Bremen Mit WM-Euphorie raus aus der Krise?

Bremen. Fröhlich pfeifend spazierte Thomas Delaney in den Medienraum des Bremer Weserstadions. Die gute Laune war ihm also nicht nur anzusehen, sondern auch anzuhören.
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Mit WM-Euphorie raus aus der Krise?
Von Patrick Hoffmann

Bremen. Fröhlich pfeifend spazierte Thomas Delaney in den Medienraum des Bremer Weserstadions. Die gute Laune war ihm also nicht nur anzusehen, sondern auch anzuhören. Kein Wunder, schließlich hatte sich der Werder-Profi am Dienstagabend mit Dänemark für die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland qualifiziert. „Das ist der mit Abstand größte Moment, den ich als Spieler erlebt habe“, sagte Delaney nach seiner Rückkehr am Donnerstag. Bis tief in die Nacht hatten Delaney und seine Teamkollegen den 5:1-Sieg im Play-off-Rückspiel in Irland gefeiert, auch die eine oder andere Flasche Champagner sei dabei geflossen.

Und nun? Nun steckt Delaney wieder mittendrin im tristen Bundesligaalltag. Tabellenplatz 17. Abstiegskampf. „Die Nationalmannschaft und Werder, das sind momentan zwei verschiedene Welten“, sagte der 26-Jährige, „in Bremen ist nicht viel mit Champagner.“ Stattdessen muss am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen Hannover 96 (18 Uhr) endlich der erste Saisonsieg her – vielleicht ja auch dank der zusätzlichen Euphorie, die die WM-Fahrer Delaney, Ludwig Augustinsson (Schweden) und Milos Vejlkovic (Serbien) mit in die Kabine bringen. „Das kann nie schaden“, sagte Delaney, der sich auch sehr für seinen Kumpel Augustinsson freut – „obwohl es ja immer so eine Rivalität zwischen unseren beiden Ländern gibt“.

Augustinsson hatte sich in den WM-Play-offs mit Schweden ebenfalls durchgesetzt. „Das war der beste Tag in meinem Leben“, sagte Augustinsson am Donnerstag. Der Erfolg gegen die favorisierten Italiener habe ihm gezeigt, „dass man auch gegen die besten Teams gewinnen kann. Die Mentalität ist entscheidend.“ Ob sich das vielleicht auch auf Werder übertragen lässt? Eventuell hilft den Bremern ja auch eine ähnliche Ansprache wie die des dänischen Nationaltrainers Åge Hareide, der seine Mannschaft vor dem Irland-Spiel aufgefordert hatte, es wie einst die Wikinger zu machen, die Macht zu ergreifen und alles zu plündern. Delaney lachte bei der Vorstellung, dies demnächst auch von Werder-Trainer Florian Kohfeldt zu hören. „Dann muss ich der Mannschaft vorher noch etwas über die Geschichte der Wikinger erzählen“, sagte Delaney, „denn ich bin mir nicht sicher, ob Max Kruse so viel darüber weiß.“

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