Fußball-Kreisliga Mörsen: Bis zum Ende unter Feuer

Mörsen·Sudweyhe. Der SV Lessen ist Meister der Fußball-Kreisliga - so viel steht unverrückbar fest. Doch wer begleitet die Mannen aus dem Sulinger Vorort in die Bezirksliga? Da gibt es nur noch zwei Kandidaten: den SV Mörsen-Scharrendorf und den TuS Sudweyhe. Und beide treffen heute um 17 Uhr in Mörsen aufeinander.
15.05.2010, 02:00
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Mörsen: Bis zum Ende unter Feuer
Von Micha Bustian

Mörsen·Sudweyhe. Der SV Lessen ist Meister der Fußball-Kreisliga - so viel steht unverrückbar fest. Doch wer begleitet die Mannen aus dem Sulinger Vorort in die Bezirksliga? Da gibt es nur noch zwei Kandidaten: den SV Mörsen-Scharrendorf und den TuS Sudweyhe. Und beide treffen heute um 17 Uhr in Mörsen aufeinander.

Kein Zweifel - dieses Duell hat vorentscheidenden Charakter. Gewinnt der Gastgeber, sind beide Aufstiegsbewerber punktgleich, aber der SVMS hat das bessere Torverhältnis. Bleibt es bei einem Remis, hat Sudweyhe weiter drei Punkte Vorsprung bei gleicher Trefferdifferenz und muss im letzten Match gegen die Reserve des SC Twistringen noch zittern. Und gewinnt der TuS, dürfte im Twistringer Stadtteil eine Aufstiegsparty in Grün-Weiß über die Bühne gehen.

TuS kann Aufstieg perfekt machen

Heißt für die Mörsener: gewinnen, gewinnen, gewinnen. Das sind sie allerdings gewohnt. 'Nach der Niederlage gegen den TV Stuhr waren wir doch schon aus dem Rennen', blickt SVMS-Coach Andreas Schultalbers zurück. Danach reihte sich Endspiel an Endspiel, fünf Siege später kratzen die Mörsener an Rang zwei. 'Die Jungs sind heiß', hat Schultalbers beobachtet. 'Es wäre toll, wenn wir gewinnen. Dann stünden wir bis zum Saisonende unter Feuer.'

Und eben dieses Feuer sorgt beim heutigen Kontrahenten für Respekt. Mit Grausen erinnert sich Sudweyhes Übungsleiter Jürgen Maltzahn an das 1:2 aus der Hinrunde: 'Da stand es zur Pause 0:2, aber wir hätten auch vier oder fünf Gegentreffer kassieren können.' Deshalb wird die Torfabrikation des TuS zugunsten einer stabileren Abwehr die Handbremse ein wenig anziehen. 'Wir werden etwas defensiver beginnen', kündigt Maltzahn an. Konter über die schnellen Spitzen Nico Riekers und Stephen Bohl sollen das Erfolgsrezept sein.

Schade nur, dass mit Malte Ulrich einer der Top-Vorbereiter fehlt. Außerdem hat sich Philipp Krüger das Knie verdreht. Bei den Mörsenern fällt nach wie vor Kim Leon Chung aus, bei Serdar Uludasdemir steht noch nicht fest, ob er in der Startelf stehen wird.

Dennoch werden zwei offensivstarke Truppen auf dem Feld stehen. Und die Konstellation könnte brisanter kaum sein. 'Das ist ein 50:50-Spiel', sagt Schultalbers. 'Hier zählt jedes Tor doppelt', bestätigt sein Kollege Maltzahn. 'Wir haben in Mörsen eine große Chance, den Aufstieg perfekt zu machen. Selbst bei einer Niederlage haben wir noch eine kleine Chance.'

In der Tat: Ein Mörsener Sieg würde die Spannung am letzten Spieltag auf die Spitze treiben. Dann würde es ein Wettschießen geben, der SVMS müsste beim TSV Schwarme alle Register ziehen, der TuS zu Hause gegen den Mörsener Stadtrivalen SC Twistringen II.

Doch vorher sind noch 90 Minuten zu absolvieren. 'Ich merke die Nervosität', fiebert Jürgen Maltzahn der Partie entgegen. 'Der Aufstieg wäre die Krönung, die Jungs hätten sich das verdient.' Findet Andreas Schultalbers auch, allerdings meint er dabei nicht den TuS Sudweyhe. Heute um 18.45 Uhr wissen wir mehr.

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