlich nicht an Ihrer Person liegt?

Ich habe dieses Jahr das erste Mal über einen Trainerwechsel nachgedacht. Ich werde mir wohl die Hinserie noch anschauen, mich dann mit der Mannschaft zusammensetzen und dann mal sehen.

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