Fußball Möglichst erfolgreich sein

In der Frauen-Bezirksliga starten mit Holtebüttel, Bassen und Fischerhude drei Teams aus dem Kreis Verden.
23.08.2018, 15:44
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Von Andreas Ballscheidt

Landkreis Verden. Mit einem 5:0-Erfolg gegen die TSG Wörpedorf haben die Fußballerinnen des TSV Fischerhude-Quelkhorn in der Vorsaison Abschied von der Kreisliga genommen. Zuvor hatten sie den Titel bereits in trockenen Tüchern. Nun will sich das Team von Jan Blanken in der Bezirksliga etablieren. Zu den künftigen Rivalen aus dem Kreis gehören der benachbarte TSV Bassen und die Mannschaft des SV Holtebüttel.

Beim SV Holtebüttel gab es in der Sommerpause einen gehörigen Rückschlag, als das Team erfuhr, dass Lena Bahlmann nicht mehr zur Verfügung steht. Die Torjägerin schloss sich dem Polizei SV Oldenburg an. „Es sind allein berufliche Gründe, die sie zum Wechsel veranlassten“, sagt Andreas Dressler, der nun als verantwortlicher Trainer das Team betreut. Der 60-Jährige hat die Mannschaft von Marco Hamacher übernommen, der aber weiterhin als Assistent zur Verfügung steht. Auch Keeperin Kathrin Cordes und Lena Allermann werden erst einmal nicht im Aufgebot des SVH stehen. Beide sollen eine Pause einlegen. Neu im Kader sind dafür Torfrau Pia Haroth und Mareike Behrmann aus der eigenen Reserve. Aus Etelsen schloss sich Abwehrspielerin Elena Behrmann dem Team an, und nach einer Pause kehrt Eva Bahlmann zurück. Dressler, der auf gestandene Spielerinnen wie Miriam Thiesfeld, Sarah Bresagk, Jamina Zaugg und Dana Wagner zurückgreifen kann, hofft auf eine Saison, in der er nicht in den Abstiegssog gerät. „Wir benötigen wahrscheinlich einige Zeit, um in Bestform zu kommen, doch wir werden auch ohne Lena Bahlmann mithalten“, glaubt Dressler, der von seinen Spielerinnen überzeugt ist. Für den SVH geht es am Sonntag (15 Uhr) gleich mit dem Derby beim TSV Bassen los.

Das Team von TSV-Coach Bastian Okrongli geht gut vorbereitet in die Serie. „Bleiben alle Spielerinnen gesund, ist von unserer Mannschaft sicherlich viel Positives zu erwarten“, sagt Bassens Pressesprecher Uwe Norden, der mit einem Rang unter den ersten fünf Teams liebäugelt. Das Team hat keine Spielerin verlassen, sodass Okrongli und sein Assistent Holger Kreyenhop in dieser Serie nicht in Personalnot kommen sollten. Mit der erfahrenen Jennifer Schmidt vom TSV Bierden für die Defensive, Hannah Maruschke aus der eigenen Jugend, die auf allen Positionen auf der linken Seite eingesetzt werden kann, sowie Lina Ehlermann, die nach einer Pause ihr Comeback gibt, stehen drei Spielerinnen mehr im Aufgebot. Norden hält übrigens viel vom ersten Gegner Holtebüttel und schätzt das Team von Dressler neben dem VSV Hedendorf/Neukloster und dem MTV Jeddingen als Titelanwärter ein. Die Okrongli-Elf läuft aufgrund der aktuell gültigen sportrechtlichen Vorgabe als TSV Bassen auf, ist aber eigentlich ein Zusammenschluss aus dem TSV Bassen und TV Oyten. „Wir sehen uns als SG und leben diese auch“, sagt Norden.

Im Bezirkspokal hat Fischerhude zuletzt eine gute Leistung gezeigt und den Landesligisten SG Anderlingen/Byhusen an den Rand einer Niederlage gebracht. Das Spiel wurde mit Pech verloren (2:3). Trainer Jan Blanken steht eine sehr junge Mannschaft zur Verfügung. Von den sechs neuen Spielerinnen sind fünf noch nicht volljährig. „Wir setzen auf die Zukunft, wollen in dieser Saison die Klasse halten. Wobei wir nicht nur reagieren wollen, sondern auch selbst agieren“, weiß Fischerhudes Coach, dass viel Potenzial im Team steckt. Nicht von ungefähr haben sich die Bassenerinnen Nina Luhmann und Lucie Holsten dem Team angeschlossen. Luhmann spielte zuletzt in der Verbandsliga beim SC Weyhe und die Tochter der Bassener Trainer-Legende Marco Holsten bei den B-Junioren des TV Oyten in der Bezirksliga. „Lucie Holsten war auch schon mehrfach in Barsinghausen bei der Landesauswahl. Sie ist eine sehr talentierte Spielerin, die bei uns auf der Sechserposition zum Einsatz kommen soll.“

Zudem hat Blanken drei Mädchen von den eigenen B-Juniorinnen hochgezogen. „Unser Handicap ist, dass wir über wenig Erfahrung verfügen. Gelingt es uns aber, uns schnell in der Liga zu etablieren, sollten wir den Klassenerhalt schaffen“, sagt Blanken, dessen Team zum Saisonauftakt am Sonntag (13 Uhr) den TSV Timke erwartet.

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