RV Sudweyhe muss zwar Prüfungen absagen, zieht sein Reitturnier aber dennoch durch Mit Wasserpumpen und Gräben

Sudweyhe. Der RV Sudweyhe hat – wenn auch mit einigen Strapazen – den zweiten Teil seines jährlichen Reitturniers über die Bühne gebracht. Wegen der Unwetter kamen nicht ganz so viele Reiter wie erhofft auf das Gelände in Lahausen, und ab Sonnabendmittag mussten die Veranstalter in Absprache mit der Landeskommission sogar alle weiteren Prüfungen absagen.
29.06.2016, 00:00
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Von Niklas Golitschek

Sudweyhe. Der RV Sudweyhe hat – wenn auch mit einigen Strapazen – den zweiten Teil seines jährlichen Reitturniers über die Bühne gebracht. Wegen der Unwetter kamen nicht ganz so viele Reiter wie erhofft auf das Gelände in Lahausen, und ab Sonnabendmittag mussten die Veranstalter in Absprache mit der Landeskommission sogar alle weiteren Prüfungen absagen. „Es ging einfach nicht mehr. Das wäre zu gefährlich geworden, vor allem für die springenden Reiter“, erklärte RV-Pressewartin Hilke Seebade. Reiten war auf den Plätzen nach den starken Regenfällen unmöglich geworden – so schlimm sei es in den vergangenen Jahren noch nicht gewesen. „Das ist wortwörtlich ins Wasser gefallen“, konnte Seebade aber schon wieder über die Umstände lachen. Immerhin: Am Freitag fanden noch alle Prüfungen für die Jungpferde wie geplant statt.

Die Verantwortlichen des RV Sudweyhe mussten am Sonnabend dann aber erst einmal zusehen, dass sie die Plätze wieder halbwegs trocken bekommen und wieder in einen bereitbaren Zustand setzen. Keine einfache Aufgabe, sagte Hilke Seebade: „Bis in den späten Abend wurden Gräben geschaufelt und Pumpen eingesetzt, um die Wassermassen abzuleiten.“ Die Mühen der Helfer machten sich schließlich bezahlt, am Sonntag ging das Turnier wie geplant weiter. „Der Boden war zwar immer noch nass, aber bereitbar, keiner hat gemeckert“, sagte Seebade. Allerdings hatte da das Wetter schon einigen Reitern offenbar die Lust am Wettbewerb verdorben – zumindest berichtete die Pressewartin von überschaubaren Teilnehmerzahlen. Durch das inzwischen wieder bessere Wetter seien dafür viele Zuschauer gekommen, sagte Seebade erfreut. „Am Ende war der Platz sogar wieder trocken“, sagte sie schmunzelnd.

Wer dann noch von den Reitern vor Ort war, der kämpfte mit der Konkurrenz um die Platzierungen in den einzelnen Prüfungen. Kaum fanden sich die Reiter in ihrem Element wieder, gab es bei den Siegerehrungen – und dann auch passend zum Wetter – strahlende Gesichter unter den erfolgreichen Teilnehmern. Freuen durfte sich etwa Liesa Behrens vom Gastgeberverein. Nach einem dritten Platz beim A**-Springen mit einer Wertung von 61.29 auf Soverign Rose gelang ihr auch im M*-Springen Bronze auf Caresta. Gar einen doppelten Erfolg verbuchte sie beim M**-Springen, als sie auf Betty Balou mit vier Fehlern und einer Zeit von 77,28 Sekunden Platz zwei abräumte und auch auf Caresta mit einer Zeit von nur 67,58 Sekunden, dafür aber acht Fehlern, noch Bronze holte. Das M**-Springen fand anders als ursprünglich vorgesehen ohne Stechen statt. „Der Boden war nicht gut genug. Wir wollten nicht, dass die Reiter noch mehr Gas geben und dann in der Kurve ausrutschen“, erläuterte Hilke Seebade die Entscheidung.

Auch die Leistung der Sudweyherin Frauke Schröder in der M-Dressur reichte noch für eine Platzierung aus, Teamkollegin Nadine Pape ließ der Konkurrenz mit ihrer jungen Stute gar keine Chance und holte den Sieg in der Reitpferdeprüfung. Gar ein Doppelsieg gelang Silke Müller vom RFV Diek-Bassum. In der erstmals in Lahausen ausgeschriebenen L**-Kandare-Prüfung überzeugte sie auf Nimbus mit einer Wertung von 7,3, auf Carino amico holte sie eine 7,1. Das gleiche Kunststück gelang auch Jani Laurikainen vom RV Sittensen im L-Springen. Zu Platz zwei und drei reichte es für Mylene Diederichsmeier vom RV Havighorst im M*-Springen, Position eins und drei gingen im L-Punktspringen an Anja-Sabrina Heinsohn vom RV Zeven.

Ein vorzeitiges Aus gab es für Bryan White beim M**-Springen. Der Reiter vom RC Rosenbusch Oberneuland stürzte vom Pferd und verletzte sich an der Schulter. „Die Sanitäter waren aber sofort zur Stelle“, beschwichtigte Hilke Seebade. Als das Turnier nach der Prüfung beendet war, schauten die Beteiligten noch gemeinsam im Zelt das Achtelfinale der Fußball-Europameisterschaft zwischen Deutschland und der Slowakei. „Die Stimmung war trotz des Wetters gut“, zog Seebade ihr Fazit.

Nicht ganz so positiv wird aber vermutlich der Kassensturz ausfallen. „Es steht fest: Das Turnier wird für uns ein Verlustgeschäft“, sagte Hilke Seebade. Genaue Zahlen seien ihr zwar noch nicht bekannt, aber die geringe Teilnehmerzahl und der Ausfall einiger Prüfungen sprechen offenbar schon für sich. „Für den Verein ist das ziemlich blöd“, wusste sie.

„Es ging einfach nicht mehr. Das wäre zu gefährlich geworden.“ Hilke Seebade, RV Sudweyhe
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